<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598</id><updated>2012-02-16T23:37:48.227+01:00</updated><title type='text'>Kai@Ecuador</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>54</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-1724386128347014239</id><published>2009-06-07T21:39:00.000+02:00</published><updated>2009-06-07T21:43:24.688+02:00</updated><title type='text'>Colombia - Teil I</title><content type='html'>Samstagmorgen. &lt;br /&gt;Früh aufstehen um den international verkehrenden Ormeno-Bus in Quito zu erwischen.&lt;br /&gt;Denn heute sollte es losgehen, endlich mal aus Ecuador raus, auf nach Kolumbien!&lt;br /&gt;Die Informationen zur Sicherheit im Hinterkopf hatten wir uns gegen die geläufigen Überlandbusse entschieden, mit denen wir auf ecuadorianischer Seite bis zur Grenze und auf der anderen Seite dann bis nach Cali hätten kommen können. Der internationale Bus dagegen brachte uns in der Direktverbindung mit einem kurzen Zwischenstop an der Grenze direkt bis nach Bogotá.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Grenzüberquerung war erstaunlich einfach, vielleicht hatte ich es mir auch zu kompliziert vorgestellt. Ein Formular ausfüllen, Censo und Reisepass vorzeigen, einmal kritisch gemustert und dann das ganze Procedere  nochmal auf der anderen Seite.&lt;br /&gt;Kurz vor der Grenze waren wir von der ecuadorianischen Polizei komtrolliert worden, uns als weiße Touristen mit europäischen Pässen wurde dabei wenig Aufmerksamkeit geschenkt, nur der Kolumbianer mit argentinischem Pass musste einige Fragen über sich ergehen lassen.&lt;br /&gt;Hinter der Grenze tauschten wir schnell ein paar Dollar in kolumbianische Pesos um, kauften Wasser und Brötchen für die Weiterreise, dann fuhr der Bus auch schon weiter. Macht man Sicherheit an Polizeipräsenz fest, hätten die folgenden Stunden jegliche Zweifel an der Reisesicherheit Kolumbiens ausräumen müssen, denn wir wurden unfassbare sieben Male kontrolliert. Manchmal in ausgewachsenen Straßensperren, an denen ganze Polizeitruppen die durchkommenden Fahrzeuge und ihre Passagiere kontrollierten, manchmal nur von kleinen Patrouillen, die rasch Dokumente und Rucksäcke durchsuchten.&lt;br /&gt;Weder die eine, noch die andere Sorte von Kontrollen ging dabei jedoch allzu sorgfältig vor, was auch an unserem Touristenaufzug gelegen haben mag. Unsere Rucksäcke wurden nur in zehn Prozent der Fälle überhaupt geöffnet, beim Anblick der Flip-Flops kurz gegrinst und zum Nächsten übergegangen. Unser Busbegleiter dagegen musste sich gleich bei der ersten Kontrolle durch Zivilpolizei wegen einem ganzen Bündel Geld verantworten, das er mit sich herumtrug.&lt;br /&gt;Niemand weiß, wie viele der Scheine den Besitzer wechseln mussten, um ihm die Weiterfahrt zu erlauben, doch besonders glücklich kehrte der kleine, dicke Peruaner nicht in den Bus zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Kontrolle zu Kontrolle änderte sich auch das uns umschließende Land.&lt;br /&gt;Waren kurz hinter der Grenze noch Andenpanorama und schnell fließende Bäche die prägende Landschaft gewesen, in der kleine, untersetzte Menschen lebten und die Häuser unfertig, ungestrichen wie an die steilen Hänge geklebt erschienen, fanden wir uns schon nach wenigen Stunden auf einer ebenen Straße wieder, den gekühlten Bus verlassend schlug uns gleich die drückende Hitze entgegen. Die Häuser waren mit mehr Liebe zum Wohnen gestaltet, keine rostigen Träger ragten aus den Dächern, in der Hoffnung die nächste Generation würde vielleicht weiterbauen. Palmen und subtropische Landschaft rahmten die gerade, ordentlich asphaltierte Straße ein, während die schon beinahe europäisch-großen Menschen ihrem Tagesgeschäft nachgingen. Die ganze Atmosphäre, aufgebaute Mangostände, Sonnenschein und freundliche Menschen brachten mich so richtig in Urlaubsstimmung, während Cumbia den Bus beschallte und ich unsere Ankunft kaum erwarten konnte.&lt;br /&gt;Als wir nachts um 2 Uhr in Cali ankamen, eigentlich als erstes Ziel unserer Reise geplant, doch durch einen gelungenen Bestechungsversuch an den Busfahrer vereitelt, waren die kurzen, durchs Fenster erhaschten Eindrücke westlich und sauber. Bald wieder eingeschlafen, erreichten wir am nächsten Tag endlich Bogotá, das erste Etappenziel auf unserer Reise. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon 750 km und 30 Busstunden der Reise hinter uns gebracht.&lt;br /&gt;Am Terminal erwartete uns schon die nächste Überraschung. Zunächst war das Terminal nicht allgemein zugänglich, betreten und verlassen konnte man es nur durch kontrollierte Zugänge. Dadurch waren alle lästigen fliegenden Händler nach draußen verbannt, innen gab es nur lizensierte Stände, mit genormten Preisen. Das Terminal verlassend, um mit einem Taxi zum Hostal zu fahren, wurden wir am Ausgang aufgehalten und erhielten ein Zettelchen mit Zielort und genauem Preis für das Taxi in die Hand gedrückt. Betrug ausgeschlossen.&lt;br /&gt;Weiter ging es mit dem Erstaunen, als wir durch das offensichtlich geplante Bogotá fuhren, in dem nicht an jeder Ecke halbfertige Gebäude aus dem Boden sprossen, einheitliche Farbgebung und Sauberkeit auf einen Stadtplaner schliessen ließen und alles ein wenig nach Cuenca roch.&lt;br /&gt;Bald hatten wir unsere erste kolumbianische Unterkunft erreicht, die Backpackerherberge “Platypus” im historischen Stadtteil Bogotás, welche mit Europäern und Amerikanern geflutet war. Internet im Haus und Gratisfilterkaffee überzeugten uns trotz recht hohem Preis zum Bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Rest des Nachmittages wurde mit Essen und einem kurzen Streifzug durch die Straßen der Hauptstadt verbracht, wobei jedoch außer dem ordentlichen Stadtbild nichts besonders auffiel. Auf der Suche nach dem historischen Stadtzentrum wurden wir enttäuscht oder suchten vielleicht am falschen Ort. Schön restaurierte koloniale Gebäude suchten wir zumindest vergebens und kehrten bald wieder ins Hostal zurück. Während des Rundganges hatten wir gleich noch das leidige Geldproblem erledigt und den nahen Automaten leergeräumt. Rasch wurde eingekauft und die Küche in Beschlag genommen. Selber kochen im Namen des Geldsparens.&lt;br /&gt;Abends gingen wir aus, doch unser Plan, die Ankunft in Kolumbien ordentlich zu feiern machte der Sonntagabend zunichte. Im Partyzentrum der Stadt mit !Acht Millionen Einwohnern! waren außer einigen Mittdreißigern, die sich ruhig ein Bierchen tranken nichts anzutreffen. Schließlich kamen wir in der „Colombia Beer Company“ unter, in der es interessant schmeckendes Bier zu probieren gab. Nach weiterem Herumsuchen gaben wir den Abend schließlich verloren und kehrten unverrichteter Dinge wieder ins Hostal zurück. Nach 30 Stunden Busfahrt fielen wir dann auch alle nur noch ins Bett, glücklich endlich ordentlich schlafen zu dürfen...&lt;br /&gt;Den nächsten Tag in Bogotá verbrachten wir wieder mit Stadtrundgang und einem Ausflug auf den nahen Aussichtspunkt, der nur über eine Schienenbahn zu erreichen war. Von dort war das gigantische Stadtpanorama von Bogotá zu überblicken, das sich rotbraun unter uns erstreckte.&lt;br /&gt;Doch schon bald trieb es uns wieder weiter, immer Richtung Karibik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Santa Marta und das nahe Tauchtouristenörtchen Taganga sollten unser nächstes Ziel sein. Mit dem nahen Nationalpark Tayrona, in dessen verwilderten Tiefen die „Ciudad Perdida“, die verlorene Stadt, begraben liegt und dem Ruf, wunderschöne Strände zu besitzen schien uns diese Gegend ideal. Nach einer weiteren Nacht im Bus und mehrfachem Umsteigen in der brütenden, staubigen Hitze der nahen Karibik, fuhren wir im Taxi über die kurvige Straße nach Taganga hinunter. Noch auf der anderen Seite des Hügels riefen wir uns alle noch einmal die Postkarten in Erinnerung, die sich gleich in Realität vor uns ausbreiten sollten. Weißer, palmengesäumter Strand vor blauem, kristallklarem Wasser, in dem mit etwas Glück auch mal ein Delfin zu entdecken war.&lt;br /&gt;Dann erreichten wir die Hügelkuppe und – die ganze Seifenblase platzte.&lt;br /&gt;Unter uns lag ein stinknormales Meer, das man genauso auch am Pazifik hätte finden können, von Palmen keine Spur und der Sand machte auch keine Anstalten, weiß in der Sonne zu leuchten.&lt;br /&gt;Als wir wenig später am Strand standen, der zum Teil auch noch als Bauschutthalde herhalten musste, war es schon fast zum Heulen, sich umzuschauen und das griechische Panorama der verbrannten Hügel über dem trüben Wasser zu erblicken.&lt;br /&gt;Enttäuscht wandten wir uns also erstmal vom Strand ab, um eine Unterkunft zu suchen.&lt;br /&gt;Trotz Nebensaison war die Hostalsuche nicht einfach, doch schließlich hatten wir ein Zimmer mit Klimaanlage und Kabelanschluss für einen ordentlichen Preis gefunden, in dem wir die nächsten Tage unterkommen konnten. Den Nachmittag im Hostal und am Strand vergammelnd, gingen wir abends im Strandrestaurant essen, dessen Highlight die unfassbare Type von Kellner war. Fragen nach einem weiteren Getränk wurden schonmal mit einem einfachen „No.“ abgeschmettert und zur Aufnahme der Bestellung setzte sich der Gute auch gerne zu den Gästen an den Tisch.&lt;br /&gt;Nach diesem Abendessen teilte sich unsere Gruppe auf. Während Jakob im Hostal in der Gesellschaft einiger Backpacker zurückblieb, machten wir anderen uns, mal wieder durch Party-Kai angetrieben, auf nach Santa Marta. Den halben Abend mit lustigen spanischen Wörtern in einer Straßenkneipe verbringend, fanden wir auch an diesem Abend wieder keinen Ort zum Feiern und fanden uns kurz nach Mitternacht wieder im Hostal ein. Dort trafen wir auf die lustige Backpackergesellschaft, die fleißig zechend ihre Bierrunden beendete und sich bald nach uns auflöste.&lt;br /&gt;Der folgende Tag ist kaum einer Erwähnung wert, lange Gespräche unter uns vier, ein kurzer Einkaufstrip nach Santa Marta, wo scheinbar Markttag und deshalb die ganze Stadt auf den Beinen war, abends dann noch die Bestätigung für den Tauchtrip am folgenden Tag und dann wurde der Rest des Abends vor Deutscher Welle verbracht und der Wirtschaftsjedi Dr. Sinn gefeiert, der in einer Talkshow sämtliche Proargumente für eine Opelrettung auseinandernahm (nicht, dass ich prinzipiell gegen eine staatliche Rettung von Opel wäre, aber es ist einfach gänzlich unwirtschaftlich).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag hieß es früh aufstehen, der Tauchkurs stand an. Aufgeregt ging ich mit Paul, der eine Lizenz besitzt und somit einen anderen Tauchgang machte, zur Tauchschule, wo ich jedoch zuerst einmal eine dreiviertelstündige Videoeinweisung anzuschauen hatte, bevor es endlich losgehen konnte. Mit dem Boot fuhren wir zum ersten Tauchspot, das heißt, zunächst zu einem seichten Strand, wo ich mit zwei anderen Tauchschülern und dem Lehrer abgesetzt wurde, um einige Trockenübungen zu machen, die Ausrüstung kennen zu lernen und langsam an das Unterwasserabenteuer herangeführt zu werden.&lt;br /&gt;Es stellte sich ein kleiner Defekt an meiner Ausrüstung heraus, nicht schwerwiegend genug, um den Tauchgang unmöglich zu machen und dann, nach einem letzten gegenseitigen Equipmentcheck fand ich mich auf einmal auf dem Boden des Meeres wieder. Zischend füllten sich meine Lungen mit Luft, jede meiner Bewegungen wie in Zeitlupe schaute ich mich um, registrierte die eingeschränkte Sicht durch meine Taucherbrille, beobachtete die schillernden Luftblasen, die meiner Maske entwichen und gen Wasseroberfläche taumelten. Dann wiederholten wir die zuvor am Strand durchgeführten Übungen noch einmal unter Wasser. Was tun, wenn die Maske weg ist. Dem andern Luft aus der eigenen Flasche geben, schließlich noch den idealen Auftrieb finden, um einen knappen Meter über dem Meeresboden im Wasser zu schweben.&lt;br /&gt;Wie nichts verging die Zeit, die Luft, für etwa 40 Minuten eingeplant wurde knapp und so ging es zurück an den Strand.&lt;br /&gt;Abgeholt wurden wir dort bald wieder von dem Boot, das uns zum Mittagessen in die schuleigenen Cabanas brachte, wo wir auch wieder auf die anderen Taucher trafen. Nach einer kurzen Unterhaltung und Erfrischung machten wir uns alle gemeinsam zum zweiten Tauchgang auf.&lt;br /&gt;Dieser war freier, da wir die Grundlagen nun kannten und uns ganz auf die Erforschung dieser neuen Welt unter Wasser konzentrieren konnten. Diesmal ging es deutlich tiefer, leichte Druckprobleme auf den Ohren zeugten davon. &lt;br /&gt;Doch dafür gab es unglaublich viel zu sehen.&lt;br /&gt;Korallenäste, zwischen denen bunte Fische hin und her huschten. Große Schwärme, die sich wie von einer Hand gesteuert im absoluten Gleichklang bewegten. Rochen, die fast unsichtbar durch ihre Musterung über den Sand glitten und dabei wie organische UFOs aussahen. Ein kleiner Kugelfisch, der sich prompt zu einem stachligen Ball aufpumpte, als wie uns näherten und das Ende eines gigantischen Aals, das unter einigen Felsen hervorschaute.&lt;br /&gt;Staunend durchschwammen wir diese wunderbare, fremde Welt und folgten nur ungern der Aufforderung unseres Tauchlehrers, wieder an die Oberfläche zurückzukehren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Nachmittag war nach der Rückkehr abwechselnd Internet und Kais Magellanbuch gewidmet, das ich in diesem Urlaub noch beenden wollte. Abends gab es für Paul und mich nur noch die Deutsche Welle, bevor wir, für Jakob und Kai unverständlich, früh ins Bett gingen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-1724386128347014239?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/1724386128347014239/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=1724386128347014239' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/1724386128347014239'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/1724386128347014239'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2009/06/colombia-teil-i.html' title='Colombia - Teil I'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-6514025408775634750</id><published>2009-04-17T01:31:00.000+02:00</published><updated>2009-04-17T01:33:38.525+02:00</updated><title type='text'>Die Brennnesselflagellanten von Cuyabeno</title><content type='html'>Endlich, endlich, endlich sollten wir also das letzte Klimagebiet Ecuadors kennenlernen.&lt;br /&gt;Nach zweiwöchiger Rundreise entlang der Küste und zahlreichen Ausflügen zu Indígena-Märkten und Großstädten der Sierra hatten wir uns für die Osterferien einen Ausflug in den ecuadorianischen Dschungel vorgenommen.&lt;br /&gt;Mit einer Reiseagentur aus einer recht entfernten Stadt, die uns bei einem Besuch dort schon ein günstiges Angebot für eine fünftägige Dschungeltour gemacht hatte ging es also Mittwochabend im Bus nach Osten. &lt;br /&gt;In den Osten, wo der grüne Oriente uns mit seinen Urwaldriesen und mäandernden Dschungelflüssen erwarten sollte und nahe der kolumbianischen Grenze die FARC ihre Drogenplantagen hat. Wo skrupellose Ölfirmen aus aller Welt die ecuadorianischen Ölvorkommen ausbeuten und nichts als zerstörte Natur und Schwerölteiche zurücklassen.&lt;br /&gt;In eines der artenreichsten Gebiete der Welt, eines der soldatenreichsten Gebiete Ecuadors, eines der Gebiete mit den meisten Menschenrechtsverletzungen in diesem Land.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach zwei endlos erscheinenden Stunden Warten am eisigen „terminal terrestre“, dem größten Busbahnhof von Quito, konnte es endlich losgehen und nach einer beständig wärmer werdenden Busfahrt stiegen wir am nächsten Morgen im schwül-warmen Lago Agrio aus dem Bus. Quasi direkt begannen wir zu schwitzen und schwangen uns auf ein Pick-Up-Taxi zum verabredeten Treffpunkt „Hotel de Mario“, wo uns unser Führer schon erwartete. Nach kurzem Zwischenfrühstück in der  Panadería (Bäckerei) und langem Warten auf die Buseta, die uns bis ins Naturschutzgebiet selbst hineinbringen sollte, begann die Reise durch den Oriente. Auf einer breit ausgebauten Straße, die besser instand gehalten zu werden scheint, als die Panamericana fuhren wir immer begleitet von der die Straße säumenden Pipeline tiefer und tiefer in den Oriente hinein. Kaum Bevölkerung war auszumachen, auch wenn die Straße von breiten, bebaubaren Flächen gesäumt wurde. Von Primärurwald keine Spur, hin und wieder waren in einiger Entfernung einige Flecken von Sekundärwald zu beobachten, die jedoch mehr an den Wald der ecuadorianischen Küste erinnerten, als an Amazonasdschungel.&lt;br /&gt;Endlich, nach drei Stunden Fahrt, hatten wir das Naturschutzgebiet Cuyabeno erreicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir hielten an einer Brücke über einen breiten, brackigbraunen Fluss, die Pipeline verschwand auf der anderen Seite im dichten Wald, der sich endlich vor uns auftürmte. Die hier wartenden Regierungsbeamten, ein ziviler Schreiberling und zwei Marinesoldaten, ließen uns nach längerer Diskussion unseres Führers auch tatsächlich mit Censo zu ecuadorianischen Preisen in den Nationalpark.  So aßen wir in einem holzgezimmerten Restaurant schnell zu Mittag, bevor wir in das nächste Transportmittel umsattelten: Der motorisierte Einbaum wartete schon voll beladen auf uns, als wir mit gefülltem Magen die Weiterreise antreten wollten.&lt;br /&gt;Mit Rettungswesten ausgestattet und dem gerade erworbenen Eintrittsticket bewaffnet setzten wir fünf uns noch etwas skeptisch in das schmale, wackelige Boot und wurden von unserem Fahrer begrüßt, der uns für die nächste Zeit Tag und Nacht begleiten sollte. Dann ging das Dschungelabenteuer los. Mit knatterndem Motor fuhren wir den Fluss hinunter, die Pipeline abgelöst von breiten Lianen, die sich die Bäume hinaufhangelten und fremdartigen roten Blumen, die das Schilf am Uferrand krönten. Immer wieder stiegen Schwärme von tropischen Vögeln auf, die leuchtend gelben Schwänze leuchteten im Sonnenschein. Gigantische, mit dünnen Lianen, wie Bärten geschmückte Urwaldriesen erhoben sich wie Wächter links und rechts des Flusses, das tiefgrüne Dickicht zwischen ihren Stämmen ließ keinen Blick hindurch. Wir waren noch ganz in den Anblick der schmarotzenden Orchideen vertieft, die auf den Stämmen der über den Fluss geneigten Bäume blühten, als plötzlich der Motor erstarb und wir über das Wasser gleitend zum Stillstand zeigten. Unser Fahrer bedeutete uns still zu sein und zeigte die Bäume hinauf, wo wir zunächst nichts zu entdecken vermochten.&lt;br /&gt;Dann kam plötzlich Bewegung auf und eine Affenhorde schwang sich in den Baumwipfeln umher, die Guaba-Frucht aufbrechend und essend. Begeistert beobachteten wir die Kapuzineräffchen bei ihrem Festmahl, was diese uns damit dankten, die Fruchtkerne nach dem Kanu zu werfen. Lachend machten wir uns wieder auf den Weg, kamen an einigen anderen Dschungellodges vorbei und erreichten schließlich nach insgesamt drei Stunden Bootsfahrt unsere eigene Unterkunft.&lt;br /&gt;Hier wurden wir von der ganzen Familie des Tourveranstalters begrüßt, konnten uns in einem riesigen Holzpavillon einquartieren, auf dessen Boden bettgroße Moskitonetzzelte aufgebaut waren, die mit Matratzen ausgelegt waren und sich als erstaunlich bequem erweisen sollten. Nach der Versicherung des Guides, dass ein Bad im Fluss vollkommen ungefährlich wäre, stürzten wir uns in die kühlen Fluten, um auf die anschließende Frage, ob es denn hier gar keine Piranhas gäbe, nur ein verständnisloses „Natürlich gibt’s die!“ zu ernten. Wie uns der Guide erklärte, greifen diese aber nur unbewegliche oder blutende Ziele an und das Anakondarisiko wäre momentan auch recht gering. Einigermaßen geschockt begingen wir das erstaunlich reichhaltige Abendessen, um danach zur ersten Dschungeltour aufzubrechen. Im nachtschwarzen Dschungel mit Taschenlampen unterwegs wanderten wir in Gummistiefeln über den erstaunlich trockenen Pfad, stiegen über morsche Stämme und bekamen zahlreiche Insekten zu sehen.&lt;br /&gt;Von hübschen Schmetterlingen über den Ästen gleichenden Heuschrecken bis zu handtellergroßen Spinnen konnten wir einiges beobachten und durften auch noch unsere Nachspeise probieren: Zitronenameisen, die ihrem Namen alle Ehre machten und einen süßlichsauren Geschmack hatten.&lt;br /&gt;Nach dem Vorstellen erster Dschungelheilpflanzen kamen wir zurück ins Camp, pflückten uns noch eine Naranjilla zum Essen und legten uns ins Bett, um für den nächsten Tag gestärkt zu sein.&lt;br /&gt;Daraus wurde jedoch so schnell nichts, da sich Motorista und Guia Victor ebenfalls unter dem palmgedeckten Dach einquatriert hatte. Kurze Zeit nachdem wir uns schlafen gelegt hatten leuchtete auch schon die Kontrolllampe herum, wurden die Kerzen ausgeblasen und die Köchin des Camps ins Zelt geholt, woraufhin der Pavillon unmissverständlich zum Wackeln gebracht wurde...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der nächste Tag begann zu angenehmen 7 Uhr morgens, wir konnten gemütlich frühstücken und ein Bad im Fluss nehmen, bevor wir im Boot aufbrachen, um unsere nächste Dschungelwanderung zu starten. Ein ganzes Stück vom Camp entfernt abgesetzt wollten wir uns durch den Dschungel kämpfend einen Weg zurück suchen, natürlich immer begleitet von Guide und Bootsfahrer Victor. Auch auf dieser Wanderung gab es wieder einen Haufen Käfer und Spinnen zu sehen, zudem zeigte uns Victor einige Tricks zum Überleben im Dschungel, baute uns eine Tierfalle und öffnete uns den Kokon einiger essbarer Larven. Auch in das Geheimnis des „Dschungeltelefon“ in Form eines bestimmten Urwaldriesen mit besonders ausgeprägten Wurzeln, die sich wie Mauern um den Stamm herum erhoben und von den Eingeborenen als „casa del duende“, Haus des Dschungelgottes angesehen werden, wurden wir eingeweiht.&lt;br /&gt;Mitten auf der Wanderung machte der Regenwald endlich seinem Namen alle Ehre und von einem Moment auf den anderen wurde es düster um uns herum und ein gewaltiger Niederschlag begann. Glücklicherweise standen wir gerade unter einem der Urwaldriesen, so dass Victor uns kurzerhand aus einigen der breitgefächerten Blätter ein Dach über den Wurzeln baute und wir erstaunlich trocken blieben. Natürlich hatte ich mit meiner Zeit unter den ganzen verlockend herabhängenden Lianen nichts besseres zu tun, als mich auf meine Tarzanqualitäten zu testen, ruckelte einige Male an der dicksten Liane und begann dann mit den Worten Victors im Ohr „Die hält, ich halt sie dir fest...“ den Aufstieg. Ich hatte den Boden keinen halben Meter unter mir gelassen als mit einem Knarren und einem Knall die seildicke Liane riss und mein Tarzanabenteuer statt mit Jane mit einem blauen Auge und einer kaputten Brille belohnt wurde.&lt;br /&gt;Immerhin hatte ich die Stimmung der gesamten Gruppe wieder deutlich aufgehellt und als der Regen nach einer halben Stunde nicht aufgehört hatte, machten wir uns eben auch ohne die vergessenen Regenponchos wieder auf den Weg, um den Moskitoschwärmen zu entkommen, welche unter dem improvisierten Dach über uns hergefallen waren.&lt;br /&gt;Wir überquerten einen schmalen Arm des Cuyabenoflusses mit Hilfe einiger hineingefallener Baumstämme, beobachteten Victor bei einer spektakulären Machetenrettungsaktion, weil sie ihm in den Fluss gefallen war und kamen schließlich wieder erfolgreich im Camp an. Nach Mittagessen und Erholungspause setzten wir uns wieder in den Einbaum und besuchten eine Eingeborenenkommune.&lt;br /&gt;Hier wurden wir schon erwartet und nach der Tourizahlung von $2 wurden wir in die Herstellung von „pan de yuca“ (Brot aus der Yucawurzel) eingeweiht, was mich im Geschmack ein wenig an schwedische Cracker erinnerte und mit Marmelade ganz hervorragend schmeckte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Camp zurück setzten wir uns gemeinsam an den Abendbrottisch, um daraufhin in der einbrechenden Dunkelheit von den herumschwirrenden Moskitos regelrecht aufgefressen zu werden. Allein einer meiner Knöchel kam auf über 70 Stiche, die sofort anschwollen und höllisch zu jucken begannen. Nach dem Abendessen war der Juckreiz kaum mehr auszuhalten und ich fragte Victor nach einer Heilpflanze für die Stiche. &lt;br /&gt;Einen Moment überlegte er und brachte mir dann – Eine Brennnessel.&lt;br /&gt;Ungläubig starrte ich ihn an, doch da mir mittlerweile alles recht war, um nur diese höllischen Stiche loszuwerden ließ ich alle meine Stiche mit der bösartig aussehenden Brennnessel abklopfen. Und tatsächlich: Nachdem das anfängliche Brennen der Säure vergangen war blieb nichts als ein leichtes Gefühl der Wärme zurück, der Juckreiz sollte für die nächsten zwei Tage nicht zurückkehren. Ermuntert von meinem Beispielen ließen sich auch die anderen mit der Brennnessel „behandeln“, so dass die Holzhütte mitten im Dschungel für eine Viertelstunde den Touch eines exotischen S&amp;M-Clubs bekam.&lt;br /&gt;Zum Abschluss des Tages zündeten wir uns die gesammelten Dschungelzigaretten an, die trockenen Äste eines bestimmten Baumes, die erstaunlich gut schmeckten, aber wie uns  Victor zuvor versichert hatte, keinerlei Rauschwirkung hatten. Nachdem wir noch einen schlafenden Schmetterling entdeckt hatten, der es sich bei uns im Pavillon gemütlich gemacht hatte und eine Flügelspannweite meiner aneinander gelegter Hände hatte, fielen wir alle müde ins Bett. Nur einen unter dem Dach schien der Tag nicht erschöpft zu haben...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der nächste Tag sollte einen vollständigen Tagesausflug beinhalten und gespannt auf die Lagune, an der es Delfine und Anakondas geben sollte setzten wir uns ins Boot, diesmal nicht nur begleitet von Victor sondern auch einer Einheimischen, die uns als eingeborene Führerin noch mehr zeigen sollte. Als unser Boot durch die glänzenden Wasser der hell im Sonnenlicht daliegenden Lagune schnitt bewunderten wir alle die breiten Bäume, welche direkt aus dem Wasser emporwucherten und das Ufer der Lagune unsichtbar machten. Von der intensiven Amazonassonne schwitzend schwammen wir einige Runden im kühlen Lagunenwasser, bevor wir uns auf Anakondasuche machten. Leider war diese nicht von Erfolg gekrönt und etwas enttäuscht legten wir an einem Dschungelpfad an und machten uns auf eine weitere Rundwanderung. Hier stellte uns die Einheimische eine ganze Menge verschiedener Heilpflanzen vor, unter anderem einen Baum dessen Rinde gegen Malaria helfen soll. Auch flocht sie einen Rucksack aus einem großen fächerförmigen Blatt und wir verwandelten Paul mit Hilfe einer Blätterhandtasche, Blümchen hinter dem Ohr, Krone und Blätterröckchen in eine waschechte Indiobraut, bevor wir zum Mittagessen wieder zum Kanu zurückkehrten. &lt;br /&gt;Nach der Sichtung einiger Tukane und einer gigantischen, hochgiftigen Spinne sollten wir noch für das heutige Abendessen sorgen: Wir machten uns auf Piranhafang.&lt;br /&gt;Schon am ersten Platz, den wir paddelnd erreichen mussten, da Motoren in dieser Gegend wegen dem Seekuhvorkommen verboten ist, fingen wir nach kurzer Zeit die ersten zwei Piranhas, die erstaunlich harmlos aussahen. Erst als Victor sein allgegenwärtiges Messer wie Futter in das Maul des Fisches schob, wurden die riesigen Zähne sichtbar, mit denen er seine Beute auseinanderreißt. Von da an verließ uns unser Angelglück, bis wir mehrfach den Ort gewechselt hatten und schließlich einen Platz fanden, an dem auch ich meine zwei Piranhas aus dem Wasser zog und Paul mit einem ganzen Schwarm von Katzenfischen auftrumpfte.&lt;br /&gt;Mit der Gewissheit auch diesen Abend etwas auf dem Tisch zu haben kehrten wir in der Abenddämmerung an die Lagune zurück und erwarteten schwimmend und Fotos schießend den Sonnenuntergang. Paul beeindruckte alle mit seinen schwimmend aus dem Wasser aufgenommenen Fotos (auf meinen Picasaalben zu bewundern) und schließlich tauchte auch die Sonne in einen roten Schleier gehüllt in das grüne Meer des Dschungels ab. &lt;br /&gt;In der nahezu vollkommenen Dunkelheit des nächtlichen Dschungels, die Wasseroberfläche nur im Licht des Mondes und der zauberhaft hellen Sterne glänzend kehrten wir wieder ins Camp zurück, wobei Victor am Steuer unglaubliche Katzenaugen bewies und nahezu jedes Hindernis im Wasser voraus zu ahnen und geschickt zu umsteuern.&lt;br /&gt;Zum Abendessen gab es dann auch tatsächlich die selbstgefischten Piranhas, wobei die Zähne gleich viel gefährlicher aus dem gegrillten Fleisch hervorblitzten, als es noch zuvor im Boot der Fall gewesen war. Mit Knoblauch abgeschmeckt und ein wenig Zitrone beträufelt – wie das hier in Ecuador ja bei jedem Gericht üblich ist – schmeckten die fleischfressenden Biester richtig gut und erstaunlich wenig nach Fisch.&lt;br /&gt;Nach der abendlichen Brennnesselgeißelung im Anschluss ans Essen legten wir uns erwärmt aber juckreizfrei in unsere Moskitonetzzelte und schliefen schon bald tief, begleitet von dem allabendlichen Wackeln des Pavillonbodens...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der nächste und letzte volle Tag unserer Dschungeltour war einer weiteren Dschungelwanderung und dem Besuch eines Schamanen gewidmet. Mit dem Boot ein Stück entfernt abgesetzt, erreichten wir das große komfortable Haus des Schamanen nach einer halbstündigen Wanderung mit der Einheimischen und ihrem Sohn durch die Wildnis. Der Höhepunkt dieser Wanderung waren drei Ceibo-Bäume (die schon zuvor beschriebenen Urwaldriesen mit gigantischen Wurzeln) und eine aufgestellte Tafel, die das Vorkommen von Riesenottern im Nationalpark beschrieb, ohne das wir die Tiere jedoch zu Gesicht bekamen.&lt;br /&gt;Der Schamane hatte nicht Besseres zu bieten. Nach Einsacken der üblichen $2 Tourigebühr bekamen wir in einem fünfminütigen Vortrag auf unverständlichem Spanisch erzählt, wie viele amerikanische Ärzte schon seine Hilfe erbeten hätten, wurde ich unter Gesang und Blattgewedel von allen bösen Geistern befreit und dann ging es auch schon wieder zurück.&lt;br /&gt;Unterwegs hielten wir in einer anderen Kommune an, wo wir uns zwei Stunden lang ein Fußballspiel anschauen durften, wobei die einzige Erkenntnis jedoch blieb, dass Fußball wohl ein tatsächlich universelles Spiel ist.&lt;br /&gt;Nach der Rückkehr am späten Nachmittag versprach uns Victor immerhin noch, mit uns in der Nacht auf Kaimansuche zu gehen und den nächsten Morgen früh mit einer Vogelbeobachtungstour zu beginnen.&lt;br /&gt;An diese Initiative glaubte zunächst niemand so richtig, schon allein weil sie erst von uns angeleiert werden musste. Zudem verschwand Victor gleich nach Rückkehr in seinem Zelt, wohin ihm schon bald seine Köchin folgte... &lt;br /&gt;Wir Freiwillige begnügten uns am Essenstisch jedoch mit der Weitergabe deutscher Kultur und brachten der Schweizerin Franziska Skat bei, unterhielten uns und rissen einen Haufen schlechter Witze („Was hat 4 Beine und nur einen Arm?“ - „Ein Pittbull auf dem Kinderspielplatz.“), bevor es endlich Abendessen gab und wir, oh Wunder, im Boot mit Taschenlampen bewaffnet auf Kaimansuche gingen.&lt;br /&gt;Wieder bewies Victor einen unheimlichen sechsten Sinn und wir kurvten den trägen Rio Cuyabeno hinauf, während uns Abermillionen Motten und Moskitos umschwirrten, verfolgt von blitzschnell zuschlagenden Fledermäusen. Mit den Lichtern das Ufer ableuchtend hielten alle Ausschau nach im Lichtstrahl aufblitzenden Kaimanaugen.&lt;br /&gt;Und tatsächlich, keine fünf Minuten nach Abfahrt leuchtete uns aus dem Uferdickicht ein Paar glutroter Augen an. Mit gedrosseltem Motor näherten wir uns vorsichtig dem Kaiman, die Fotoaparate griffbereit an der Hand, bis unsere Lampen alles ausleuchteten... und sich der Kaiman als schlafender Vogel herausstellte, dessen Augen jedoch ebenso bösartig rot glühten.&lt;br /&gt;Enttäuscht ging es mit Vollgas weiter den Fluss hinauf und schließlich in einen ruhigen Seitenarm hinein, der laut Victor die höchsten Chancen für die Kaimansichtung bot. Hier kamen wir jedoch auch in den zweifelhaften Genuss eines naturbelassenen Flusslaufes im Amazonasgebiet. Ständig mussten herabgefallene Stämme im Wasser umfahren oder überfahren werden, herabbaumelnden Riesenspinnen ausgewichen werden und nachdem wir einen quer über dem Fluss liegenden Baum erfolgreich unterfahren hatten, stellte sich der Flussarm schließlich als Sackgasse heraus.&lt;br /&gt;Einige Bäume waren schon vor langer Zeit umgefallen, die Seestraße vollkommen blockierend.&lt;br /&gt;Enttäuscht, keinen Kaiman gesehen zu haben, aber doch zufrieden immerhin etwas unternommen und ein Dschungelflussabenteuer erlebt zu haben, kehrten wir also auf dem selben Weg wieder ins Camp zurück. Wieder schaffte es Victor, den Außenbordmotor trotz unter der Wasseroberfläche treibender Stämme ohne Schaden nach Hause zu bringen und es ging aufgeregt plaudernd ins Bett.&lt;br /&gt;Selbst Victor verzichtete auf die allabendliche Pavillon-Stabilitätsprüfung und wir schliefen rasch ein, darauf eingestellt am nächsten Morgen früh zur Vogelbeobachtungswanderung geweckt zu werden.&lt;br /&gt;Was aber nicht geschah. Ich wachte zwar in der Morgendämmerung zum sanften Prasseln des Amazonasregens auf, war aber ganz froh, dass kein Victor vor meinem Zelt stand und ich statt durch den kalten Dschungelschlamm zu kriechen noch weiterschlafen konnte.&lt;br /&gt;So bestand unser letzter Morgen im Dschungel nur noch aus Frühstück, Kofferpacken und der Abgabe konstruktiver Kritik, die uns Victor abforderte, bevor wir uns auf die dreistündige Bootsfahrt zurück zum Reservatseingang machten und von dort bald wieder im Bus nach Hause saßen...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-6514025408775634750?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/6514025408775634750/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=6514025408775634750' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/6514025408775634750'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/6514025408775634750'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2009/04/die-brennnesselflagellanten-von.html' title='Die Brennnesselflagellanten von Cuyabeno'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-4370911785410972241</id><published>2009-03-25T22:23:00.001+01:00</published><updated>2009-03-25T22:23:53.593+01:00</updated><title type='text'>Dschungeltour mit den Primitas oder Der höchste Wasserfall Ecuadors</title><content type='html'>Wie häufig in den letzten Wochen verbrachte ich vor kurzem wieder einen Abend bei tio Pedro und Familie, was hauptsächlich aus gemeinsamen Essen, Hausaufgabenhilfe für prima Wendy und Handyspiele für primo Zaul bestand. Auch den Erzählungen von der Arbeit auf nicht ganz einwandfreiem Spanisch wird immer gerne gelauscht, generell scheint hier der Gesprächsstoff nicht  allzu umfangreich zu sein, so dass Abwechslung von den Themen Familie und Dorfgeschehen immer gerne gesehen wird.&lt;br /&gt;Ich wollte mich schon fast wieder auf den zehnminütigen Weg zurück ins Tal machen, als Wendy noch schnell einwarf: „Kennst du eigentlich schon El Chaco?“ &lt;br /&gt; El Chaco, hinlänglich bekannt durch die Raftingberichte von meinem ehemaligen Lehrerkollegen Diego liegt im Oriente von Ecuador, etwa vier Fahrtstunden östlich von Quito und ist eine der ersten touristischen Anlaufstellen für Dschungeltouren. Die Frage verneinend erzählte Wendy weiter, dass sie einen Schulausflug dorthin machen wolle und lud mich kurzerhand ein, mitzukommen. Auf eigene Faust auch noch Reisekumpan Paul einladend nahm ich das Angebot an und so fanden wir uns Samstagmorgen um 6 Uhr morgens am Rande Cumbayas ein, um den Schulbus des Colegio Militar zu erwarten.&lt;br /&gt; Nach der in Ecuador üblichen dreiviertel Stunde nach verabredetem Zeitpunkt konnten wir uns dann auch endlich in den Bus setzen und wurden dort von ca. 50 neugierigen Achtklässlern in voller Uniform erwartet, welche die Fahrt über kaum ein Augen von den beiden Weißen lassen konnten. Dabei erwies es sich wieder einmal als äußerst angenehm, mit Paul zu reisen, da ein großer, blonder Deutscher natürlich wesentlich interessanter ist, als meine dunkelhaarige Wenigkeit. Nach den üblichen Stories über Herkunft, Vergleiche Deutschland – Ecuador und Unterhaltungen mit den begleitenden Lehrern kamen wir zum Ziel des pädagogischen Ausfluges:  Eine Ölpumpstation im ecuadorianischen Dschungel, an welcher der Direktor der Schule erst einmal mit den verantwortlichen Ingenieuren den Eintritt zu verhandeln hatte, bevor es hinein ging. Wir hörten uns eine kurze, chaotische und vollkommen inhaltsfreie Vorstellung der Anlage durch einen Ingenieur an, die zu allem Übel auch noch zum Großteil von den nebenan arbeitenden Pumpen übertönt wurde und verließen dann schnell wieder die Anlage. Nicht ohne vorher das hervorragende Wiederaufbereitungsbecken zu begutachten, dem angeblich kein Tropfen Verunreinigung in den nahe gelegenen Fluss entweichen sollte.&lt;br /&gt;Von den großen Schornsteinen, welche die Abluft der Pumpen in die Luft entließen, von dem über Kilometer hinweg zu hörenden Lärm der Pumpen, den immer wieder aufgrund von Wartungsmängeln vorkommenden Brüchen der Ölpipeline oder gar den Förderungsmethoden natürlich keine Rede.&lt;br /&gt;So beendeten wir, meiner Meinung nach ohne jeglichen Wert für die Schüler, diesen Abschnitt des Schulausflugs und gingen Mittagessen. Danach verabschiedeten wir uns von den Primitas und ihren Mitschülern, weil diese den Rest des Tages im westlich gelegenen Papallacta verbringen wollten, während unser Weg uns wieder nach Osten zum Reventador führte.&lt;br /&gt;Mit der guten alten Daumenraus-Methode fanden wir auch bald einen Pickup, der uns bis vor die Haustür der einzigen Herberge im Umkreis des Reventadores fuhr. Unterwegs konnten wir mit eigenen Augen begutachten, was mit den Schülern nicht klar geworden war. Wir kamen an einer Öl-Unfallstelle vorbei, und der Fahrer erklärte uns, dass hier vor einigen Monaten noch alles schwarz vor Öl gewesen war. Selbst jetzt, nach 8 Monaten Säuberungsarbeiten waren immer noch einige schwarze Lachen zu sehen. Niemand weiß, wie lange das Zeit hatte in den Boden zu sickern und das Grundwasser zu vergiften, bevor die staatliche Ölgesellschaft die Notwendigkeit sah, überhaupt mit den Renaturierungsmaßnahmen zu beginnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Hostal angekommen erwartete uns zunächst einmal ein Schock. Laut Hotelpage und Koch vom anderen Ufer gab es keine Zimmer mehr. Ratlos schauten wir uns, wie konnte ein Hostal außerhalb der normalen Feiertage an einem verhältnismäßig untouristischen Ort wie hier bis aufs letzte Bett ausgebucht sein?&lt;br /&gt;Mit dem Hoffnungsschimmer, dass der abwesende Chef vielleicht doch noch ein Zimmer auftreiben könnte, besichtigten wir erst einmal den höchsten Wasserfall Ecuadors, die Cascada San Rafael. Ein schlecht begehbarer, halbstuendiger Weg fuehrte dorthin, zwischendurch ging es noch an einem Pfoertner vorbei, der uns eigentlich $10 haette abnehmen sollen, uns aber ohne Nachfrage so reinliess. Schon bald erreichten wir den Aussichtspunkt auf den Wasserfall und waren alle beide – beeindruckt.&lt;br /&gt;Gigantische Wassermassen waelzen sich die 140 Meter hinunter, scheinen so langsam zu fallen, dass man einzelne Schwaden dabei verfolgen kann. Dazu droehnt ein gewaltiges Grollen durch den Kessel, in dessen Mitte das herabstuerzende Wasser verborgen im Spruehnebel auf den See trifft.&lt;br /&gt;Bewundernd hielten wir eine halbe Stunde inne, den Wasserfall betrachtend, bevor wir wieder zurueck ins hostal gingen.&lt;br /&gt;Hier erwartete uns die gute Nachricht, dass doch noch ein Zweibettzimmer verfuegbar waere und die Erklaerung fuer die Vollbelegung: Die fuer das Oel-Unglueck zustaendigen Arbeiter waren alle im gleichen hostal untergebracht.&lt;br /&gt;Immerhin hatten wir uns nun eine Unterkunft fuer die Nacht  gesichert, waere nichts mehr in diesem hostal frei gewesen, haetten wir die Nacht wohl unter freiem Himmel verbringen muessen.&lt;br /&gt;So konnten wir aber beruhigt zu Abend essen, uns einen Fuehrer fuer die Reventadorwanderung am naechsten Morgen organisieren – der sich als der Hotelpage herausstellte – und nach einem erfrischenden Sprung in den von frischem Flusswasser gespeisten Pool frueh zu Bett gehen.&lt;br /&gt;Immerhin hatten wir uns mit unserem Guide fuer 6 Uhr am naechsten Morgen verabredet.&lt;br /&gt;So standen wir wie schon am tag zuvor um 5 auf, sprangen zum Aufwachen nocheinmal in den Pool, fruehstueckten unser gewohntes Toni-Marmeladen-Pan-Fruehstueck und fanden uns puenktlich um 6 am verabredeten Treffpunkt ein. Wie in Ecuador ueblich war unser Fuehrer natuerlich erst um viertel vor Sieben anwesend, woraufhin wir aber zuegig loswanderten. Schliesslich hatten wir dem Jungen versprochen, Mittags wieder zurueck zu sein. So ging es durch tiefsten Matsch in geliehenen Gummistiefeln an der Oelpipeline vorbei in den Dschungel hinein.&lt;br /&gt;Zwar war auf unserer Hoehe von 1800 Metern noch nicht von richtige, Dschungel zu sprechen, den man sich als Mitteleuropaeer so vorstellt, aber was Matschaufkommen und Luftfeuchtigkeit anging, machte der Weg seinem Namen alle Ehre.&lt;br /&gt;Nach zweieinhalb anstrengenden Stunden Matschwanderung, die zu allem Ueberfluss auch noch hauptsaechlich bergauf ging, hatten wir dann endlich unser Ziel erreicht. Eine weite, feuchte Ebene lag vor uns, nur mit Moos, Flechten und einigen niedrigen Straeuchern bewachsen. Das sei der Ausbruch von 2005, meinte Flo zu uns. Weiter ging der Weg durch die wie verzaubert daliegende, nebelverhangene Landschaft, in der mit Tau behangene Spinnennetze in den Straeuchern glaenzten.&lt;br /&gt;Vollkommene Stille lag ueber dem gesamten Bild, dass ich mir wie in einem Maerchen vorkam.&lt;br /&gt;Nach einer weiteren kurzen Wanderung durch diese Landschaft, deutete Flo auf einmal nach vorne und erklaerte: „Das sind die Reste des Ausbruchs vom letzten August!“&lt;br /&gt;Vor uns lagen riesige Steinhaufen, still und scharfkantig. Mit einem Grinsen ueber unsere Gesichter begann Flo den Aufstieg des naechsten der 15 Meter hohen Steinhaufen und rasch ueberwanden wir unser Staunen und folgten ihm hinauf. Die unbequeme Kletterei ueber scharfkantige Steine, die sich bei jedem Tritt zu loesen schienen lohnte sich jedoch, als wir oben ankamen. Um uns herum nur Nebel und die dunklen, chaotisch uebereinander geworfenen Steine kam ich mir vor, wie am Ende der Welt. Dampfend breitete sich soweit der Nebel es zuliess nichts als schwarzer Stein aus, kein Felckchen Gruen dazwischen. Aus allen Spalten der Gesteinshaufen erhob sich kraueselnd heisser Dampf. Selbst jetzt, acht Monate spaeter, waren die Steine im Innern dieser Haufen noch heiss genug, um das Regenwasser verdampfen zu lassen.&lt;br /&gt;Uns genuesslich in den heissen Dampf setzend verzehrten wir die mitgebrachte Zwischenmahlzeit und unterhielten uns ueber den Vulkan und seine Ausbrueche. Der einzige Wermutstropfen der Wanderung war, dass aufgrund all des Nebels keine Spur vom Vulkan selbst zu sehen war. Doch so hatten wir immerhin die geheimnisvolle Landschaft um uns herum, die sich unseren Fuehere auf dem Rueckweg sogar kurz verirren liess. In all dem Nebel und der ueberall gleich aussehenden Landschatf verloren wir alle kurz unsere Orientierung, fanden dann aber schnell wieder auf den richtigen Weg zurueck und betraten einmal mehr den Dschungel.&lt;br /&gt;Der Rueckweg war deutlich leichter, weil immerhin hauptsaechlich bergab, auch wenn Flo auf einmal eine Verfolgungsjagd starten zu muessen meinte, die mit einem verdrehten Fuss meinerseits endete. Endlich kamen wir wieder am Hostal an, alle vollkommen verdreckt und erschoepft, aber sehr zufrieden mit dem Ausflug. Mit einem Blick auf die Uhr bestaetigte sich auch unsere Selbsteinschaetzung, denn wir hatten die siebenstuendige Wanderung in nur Fuenf geschafft. &lt;br /&gt;So konnten wir uns beruhigt in den Bus nach Hause setzen, der mich sogar angenehmerweise nicht erst im Sueden Quitos absetzte, sondern schon im Nachbarort Cumbaya...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS: Fotos sind oben...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-4370911785410972241?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/4370911785410972241/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=4370911785410972241' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/4370911785410972241'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/4370911785410972241'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2009/03/dschungeltour-mit-den-primitas-oder-der.html' title='Dschungeltour mit den Primitas oder Der höchste Wasserfall Ecuadors'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-2664577935536228901</id><published>2009-03-11T22:42:00.001+01:00</published><updated>2009-03-12T01:25:45.498+01:00</updated><title type='text'>Cotopaxitour mit den Volunteers</title><content type='html'>Gina hatte es angekündigt und so setzten wir es auch vergangenes Wochenende in die Tat um. Ein Besuch des Cotopaxi, höchster Vulkan der Welt, stand für alle Freiwilligen auf dem Plan. So fiel auch der ursprüngliche Besuch der Kleinstadt Guaranda in der Provinz Bolivar für mich flach, auch wenn es mir im Nachhinein nicht Leid darum tut.&lt;br /&gt;Um fünf Uhr morgens aufgestanden sammelte ich auf dem Weg nach Quito noch sämtliche Freiwilligen aus „Los Valles“ ein und so fanden wir uns einsam weil pünktlich um sieben Uhr morgens am vereinbarten Punkt in Quito ein. Nachdem auch der Rest der Versammlung aus alten (seit August/September), neuen (seit Januar) und vollkommen unbekannten (seit ???) Vols angekommen war, ging es nach kurzer Ansprache des unsympathischen Guides im gemieteten Bus und Jeep auf in den Cotopaxi-Nationalpark.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Fahrt dauerte geschlagene drei Stunden, inklusive Aufladen der Fahrräder und Zwischenstopp am Eingang des Nationalparks. Nach einem Halt in einem winzigen Museum und der lang bekannten Erklärung über die Straße der Vulkane und Flora und Fauna der Sierra, kamen wir aber schließlich – endlich – in der Hochebene des Cotopaxi an. Ein riesiges Plateau, vollkommen karg, von etwas Steppengras und kleinen Blümchen abgesehen, erstreckte sich um uns herum, während der gigantische Cotopaxi sich neben uns erheben... Sollte.&lt;br /&gt;Leider war nur eine Flanke des Vulkanes durch die Wolken zu sehen, welche sich wie um uns zu ärgern nur um den Berg herum zusammen gezogen hatten. Schnell ein paar Fotos geknipst und mal wieder bereut, keine Panoramafotos schießen zu können, dann ging es weiter, immer hinauf den Berg, bis kein Weg mehr für den Bus war. &lt;br /&gt;Von dort ab hieß es laufen, unangenehme 300 Höhenmeter durch lockeres Gestein und sandigen Untergrund, dass man sich vorkam, als würde man mit jedem Schritt nach vorn zwei zurückrutschen. Doch schließlich hatten wir es alle geschafft, weniger angestrengt als angenommen nahmen wir von den 4800 Metern Höhe des Refugiums noch einmal weitere 100 in Kauf, um endlich Schnee berühren zu können.&lt;br /&gt;Schnee!&lt;br /&gt;Das erste Mal in Ecuador, wieder Kälte fühlen, wie sie sich gehört!&lt;br /&gt; Schon bald flogen die ersten Schneebälle, wurden Schneemännchen gebaut und die Engel aus der Kindheit in den Schnee gemalt...&lt;br /&gt;Man kann sich als Deutscher kaum vorstellen, wie man so viel Spaß im Schnee haben kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Glücklich über die kalte Erfahrung fanden wir uns bald wieder beim Mittagessen ein, alles in allem ein großes Buffet aus Brot, ecuadorianischem Käse und Guacamole, dazu einige Kekse und von allem so viel wie man essen konnte. Gesättigt machten wir uns schließlich wieder an den Abstieg zum Bus, wo schon die Fahrräder auf uns warteten um den aufregenden Teil des Nachmittags zu beginnen.&lt;br /&gt;Dürftige Bauarbeiterhelme auf dem Schädel, bretterten wir hinter dem Guide den Berg hinunter, wobei Schlaglöcher, Wellen und Sandlachen die Abfahrt interessanter machten. Mit Adrenalin vollgepumpt und einem zerstörten Reifen am Fahrrad kam ich unten an, nach kurzem Warten auf den Rest der Gruppe, der die Aussicht dem Adrenalin vorzog und einem Reifenwechsel fuhren wir bis ganz aus dem Nationalpark hinaus, wobei zwischendurch eine Herde Wildpferde unseren Weg kreuzte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Verladen der Bikes machten wir uns mehr oder weniger erschöpft im Bus auf die Rückreise nach Quito, wobei uns der versprochene Schokoladenkuchen jedoch versagt blieb. Unterwegs hatte ich noch die Möglichkeit mein nie vorhandenes Italienisch nochmal aufzufrischen, während ich mich mit den beiden Italienerinnen unterhielt, die irgendwie über den ICYE noch zu uns gestoßen waren.&lt;br /&gt;Fazit: Gletscherbedeckte Vulkane sind was Tolles und Italienisch = Spanisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS: Bilder der letzten Ausfluege stehen auf Picasa&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-2664577935536228901?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/2664577935536228901/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=2664577935536228901' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/2664577935536228901'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/2664577935536228901'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2009/03/cotopaxitour-mit-den-volunteers.html' title='Cotopaxitour mit den Volunteers'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-6607421251844952754</id><published>2009-03-11T00:25:00.002+01:00</published><updated>2009-03-11T00:32:02.386+01:00</updated><title type='text'>Die Jadelagune von Quilotoa</title><content type='html'>Kaum zurück in Quito angekommen, lud mich Paul auch schon fürs folgende Wochenende ein. Es sollte in die Indígena-Kommune Peribuela gehen, ein ganzes Stück im Norden von Quito, wo Pauls Chef Stuart ein Wiederaufforstungsprojekt leitet.&lt;br /&gt;Stuart, ein 36jähriger Engländer, der, aus dem Modebusiness kommend, die Ruhe und einfache Arbeit auf einer ecuadorianischen Farm vorzieht, hat sich zum erklärten Ziel gemacht, in seinem Leben 100.000 Bäume zu pflanzen. Davon ist er zwar momentan mit 2500 Bäumen noch recht weit entfernt, aber man hilft ja wo man kann...&lt;br /&gt;Also traf ich pünktlich zum Wochenende auf der Farm ein und nach kurzer Aushilfe im Gemüsegarten der Freiwilligen, machten Paul, Stuart und ich uns auf den Weg nach Peribuela, 630 in der Baumschule großgezogene Bäumchen im Gepäck. Nach drei Stunden wackliger Fahrt auf der Ladefläche eines Pickups zwischen hunderten kleiner Bäume und einem Zwischenstop in Cotacachi, kamen wir auch irgendwann im Gemeindehaus der Communa an. Hier begrüßte uns schon bald der alte Geronimo, seines Zeichens Organisator der Leute aus der Kommune, welche uns beim Pflanzen helfen sollten.&lt;br /&gt;Mit deren Hilfe brachten wir am nächsten Tag nach einer angenehmen Nacht in den Betten des Gemeindehauses und dem leckeren Essen von Lola, Geronimos Frau, alle mitgebrachten Bäume in die Erde und ich kann jetzt stolz von mir behaupten, eigenhändig 81 Bäume gepflanzt zu haben. Zwar wurden die vorgesehen Löcher für die Bäume von den 12 Gemeindemitgliedern gegraben, welche uns vorausgingen, aber irgendjemand muss ja auch fürs Pflanzen zuständig sein.&lt;br /&gt;Zufrieden, wenn auch sonnenverbrannt und kaputt aßen wir noch mit der Gemeinde zu Mittag, bevor wir unsere weiteren Reisepläne in die Tat umsetzten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Comunas en Ecuador: Sind teilweise vom Staat unabhaengig. Das liegt daran, dass die von Indìgenas dominierten Gemeinden sich selbst verwalten wollen und im Zuge der Landaufteilung ohnehin in den Besitz einen Grossteils des Landes gekommen sind, das zuvor den reichen Grossgrundbesitzern zugesprochen war. Aus dieser selbststaendigen Verwaltung geht die Steuerfreiheit der Kommunen hervor, was auf der anderen Seite eine nur aeuerst geringe Unterstuetzung bei oeffentlichen Projekten zur Folge hat. So muss die Gemeinde beispielsweise alle Materialien fuer den Strassenbau selbst kaufen und erhaelt nur geringe Unterstuetzung des Staates.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn die beiden Engländerinnen, mit denen Paul und ich auch schon in Loja unterwegs gewesen waren, hatten uns eingeladen, mit ihnen eine Tour durch die Provinz Cotopaxi zu machen und die Lagune Quilotoa zu besichtigen. Also ging es mit der Schwedin Elin im Gepäck auf in den Bus nach Quito, und von dort weiter nach Latacunga, der Hauptstadt der Provinz Cotopaxi.&lt;br /&gt;Am Morgen hatten wir noch in größter Hitze Bäume gepflanzt und kamen noch am selben Abend reichlich erschöpft im eisigen Latacunga an. Glücklicherweise hatten Safran und Lottie schon ein hervorragendes Hotel ausfindig gemacht, wo wir für $7 eine Juniorsuite zu dritt belegen und deren Badezimmer als Tanzsaal benutzen konnten. Trotz der komfortablen Unterkunft luden wir nur unser Gepäck ab, tauschten kurz Neuigkeiten mit den beiden Mädels aus und dann ging es zum Essen in die nächste Pizzeria.&lt;br /&gt;Nach dem sättigenden, europäischen Essen mussten wir uns für diesen Abend leider von Elin verabschieden, die sich mit Kopfschmerzen und Fieber ins Bett verabschiedete. Zu viert suchten wir noch eine Bar auf, wobei sich Latacunga jedoch als ziemliche Enttäuschung erwies. Außer der typisch ecuadoriansichen Salsa-Reggaeton-Tanzbar war nichts aufzufinden. Zwar bekamen wir auf der Suche noch eine Einladung für eine billige Absteige in der schlechte Livemusik gespielt wurde, das mussten wir jedoch dankend ablehnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag ging es früh im Bus nach Zumbahua, dem kleinen Dorf, welches am nächsten an der Kraterlagunge Quilotoa liegt. Diese Lagune ist in ganz Ecuador für ihre jadegrüne Farbe berühhmt und zählt zu den schönsten von ganz Ecuador. Nach der zweistündigen Busfahrt nach Zumbahua stiegen wir ins gemietete Camioneta um, das uns rasch zur Lagune fuhr. Unterwegs gab es ein kurzes Fotoshooting in der zerklüfteten Canyonlandschaft, bevor wir den Kraterrand erreichten.&lt;br /&gt;Einige hundert Meter unter uns breitete sich die grünglänzende Lagune, wie ein gigantischer Jadekristall aus. Während zwei der Mädels beschlossen, die Aussicht von oben zu genießen, machten Safran, Paul und ich uns an den Absttieg bis hinunter zum See. Hatten wir oben am Kraterrand sogar noch mit Winterjacke und Handschuhen gefroren, wurde es zunehmend wärmer, bis wir am Wasser sommerliche Temperaturen spürten. Rasch zogen Paul und ich uns um und sprangen in das eisige, schwefelhaltige Wasser der Lagune. Nach dieser Abkühlung und dem Verzehr des mitgebrachten Brotes fühlten wir uns gestärkt genug, den Aufstieg von etwa 300 Höhenmetern in Angriff zu nehmen. Paul immer vorweg kamen wir schließlich keuchend und schwitzend wieder oben an und begannen im eisigen Höhenwind sofort zu zittern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rasch hüllten wir uns in die dicke Kleidung, schwangen uns auf die Ladefläche des wartenden Pickup und erreichten rasch den Ausgangspunkt Zumbahua. Rasch fanden sich einige freundliche LKW-Fahrer, welche uns bis nach Latacunga brachten. Von hier ging es im nächsten Bus zurück nach Quito und in die Heimat...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-6607421251844952754?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/6607421251844952754/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=6607421251844952754' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/6607421251844952754'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/6607421251844952754'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2009/03/die-jadelagune-von-quilotoa.html' title='Die Jadelagune von Quilotoa'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-6049227770413872450</id><published>2009-03-03T19:46:00.000+01:00</published><updated>2009-03-03T19:47:41.386+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Karneval in Ecuador – bedeutete für Paul und mich weniger Wasser in den Stiefeln und Hühnerscheiße auf dem Kopf (wie ein ecuadorianisches Sprichwort besagt), als vielmehr ein verlängertes Wochenende mit vier freien Tagen zum Reisen.&lt;br /&gt;War unser Plan zunächst noch gewesen, die Karnevalsfeiern in Ambato oder Latacunga zu begehen und uns die „Fiestas de frutas y flores“ in Ambato anzuschauen, schwenkten wir dann doch noch auf eine Reise in den tiefsten Süden Ecuadors um.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von unserem Reiseführer neugierig gemacht, der mit Sprüchen wie „Allein für diese Landschaft könnte sich für so manchen der Flug nach Ecuador gelohnt haben“ in den Süden lockte, wollte wir die langen Feiertage für die noch längere Reise in die Südprovinz Loja wagen.&lt;br /&gt;So ging es dann trotz zahlreicher Routenschließungen aufgrund anhaltender Regenfälle am Freitag Abend im guten alten Panamericanabus auf nach Loja.&lt;br /&gt;Auch wenn hin und wieder kurze Straßensperrungen auftraten, da Erdrutsche beseitigt werden mussten, kamen wir mit nur einer Stunde Verspätung am nächsten Tag in der Provinzhauptstadt Loja an. Da wir noch auf zwei Engländerinnen warten wollten, die Paul auf der Farm kennengelernt hatte und sich ebenfalls im südlichen Bereich Ecuadors umschauen wollten, nutzten wir die Zeit bis zu ihrer Ankunft für eine Stadtbesichtigung – gut -  und einen Kaffee – schlecht- .&lt;br /&gt;Die Stadt Loja, welche schon auf der Busfahrt von heimkehrenden Einwohnern als „schön wie Cuenca“ gelobt wurde, hatte tatsächlich mit einigen schönen Parks und Kirchen aufzuwarten, wenn auch die Restaurierung der Häuser bei weitem nicht so großflächig durchgeführt wurde, wie in Cuenca.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem mehr oder weniger reichhaltigen Mittagessen wollten wir noch den  botanischen Garten von Loja besuchen, stiegen ins Taxi ein, unterhielten uns auf der Fahrt kurz mit dem Fahrer über den botanischen Garten und ... Mussten am Ziel feststellen, dass geschlossen war. Wäre natürlich zu einfach gewesen, uns davon bei Fahrtbeginn in Kenntnis zu setzen, aber dann hätte man ja auch ein Geld mehr verdient.&lt;br /&gt;Also nahmen wir den Fußweg zurück und trafen schließlich die Mädels am Busterminal, um uns gleich auf die Weiterreise nach Vilcabamba zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Vilcabamba: Das Tal der Langlebigen, wie es in Ecuador auch genannt wird, liegt nur einige Dutzend Kilometer von der peruanischen Grenze entfernt und ist für sein mildes Klima und die spektakuläre Andenlandschaft der Umgebung bei Touristen beliebt. Zudem hat das kleine Städtchen mit Einwohnern von ungewöhnlich hohem Alter aufzuwarten, wobei das Rekordalter von 128 Jahren erreicht wurde. Neben diesen Fakten und freundlichen Einwohnern, hat Vilcabamba aber recht wenig zu bieten, sieht man mal von der nicht alten aber schön hergerichteten Kirche im Ortskern ab.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier mussten wir zunächst zu unserem Entsetzen feststellen, dass der billigste Raum zum Übernachten gute $12 kosten sollte, konnten dann aber schließlich unter Mithilfe einiger freundlicher Holländer doch noch einen für $5 ergattern. Entgegen unserer Vermutung, in Loja weitgehend vom allgemeinen Karnevalstourismus verschont zu bleiben, trafen wir hier Gringos an jeder Ecke und mussten uns vollkommen durchnässt und mit farbigem Schaum besprüht mit einem Essen an einem Straßenstand zufriedengeben.&lt;br /&gt;Entgegen der Befürchtung war das Essen aber wirklich lecker, wenn auch teuer, und ließ auch keinen von uns den Rest des Abends auf der Toilette verbringen. Ganz im Gegensatz wurden Abends noch die Kings-Karten ausgepackt und einige Bier vernichtet, bevor es zu Bett ging.&lt;br /&gt;Und am nächsten Morgen war mir auch klar, warum unsere Unterbringung so billig gewesen war.&lt;br /&gt;Denn genau über meiner  - natürlich offenen – Tasche, hatte die Decke ein Loch und es hatte reingeregnet, so dass ich morgens um 7 Uhr quer durch Vilcabamba stiefeln durfte, um meine gesamte Wäsche für eine Stunde in den Trockner schmeißen zu können.&lt;br /&gt;Einigermaßen genervt von diesem Zwischenfall besuchten wir noch die Kirche des Ortes, wobei das einzig Erwähnenswerte jedoch der halbfanatische Alte war, der uns einiges über die Heiligen des Ortes und ihre Verehrung erzählte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kaum war die Wäsche getrocknet und der Alte abgewimmelt, machten wir uns auch wieder auf den Rückweg nach Loja, um von dort nach Zamora weiter zu reisen. Zamora, Hauptstadt der Provinz Zamora-Chinchipe, lockte mit dem Nationalpark Podocarpus und so machten wir uns auf die zweistündige Bustour.&lt;br /&gt;Angekommen informierten wir uns kurz über den Weg in den Nationalpark, suchten ein Hostal und aßen in einem sehr weißen Lokal zu Abend, wobei unser Essen jedoch nicht in diesem Restaurant zubereitet, sondern aus Anderen importiert wurde. Belustigt sahen wir also die Besitzerin mit den Essensboxen zur Tür hereinkommen, hinterm Tresen verschwinden und nach einigen Sekunden auf wundersame Art mit unserem Essen wieder auftauchen.&lt;br /&gt;Gesättigt und zufrieden ging es zeitig ins Bett, um am nächsten Morgen früh in den Nationalpark zu fahren. Schnell war ein Pick-Up gefunden, der uns günstig hinfuhr und wieder abholte. Vor Ort konnten wir dem Parkwärter gekonnt glauben machen, wir wären alle Studenten in Ecuador und hätten damit die $2 für Ecuadorianer und nicht die $10 für Ausländer als Eintrittsgebühr zu bezahlen. Ein Glück, denn ich hatte glatt meinen Censo im Hotel vergessen und wäre damit wohl kaum billiger reingekommen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Censo: Der Censo, als „ecuadorianischer Personalausweis für Ausländer“ wird nur bei längerem Aufenthalt in festem Wohnsitz ausgestellt. Mit diesem ist man für alle Belange als Ecuadorianer zu behandeln, was sich bei uns hauptsächlich in Eintrittspreisen für touristische Plätze niederschlägt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir genossen den Tag in freier Natur mit großen Schmetterlingen, Wasserfällen und dem 800 Meter weiten Aufstieg auf einen Aussichtspunkt, wobei die Steigung geschätzte 45 Grad betrug und ich mich dank meiner profillosen Schuhe mehr als einmal im Schlamm wälzte.&lt;br /&gt;Doch der Schlamm ließ sich in den Wasserfällen wieder gut abwaschen und so ging es mehr oder weniger sauber wieder zurück ins Hotel, um zu duschen und sich an die Weiterreise zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn für Paul und mich stand noch der Besuch von Zaruma auf dem Plan, der größten Goldförderstadt von Ecuador, während sich die beiden Engländerinnen auf den Weg nach Cuenca machen wollten.&lt;br /&gt;So trennten wir uns am Terminal von Loja und kamen alleine zu zweit abends in Zaruma an. &lt;br /&gt;Dazwischen lag  jedoch die abenteuerlichste Busfahrt meiner gesamten Ecuadorreise. Denn die Verbindungsstraße aus der im Hochland gelegenen Stadt Loja und der auf der andren Seite der Anden gelegenen Stadt Zaruma ist alles andere als gut ausgebaut. Die durch die andauernde Regenfälle noch weiter verschlechterte Straße war teilweise zu schmal, um zwei Fahrzeuge nebeneinander durchzulassen.&lt;br /&gt;Auch hatte man in so mancher Kurve den Eindruck, als würde ein Rad in der Luft schweben und die restlichen nur von dem zähen Schlamm auf der Straße in der Spur gehalten. Nach sechs Stunden zähem Vorankommen, wobei selbst die eine oder andere Bachdurchquerung ohne Brücke mit dabei war, erreichten unser Ziel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Zaruma: Die Goldgräberstadt im südlichen Teil Ecuadors kann mit einer langen Tradition der Schürferei aufwarten. Die älteste Mine wurde schon im 16. Jhd. von den Spaniern ausgebeutet und selbst die zuvor hier ansässigen Canari-Indianer sammelten das gelbe Metall schon aus den Flussläufen. Doch auch wenn Zaruma heute dank der Goldvorkommen eine reiche Stadt ist, hat der begehrte Stoff nicht nur Gutes mit sich gebracht.&lt;br /&gt;So verpflichteten die Spanier alle arbeitsfähigen Indigenas der Region zur Arbeit in den Minen, wobei die Lebenserwartung eines Minenarbeiters damals jedoch nicht bei mehr als 5 Jahren lag. Die aussichtslose Lage der Indigenas, sowie die brutale Ausbeutung und an Sklaverei erinnernde Haltung der Arbeiter durch die Spanier führte nach einiger Zeit zu kollektiven Selbstmorden von bis zu 100 Arbeitern in den Minen und der Abtreibung sämtlicher Kinder durch die Indigenafrauen. Während der spanischen Herrschaft über diese Region wurde so die gesamte ursprüngliche Bevölkerung ausgelöscht – Schätzungen gehen von einer Zahl von etwa 30.000 Menschen aus – und damit auch die Grundlage für die vollkommen weiße, heutige Bevölkerung der Region gelegt.&lt;br /&gt;Diese fördert weiterhin das Gold aus den reichhaltigen Adern der Berge, wobei sich das Stollennetz mittlerweile über 12 Ebenen mit jeweils 30 Metern Abstand voneinander unter der ganzen Stadt und Umgebung erstreckt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Zaruma waren wir beide vollkommen begeistert vom Stadtbild und wanderten einige Zeit durch die architektonisch sehr schöne Goldgräberstadt, der man ihren Reichtum anmerkte. Besonders interessant waren die Holzarbeiten der Stadt. Sowohl die tragenden Säulen der Hausbalkone, als auch die systematisch verschachtelten Türen sind aus einem lokalen Holz gemacht, das sehr interessant bearbeitet und bemalt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den nächsten Morgen nutzten wir für den touristischen Rundgang in Zaruma und Umgebung, besichtigten mit dem hervorragenden Tourismusbeauftragten der Stadt eine Goldmine und bekamen dabei noch einen Haufen Informationen über Stadt, Umgebung und Geschichte zugeliefert, machten im Anschluss eine Tour zum 120 Meter hohen Wasserfall von Guaiquichuma und besuchten die Süßigkeiten herstellenden Dona Clemé.&lt;br /&gt;Während der ganzen Reise mussten wir feststellen, dass die Karnevalszeit nicht gerade touristenfreundlich ist. Nicht nur, dass es keine öffentlichen Verkehrsmittel gab, wurde auch rücksichtslos ausgenutzt, dass die zwei Gringos auf den angehaltenen Caionetas auf der Ladefläche mitfuhren. Immer wieder kamen Wasserbomben geflogen, wurde mit dem Schlauch der Pick-Up samt Passagieren gewaschen und wurden ganze Wassereimer über unseren Köpfen ausgeleert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch die Ziele waren diese Unannehmlichkeiten allemal wert. Der beeindruckende Wasserfall mit dem unaussprechlichen Namen, der uns am Ziel von drei verschiedenen Mitfahrgelegenheiten und einem gecharterten Camioneta erwartete machte einen schier atemberaubenden Eindruck.&lt;br /&gt;Die anschließend besuchte Süßigkeitenherstellung machte dagegen zwar nicht so viel her, hatte dafür aber mit gutem Geschmack und leckerem Kaffee aufzuwarten.&lt;br /&gt;Nach diesem guten Tag war es auch nur halb so schlimm, dass wir keinen Direktbus aus Zaruma zurück nach Quito fanden, sondern über die Küstenstadt Machala zurückkehren mussten. Hier hatten wir dann aber auch einen recht gut ausgestatteten Bus zur Hälfte für uns allein und so kamen wir recht ausgeruht am nächsten Tag pünktlich in der Heimat an...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-6049227770413872450?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/6049227770413872450/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=6049227770413872450' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/6049227770413872450'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/6049227770413872450'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2009/03/karneval-in-ecuador-bedeutete-fur-paul.html' title=''/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-3217131691209306125</id><published>2009-02-10T23:18:00.000+01:00</published><updated>2009-02-10T23:25:26.243+01:00</updated><title type='text'>Nachruf</title><content type='html'>Wie ich vor kurzem erfahren habe, ist mein ehemaliger Mathematik- und Sozialwissenschaftslehrer Herr Frontzek nach kurzer und schwerer Krankheit verstorben.&lt;br /&gt;Ich habe ihn während meiner Schulzeit als äußerst menschlichen, ehrlichen und direkten Lehrer kennen gelernt, der es als erster geschafft hat, mir die Mathematik verständlich zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In tiefstem Bedauern, meinen Besuch bei ihm nach Abschluss meines Jahres nicht wahr machen zu können und in Beileid mit den Hinterbliebenen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kai Hasenclever&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ecuador, Dienstag 10.02.09&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-3217131691209306125?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/3217131691209306125/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=3217131691209306125' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/3217131691209306125'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/3217131691209306125'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2009/02/nachruf.html' title='Nachruf'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-2660888852418737265</id><published>2009-02-10T22:56:00.001+01:00</published><updated>2009-02-10T22:56:59.276+01:00</updated><title type='text'>Von Seminaren und Wasserfällen</title><content type='html'>Nachdem unsere Halbzeit hier in Ecuador verstrichen war und die Rückkehr beängstigend bewusst wurde, stand natürlich auch das allseits sehnsüchtig erwartete Midterm Camp an.&lt;br /&gt;Dazu versammelten wir uns mit sämtlichen Volunteers im christlichen Seminarhaus nicht weit von Lumbisi entfernt und besprachen über einige Tage hinweg die schon von anderen Seminaren hinlänglich bekannten Themen Volunteering, intercultural learning und den ganzen Rest.&lt;br /&gt;Immerhin schaffte es Gina aus diesen Themen noch das letzte Rest Interessantes herauszuholen, so dass die Zeit doch schneller verstrich, als zunächst befürchtet.&lt;br /&gt;Sogar einige interessante Icebreaker kamen vor, was in Ergänzung mit abendlichen „Blackstories“ für Abwechslung sorgte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Anschluss an das Seminar fassten Paul und ich die kurzfristige Entscheidung nach „Banos de Agua Santa“ zu fahren, einen der Tourismuswallfahrtsorte von Ecuador, da Jakob jedoch nach einer Automatenmisere nicht für Geldausgeben zu begeistern war, machte ich mich mit einem Haufen Farmarbeiter auf den Weg.&lt;br /&gt;Paul lud den Rest der Volunteers von seiner Farm in Tabacundo ein, so dass ich in den Genuss der Bekanntschaft von Shane, dem nuschelnden Iren und Elin, der Standardschwedin kam. Dazu noch den bekannten Alex im Schlepptau ging es dann auch frühmorgens in den Bus nach Banos und entspannte 4 Stunden später kamen wir in „Gringobamba“ an.&lt;br /&gt;Hier erwarteten uns schon am Busterminal ein Haufen von Hostalschleppern, die sich gegenseitig in günstigen Preisen überboten, um uns anschließend in Zimmer mit Doppelbetten einquartieren zu wollen. Nachdem der Preis bei Bestehen auf ein Bett pro Person um mehr als das Doppelte an stieg, suchten wir auf eigene Faust und wurden schließlich gut, günstig und mit getrennten Schlafplätzen fündig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem kurzen Ausflug zu den heißen Quellen von „El Salado“, die jedoch leider schon geschlossen waren, tranken wir Zuckerrohrsaft (nicht so süß, wie man denkt) und machten uns auf den Aussichtspunkt „Mirador de la Virgen“ (nicht so nah, wie man denkt), wobei die Farm mit Ausnahme von Paul jedoch schwächelte und das Bier in Banos vorzog.&lt;br /&gt;Nach 750 Stufen Aufstieg kamen wir zwei recht mitgenommen oben an, mussten zu unserem Pech feststellen, dass der Übergang zum Mirador selbst abgerissen worden war, konnten zu unserem Glück dann aber die Distanz springend überwinden und den wunderbaren Blick auf Banos genießen.&lt;br /&gt;Abends trafen wir dann ein Rudel Engländer und Pete, einen Amerikaner, der schon seit Jahren in Ecuador lebt und eine ähnliche organische Farm betreibt, wie die, auf der Paul arbeitet. Kurzerhand lud uns Pete ein, am kommenden Wochenende beim Pflanzen von Kaffeebäumen zu helfen, was wohl auch wahrgenommen wird.&lt;br /&gt;Mit den Engländern  - der englische Akzent ist ja SO köstlich – wurden dann die Abende feiernd in der Disko verbracht, während wir den Samstag der „Ruta de Cascadas“ widmeten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Ruta beinhaltet die meisten Wasserfälle auf kurzer Distanz und führt von dem, noch in der Sierra gelegenen Banos bis hinab nach Puyo, was schon im Oriente liegt. Wir legten jedoch nur einen Teil der Strecke mit Fahrrädern zurück, besichtigten 6 verschiedene Wasserfälle, von denen der letzte „Pailon del Diablo“, der touristisch am besten aufbereitete und spektakulärste war.&lt;br /&gt;Die „Pfanne des Teufels“ konnte nämlich von verschiedenen, in die, den Wasserfall umgebende Felswand geschlagenen Balkonen besichtigt werden, von denen einer sogar direkt hinter der Cascada angelegt war. So war sogar ein Bad in den herabstürzenden Wassermassen möglich, auch wenn das nur im Spritzwasser zu realisieren war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sonntag morgen wurde noch die Basilika von Banos besucht, welche jedoch nicht sonderlich spektakulär war, wenn man von den ausgestellten Geschenken an die Jungfrau Maria absieht. Hier fanden sich von Hochzeitskleidern über ausgestopfte Tiere, von Uniformen bis zu alten Grammophonen so ziemlich alle vorstellbaren Geschenke.&lt;br /&gt;Getrennt ging es dann nach einem billigen ecuadorianischen Standardessen wieder heim nach Quito, wo ich gleich wieder von Kindergeschrei und – was Wunder – Reis und Hähnchen begrüßt wurde...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-2660888852418737265?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/2660888852418737265/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=2660888852418737265' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/2660888852418737265'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/2660888852418737265'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2009/02/von-seminaren-und-wasserfallen.html' title='Von Seminaren und Wasserfällen'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-3955443224642257304</id><published>2009-01-14T22:46:00.001+01:00</published><updated>2009-01-14T22:47:44.145+01:00</updated><title type='text'>Einsamer Reisebericht</title><content type='html'>Nachdem Paul sich am Abend der Ankunft in Guayaquil auch schon verabschiedete und nach erfolgter hostal-Suche in den Bus zurück nach Quito setzte, blieben mir noch einige Tage, um mir Guayaquil anzuschauen und noch einmal ins schöne Cuenca zurückzukehren. &lt;br /&gt;Doch schon die Suche nach einem guten und vor allem günstigen hostal in Guayaquil war schon ein Abenteuer. Zu zweit irrten wir eine Zeit lang durch die Straßen der größten Stadt Ecuadors, fanden jedoch im ganzen touristischen Viertel nur ein hostal im preislichen Rahmen, dass aber vom Zimmer her einiges zu wünschen übrig ließ.&lt;br /&gt;Ratlos fragten wir schließlich bei Passanten nach, die uns jedoch nicht helfen konnten, bis wir auf Felipe trafen. Felipe, Guayaquileno von geschätzten 60 Jahren und Sicherheitschef des Rathauses, lud uns kurzerhand ins Auto und brachte uns ins hostal gegenüber seines Hauses. Dort kam ich dann auch gut unter und Paul konnte sich unbesorgt auf den Heimweg machen.&lt;br /&gt;Den Abend verbrachte ich mit einigen Cervezitas bei Felipe und ließ mich touristisch beraten. Das Gespräch mündete aber schon bald in eine politische Diskussion, wobei mal wieder die Antipathie zwischen Guayaquil und dem Rest Ecuadors deutlich wurde. Abgeschlossen wurde der Abend mit der Einladung, doch am nächsten Tag im Rathaus vorbeizukommen, damit Felipe mir Guayaquil zeigen könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den nächsten Tag verbrachte ich trotz Einladung größtenteils allein und marschierte strammen Schrittes die Sehenswürdigkeiten Guayaquils ab. Persönliches Highlight definitiv „Las Penas“ und der „Parque Iguana“. Zunächst etwas unsicher, da doch viele Geschichten über die Sicherheitslage der Stadt die Runde machten, doch durch die vielen Sicherheitskräfte überall beruhigt, gab es viele Kirchen, den Zentralfriedhof, Malecón und das Künstlerviertel „Las Penas“ zu sehen, unterbrochen von historischen Denkmälern und dem Feuerwehrmuseum.&lt;br /&gt;Auch der „Palacio de Cristal“, erbaut von Gustave Eiffel höchstpersönlich, wurde besichtigt, konnte mich jedoch nicht allzu sehr begeistern.&lt;br /&gt;Als ich schließlich erschöpft von einem langen Besichtigungstag am Rathaus Felipe traf, hatte der jedoch wenig Mitleid mit mir und schickte mich in Begleitung eines seiner Sicherheitsmänner direkt weiter zu einem Museum. Angekommen wurde ich zunächst der Sicherheitschefin vorgestellt und bekam dann noch die persönliche Einzelführung auf Englisch vom angestellten Guayaquilhistoriker. Neben den Informationen über die Christianisierung Ecuadors bekam ich auch hier wieder Einblicke in den Widerstreit insbesondere zwischen Quito und Guayaquil, was besonders darin deutlich wurde, dass die Guayaquilenos den offiziellen Unabhängigkeitstag Ecuadors nicht anerkennen wollen.&lt;br /&gt;Begeistert von der Information, dass sein Name – Wilhelm – an zwei deutsche Kaiser angelehnt ist verabschiedete ich mich schließlich von meinem sympathischen Führer, der mir zwar unbewusst mehr über Ecuador beigebracht hatte, als über Geschichte, worüber ich aber auch ganz froh war.&lt;br /&gt;Am Abend ging es dann noch mit Felipe Essen, worauf auch schon der Abschied folgte, gepaart mit der Einladung, doch bald wieder nach Guayaquil zu kommen, am besten am Wochenende, damit er mir noch mehr seiner Heimatstadt zeigen könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag ging es für mich auch schon weiter nach Cuenca, wo ich das Wochenende in der Gesellschaft der zu den „fiestas de Cuenca“ kennengelernten Ecuadorianern verbrachte. Aueßrdem holte ich die Stadtrundfahrt im kabelgefährdeten Touribus nach und besuchte den „mirador“, also den Aussichtspunkt Cuencas. Von dort gab es die ganze schöne und an Spanien erinnernde Stadt von oben zu bewundern, das Bild immer geprägt von der gigantischen „catedral nuevo“, erbaut von – aufgepasst – einem Schwaben.&lt;br /&gt;Neben dem Besuch der heißen Quellen von Cuenca ging es zu den Cascadas von Girón, die doch um einiges beeindruckender waren, als die eher klein geratenen Wasserfälle in Mindo.&lt;br /&gt;Nach diesem Wochenende war aber auch genug mit der Reiserei und auch wenn ich die Reise ungern hinter mir ließ, war ich doch auch froh schließlich wieder daheim anzukommen, in einen geregelten Tagesablauf mit dem guten alten Colegio ohne aus der Reisetasche leben zu müssen...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-3955443224642257304?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/3955443224642257304/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=3955443224642257304' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/3955443224642257304'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/3955443224642257304'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2009/01/einsamer-reisebericht.html' title='Einsamer Reisebericht'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-681616828049514200</id><published>2009-01-13T20:12:00.002+01:00</published><updated>2009-01-20T00:25:26.184+01:00</updated><title type='text'>Shrimps in Kokossoße oder Einmal die ecuadorianische Küstenlinie runter</title><content type='html'>Lange geplant war es dann am Abend des zweiten Weihnachtstages soweit: Ich traf mich mit Paul in Quito, um den gebuchten Bus zum Strand zu nehmen und, beginnend mit der nördlichsten Küstenprovinz Ecuadors, Esmeraldas, die gesamte Küste zu erkunden.&lt;br /&gt;Das alles natürlich mit Backpackerbudget und nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Soweit der Plan kamen wir am nächsten Morgen auch schon in Atacames an. Die erste Fehlplanung der Reise wurde schon offenbar, als wir noch keine Stunde an der Küste waren: Busse nach Mompiche, unserem ersten Reiseziel fahren nur von der gleichnamigen Hauptstadt der Provinz Esmeraldas, nicht aber von Atacames aus... Also wieder ab in den Bus und die Stunde gegen die geplante Reiserichtung nach Norden gefahren. Dann aber kamen wir in Mompiche an...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auszüge aus dem Reisetagebuch:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Mompiche       27.12.08&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich! Zwei Wochen Strand, Urlaub und Meer mit Paul haben begonnen. Ich kann es immer noch nicht so richtig fassen, dass ich wenige Tage vor Sylvester am Strand in der Sonne liegen und im Meer baden kann.&lt;br /&gt;Zu allem Überfluss hatten wir hier in Mompiche auch noch richtiges Glück, weil wir gleich nach der Unterkunft von einem – zugegebenermaßen etwas schmierigen – Tourivermittler empfangen wurden und jetzt im dritten Stock eines strohgedeckten Bambushauses fünf Meter oberhalb der keine 50 Meter entfernten Wellen ein Heim mitsamt den obligatorischen Hängematten gefunden haben.&lt;br /&gt;Jetzt am Abend, nachdem im Meer schwimmen, Beachvolleyball spielen, Meeresfrüchte genießen und der Besuch einer einsamen Insel hinter uns liegen – das Aufschlagen und Austrinken einer eigenen Kokoskuss nicht zu vergessen – sitzen wir mit dem selbstgmixten Colabier auf der Terasse, während unter uns eine Strandparty ihren Lauf nimmt.&lt;br /&gt;Aus der benachbarten Cocktailbar schallt Salsa herüber, während einige Leute unweit des Meeres um das frisch entzündete Feuer tanzen...&lt;br /&gt;Unfassbar, ein toller Tag!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Esmeraldas (Smaragde): Nördlichste Küstenprovinz Ecuadors und gleichzeitig Heimat der höchsten Population von Schwarzen von ganz Ecuador. Als die ersten Sklavensegler vor der ecuadorianischen Küste kreuzten und einer von ihnen Schiffbruch erlitt, konnten sich nur einige der schwarzen Sklaven ans Ufer retten. &lt;br /&gt;Der Name Esmeraldas rührt übrigens nur von der schönen Grünfärbung des Meeres her, Edelsteine wurden hier noch keine gefunden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Chamanga – Pedernales – Cojimies    28.12.08&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder ohne Ende im Bus gesessen, dafür dann auch viel weniger erlebt als in Mompiche. Mit dem Bus raus aus Mompiche ging es nur auf die Hauptstraße, nach einstündigem Warten dann weiter nach Chamanga. Das ecuadorianische öffentliche Verkehrssystem hatte uns wieder...&lt;br /&gt;Warum über Chamanga nichts in unserem Reiseführer steht, wurde klar, als wir dort ankamen: Ein kleines, hässliches und Örtchen, dessen Strand wir nicht zu Gesicht bekamen, da wir uns unverzüglich in den Bus weiter nach Pedernales setzten.&lt;br /&gt;Doch auch dort war, selbst nach einem ausführlichen Stadtrundgang auf der Suche nach Essen, nichts ansehnliches zu finden, so dass wir uns nach kurzem Zwischenstopp in den für unser Budget zu teuren Cabanas „Coco Solo“ weiter nach Cojimies machten.&lt;br /&gt;Nach einigem Suchen in diesem touristisch überhaupt nicht erschlossenen Örtchen fanden wir schließlich auch ein günstiges und sauberes Hostal direkt am Strand. &lt;br /&gt;Der Strand hier ist sehr einsam, mit Muscheln bedeckt und ein wenig vermüllt.&lt;br /&gt;Da auch der Strand touristisch nichts zu bieten hatte, beschränkten Paul und ich uns auf im Meer baden und mit einem Einheimischen unterhalten.&lt;br /&gt;Einen spektakulären Sonnenuntergang, zahllose Mückenstiche und einige Runden Offiziersskat später, geht es jetzt wohl gleich ohne nächtliches Spektakel ins Bett...“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Verbindung zwischen Pedernales und Cojimies: Besteht mittlerweile in Form einer Schotterstraße. Befahren wird diese von kleinen Busetas, die starten, wenn sie voll sind, also etwa alle halbe Stunde. Verlangt wird Hitzebeständigkeit, Beschränkung auf minimalen Platz und Vertrauen in die Dachgepäckträger der scheinbar auch ohne Stoßdämpfer funktionierenden Busetas.&lt;br /&gt;Kostenpunkt: 2 Dollar.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Jama       29.12.08&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier sind wir im Wild-West-Städtchen Ecuadors. Da hatte unser Reiseführer gar nicht so unrecht mit seiner Beschreibung, denn das hitzebrütende kleine Nest im ecuadorianischen Nirgendwo hat definitiv was von der Vorstellung des Europäers eines amerikanischen Goldgräberstädtchens aus dem 18. Jahrhundert. Hölzerne Balustraden und staubige Straßen bestimmen das Bild, fehlen eigentlich nur die vorbeipreschenden Cowboys. Angekommen gegen Mittag wurden wir recht schnell einer Bleibe fündig. Im „hostal azul“ nicht weit vom zentralen Dorfplatz entfernt nahm uns die mamita nach anfänglicher Skepsis und dem Abschreckangebot von $ 20/Nacht auf. Jetzt zahlen wir doch nur 10.&lt;br /&gt;Die Habseligkeiten sicher im hostal untergebracht ging es im Mototaxi an den, mich persönlich an die Bretagne erinnernden Strand, der durch guten Wellengang und aufgewühltes Wasser glänzte. In abgelegenen, besonders in vollkommen untouristischen Gegenden ist es immer günstig, gab es – der Abwechslung halber – mal wieder Meeresfrüchte mit der obligatorischen Cerveza als Stärkung, nachdem wir den örtlichen Fischern dabei geholfen hatten, ihr Boot an Land zu ziehen.&lt;br /&gt;Einige Runden Offiziersskat später, sowie um die Erkenntnis reicher, das Partys das Reisen zerstören, geht es wohl gleich ins Bett – Mückenstiche bringen Glück!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Canoa       30.12.08&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Husten und Halsschmerzen im angehenden Surferparadies von Ecuador. So dramatisch krank bin ich dann doch nicht, aber ich hoffe, dass ich Sylvester doch noch genießen kann und morgen nicht flach liege.&lt;br /&gt;Die Surfer werden hier noch vermisst, nicht aber die surftauglichen Wellen. Ansonsten ist Canoa der touristischste Ort bislang, kommt aber atmosphärisch nicht ganz an Mompiche heran. Dafür ist es hier vielleicht ein wenig zu touristisch und nicht mehr authentisch genug. Zudem sind weder Strand noch Wasser allzu großartig und über unser hostal verliert man besser nicht viele Worte...“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Canoa: Das kleine Örtchen unweit der Bucht von Caraquez, steht im Ruf in einigen Jahren das neue Montanita Ecuadors zu sein. Übersetzt nimmt der Tourismus, insbesondere der Alternativ- und Surfertourimus dort stark zu, was sich zum einen in den gebauten hostals und zum anderen in den Preisen niederschlägt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„San Vicente – Bahía – Porto Viejo – Manta – Puerto Lopez  02.01.08&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rückblick:&lt;br /&gt;Aus Ermangelung an Zeit und dem, meine Motivation nicht unbedingt erhöhenden, sich verschlimmernden Husten nicht zu Schreiben gekommen, deshalb kurzer Rückblick auf die vergangenen Tage:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;31.12. Bahía de Caraquez&lt;br /&gt;Da mein Husten sich weiter verschlimmert hatte und der 31. für den Arztbesuch deutlich geeigneter schien, als der für die Weiterreise verplante 01. machten wir uns auf Krankenhaussuche im nicht allzu weit entfernten Bahía. Zwar sollte unser Hostalbesitzen in Canoa angeblich auch Arzt sein, war aber nicht aufzufinden und zudem wenig vertrauenerweckend.&lt;br /&gt;Angekommen in Bahía gab es dann die Gruppentherapie von 10 unbeschäftigten Notdienstärztinnen, die nach langer Diskussion, jedoch auch nur wieder beim Antibiotikum landeten.&lt;br /&gt;Ansonsten stellte sich im Tourbüro heraus, dass am 01. touristisch in Bahía nichts zu machen ist, also fielen die „Isla Corazón“ und eventuelles Schnorcheln auch flach.&lt;br /&gt;Der Sylvesterabend zurück in Canoa ließ deutlich zu wünschen übrig. Einige Leute auf der Straße, Feuer am Strand, jedoch wenig Party. So tranken wir uns das Ganze mit einigen Cocktails schön und pünktlich kurz vor Zwölf ging auch die Böllerei los, die anos viejos wurden verbrannt und drüber gehüpft.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ano viejo: Sowohl der Name für Sylvester, als auch für die Puppen aus Pappmaché, welche zum neuen Jahr gebastelt werden. Dieser Brauch stammt ursprünglich aus der Sierra, wird aber mittlerweile auch an der Küste praktiziert. So werden lebensgroße Puppen aus Papier und Kleidung gebaut, mit Kopf versehen und bekommen schließlich noch eine Tafel umgehangen, auf der einige Sprüche der betreffenden Person stehen.&lt;br /&gt;Sinn dieses Brauches ist nämlich, eine Person darzustellen, über die sich im vergangenen Jahr besonders viel geärgert wurde. Um 12 wird die Puppe dann symbolisch verbrannt, damit das selbe im neuen Jahr nicht nochmal passiert.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„01.01. Reisetag nach Puerto Lopez&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenig gibt es da zu berichten, außer, dass am 01. wenig Busse fahren. So kam es dann nach eklig versalzenen Panes de Yuca im ersten Bus zu einer $ 40 teuren Taxifahrt von Manta nach Puerto Lopez. Zum Ausgleich hatten wir immerhin die nette Gesellschaft von zwei Schweizerinnen, die jetzt hier im fantastischen hostal „Itâpoa“ gleich nebenan einquartiert sind.&lt;br /&gt;Abgesehen davon haben wir gestern wenig gemacht, außer anzukommen, was zu essen und uns in Puerto Lopez umzuschauen. Erste Preisveranschlagung für die „Isla de la Plata“ waren $ 40 + Nationalparkgebühr, laut Juliane, die wir noch am Strand trafen, liegt der Preis aber wohl bei $ 35 +  Gebühr.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Censo und Gebühren: Als Freiwillige mit einem Aufenthalt von einem ganzen Jahr haben wir ja das Glück, uns einen Censo ausstellen zu lassen, was nichts anderes ist, als ein euadorianischer Personalausweis für Ausländer. Dieses Dokument bescheinigt einen Wohnsitz in Ecuador und der Besitzer muss behandelt werden, wie ein Einwohner. Das schlägt sich insbesondere auf Eintrittsgebühren nieder. So bezahlten Paul und ich als Nationalparkeintritt für sowohl die “Isla de la Plata” als auch den restlichen Park am Festland $ 5, während die Schweizerinnen nur für den Festlandeintritt jeweils $ 12 bezahlen mussten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Puerto Lopez – Isla de la Plata     02.01.09&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wie von Juliane erfahren, so umgesetzt, ging es heute für $ 35 mit dem Boot rüber zur „Isla de la Plata“, dem „Galapagos für Arme“. Nach der einstündigen Fahrt im Boot gemeinsam mit 15 anderen Touristen hatte die Insel selbst zunächst wenig zu bieten, auch der freundliche, hakennasige Pfadfinderführer konnte da wenig durch Erzählungen auflockern.&lt;br /&gt;So bewunderten wir mit abnehmender Begeisterung Dutzende von Blaufußtölpeln mitsamt Kindern und die, sich leider außerhalb der Balzzeit befindenden Fregattvögel.&lt;br /&gt;Die Rotfußtölpel ließen sich nicht blicken, ebenso war die Frage nach Albatrossen gleich zu Anfang abgeschmettert worden, da diese sich erst wieder ab April auf der Insel niederlassen. Der einsame Seehund der Insel war wohl auch auf Nahrungssuche und wollte sich partout nicht ablichten lassen, so dass wir recht schnell wieder aufs Boot zurückkehrten.&lt;br /&gt;Hier jedoch bekamen wir die Möglichkeit, zunächst die großen Wasserschildkröten zu füttern und anschließend mit ihnen zu schnorcheln. Ich konnte unfassbar nah an die großen Amphibien heranschwimmen und bekam ganz nebenbei noch Clownsfische und zahlreiche andere bunte Fischarten zu sehen. Auch ein großer Kugelfisch ließ sich blicken, so dass ich voll für die eher triste Insel entschädigt wurde.&lt;br /&gt;Der zweite Schnorchelspot hatte dagegen weniger zu bieten, neben dem ohnehin schon gesehenen waren nur kleine Korallenpopulationen zu bewundern. Zudem machte mir mein Husten, den ich großzügigerweise mittlerweile mit Paul teilte, im kalten Wasser zusätzlich zu schaffen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Montanita       04.01.09&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Bevor es nach Montanita ging hatten wir erst noch einen Tag in Puerto Lopez, den wir dazu nutzten, mit den Schweizerinnen die „Playa de los Frailes“ zu besuchen. Der „Mönchsstrand“ gehört laut einem Tourguide unter Berufung auf National Geographic zu den 10 schönsten Badestränden der Welt. Ob das so exakt stimmt, sei mal dahingestellt, er ist aber defintiv der schönste Strand Ecuadors bis jetzt.&lt;br /&gt;Nach dem Strandbesuch gab es zunächst schlecht und wenig im Restaurant, dafür anschließend lecker und viel vom Früchtemarkt zu essen.&lt;br /&gt;Nachdem wir uns von der Schweiz verabschiedet hatten ging es im Bus weiter nach Montanita.&lt;br /&gt;Die Bustour war der Hammer!&lt;br /&gt;Ein stetiges Auf-und-Ab im südamerikanischen Bus, der halb auseinanderfallend die Berge hinaufschnaufte, um anschließend im halsbrecherischem Tempo die Kuppe entlang zu rasen, von aus man fast nur Regenwald zu Gesicht bekam. Über die tropischen Bäume und das dichte Grün hinweg blitzte immer wieder das sich spiegelnde Abendrot der letzten Sonne im Meer herüber.&lt;br /&gt;Von der Sonne im Osten begleitet kamen wir bald in Montanita an, das mit Touristen schier überlaufen war. Das war dann auch der Grund, warum Paul und ich in der teuersten „habitación“ der ganzen Reise zusammen in einem Ehebett schlafen mussten.&lt;br /&gt;Auch der Abend selbst war kein großer Erfolg, da Montanita mehr zum durch-die-Gassen-schlendern geeignet schien, um die großartige Atmosphäre zu genießen, und weniger um Party zu machen. Die Atmosphäre jedoch ist wirklich genial!&lt;br /&gt;Die bis zu 5-stöckigen Bambushäuser auf beiden Seiten, in einem Strom alternativer Surfer und Guayaquil-Urlauber an der von rhythmischen Trommeln geprägten Straßenmusik vorbeizutreiben, war ein super Erlebnis. Dazu gab es noch ein „Club“ - wohlgemerkt aus der großen Flasche. Der Abend endete dennoch relativ früh und nach einigem Stunden schlechten Schlaf ging es nach ausgiebigstem Frühstück an den Strand.&lt;br /&gt;Dort gab es jedoch außer den teilweise wirklich guten Surfern kaum etwas zu bewundern, auch der Strand selbst war nach „Los Frailes“ eher mau.&lt;br /&gt;So kletterten wir noch auf eine Landspitze, ließen uns von der Brandung duschen und werden uns gleich auf den Weg zum angeblichen „Betonstrand“ von Salinas machen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Salinas       04.01.09&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Rückblickend ein super Tag, da zu der europäischen Strandpromenade auch noch hervorragende Beachvolleyballspiele und eine günstige „habitación“ hinzukamen.&lt;br /&gt;Aber von vorne: Angekommen in Salinas nach hitzegeprägter Busgurkerei im angeblichen „Betonloch“ der Küste suchten wir zunächst eine ordentliche Unterkunft. Die einladend Aussehenden waren jedoch altbekannt zu teuer und so verschlug es uns letztendlich vor einen alten, niedrigen Bau, der mit der doppelten Vergitterung an Garten und Tür mehr an Gefängnis als an hostal erinnerte.&lt;br /&gt;Innen jedoch lockten Landheimflair und billiger Preis, so dass wir kurzerhand mit der freundlichen Besitzerin einschlugen. Diese war ganz besonders begeistert davon, dass ihr hostal sogar im „Feser“ eingetragen ist und erzählte uns kurzerhand einige Storys aus der gerade vergangenen Hochsaison.&lt;br /&gt;Nach einer Stranderkundung, die militärisch eingeschränkt wurde kamen wir zu einem hervorragenden, wenn auch niedrigen Beachvolleyballfeld, an dem gegen die voll im Training stehenden Ecuadorianer jedoch wenig zu gewinnen war.&lt;br /&gt;Dafür waren die Leute alle cool drauf und es ging noch ins beste und leckerste Restaurant der ganzen Reise: Bella Italia in Salinas mit den – bis jetzt – besten Pizzen Ecuador.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Playas       05.01.09&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Angekommen in Playas fanden wir nach erstaunlich kurzem Suchen eine auf den ersten Blick als perfekte Unterkunft erscheinende Bleibe, mit die billigste der ganzen Reise, und verbrachten einen Großteil des Tages mit Unterhaltungen am Strand. Mit der langen Strandwanderung abschließend, die uns an einen der schönsten bebauten Plätze der ecuadorianischen Küste brachte, genossen wir auch noch den letzten Sonnenuntergang unserer Reise. Unterhalb von wunderschönen Villen mit gepflegten Gärten und Palmen hinter dem Haus führte uns der kilometerlange Strand schließlich an eine einsame Landzunge, deren Steilklippe natürlich noch bestiegen wurde, um das letzte Sonnenuntergangsfotoshootin abzuhalten.&lt;br /&gt;Morgen geht es dann voraussichtlich noch zum letzten Mal ins Meer, zum letzten Mal an den unspektakulären Strand von Playas, danach ins Internet und schließlich weiter nach Guayaquil.&lt;br /&gt;Dann muss ich mir noch die Fotos von Paul besorgen, auch wenn das bestimmt hunderte von Blaufußtölpeln beinhaltet, da ich meine eigene Kamera fast überhaupt nicht benutzt habe. In Guayaquil treffe ich hoffentlich nochmal mit der Schweiz zusammen, sonst muss ich die Tage bis zur Weiterreise nach Cuenca allein totschlagen...“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zahlen, Daten, Fakten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Reisetage _______________________________ 11&lt;br /&gt;Zurückgelegte Strecke (ca.)______________ 800 km&lt;br /&gt;Genutzte Fahrzeuge ______________________ 33&lt;br /&gt;Gesamttransportkosten ___________________ $ 60,15&lt;br /&gt;Transportkosten im Schnitt ______________ $  5,46&lt;br /&gt;Gesamtkosten Unterkunft _________________ $ 83,50&lt;br /&gt;Kosten Unterkunft im Schnitt ____________ $  7,60&lt;br /&gt;Gesamtkosten Verpflegung ________________ $ 88,90&lt;br /&gt;Kosten Verpflegung im Schnitt ___________ $  8,08&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gesamtkosten Urlaub _____________________ $ 308,80&lt;br /&gt;Gesamtkosten Urlaub im Schnitt __________ $  28,07&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gesamtkosten Urlaub in € ________________ 220,00 €&lt;br /&gt;Gesamtkosten Urlaub in € im Schnitt _____ 20,00 €&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-681616828049514200?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/681616828049514200/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=681616828049514200' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/681616828049514200'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/681616828049514200'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2009/01/shrimps-in-kokossoe-oder-einmal-die_13.html' title='Shrimps in Kokossoße oder Einmal die ecuadorianische Küstenlinie runter'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-3335118171088591884</id><published>2009-01-13T20:08:00.000+01:00</published><updated>2009-01-13T20:09:07.676+01:00</updated><title type='text'>Weihnachten in Ecuador</title><content type='html'>Jetzt wo der ganze Trubel vorbei ist, mache ich mal einen Rundumschlag zum Thema Weihnachten in Ecuador.&lt;br /&gt;Wie schon oft gesagt und immer wieder betont, sowie an den Erfahrungen anderer Volunteers verifiziert, kann man hier in Ecuador absolut keine Weihnachtsstimmung empfinden. Das beginnt schon mit dem Weihnachtsbaum, der so unfassbar mit Kitsch vollgehangen ist, dass es schier zum Weglaufen ist, geht weiter bei mit Lichternetzen geschmückten Palmen, die lautstark spanische Weinachtslieder piepen und hört selbst bei eben diesen Weihnachtslieder auf, die sich überhaupt nicht weihnachtlich anhören. Man höre sich nur mal die „Belen“ an...&lt;br /&gt;Das Ganze könnte man vielleicht noch mit etwas Selbstbetrug übersehen, wenn wenigstens das Wetter mitspielen würde. Aber bei strahlendem Sonnenschein, in T-Shirt den Schweiß auf der Stirn – Tut mir Leid, das ist alles, aber nicht Weihnachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem entgegen stehen jedoch die zahlreichen Traditionen, die hier zelebriert werden. Insgesamt ist Weihnachten viel chaotischer aber viel geplanter als in Deutschland. Was sich nach Gegensatz anhört, schaffen die Ecuadorianer folgendermaßen:&lt;br /&gt;Jeder weiß was gemacht werden muss und allen ist bekannt, wann man sich wo mit wem trifft, aber mit der unfassbaren Verplantheit, die hier so gut wie jeder an den Tag legt, wird aus diesem Wissen heraus nicht geplant oder vorbereitet, sondern alles kommt, wie es eben kommt.&lt;br /&gt;Zwei Minuten bevor die Messe in der 10 Minuten entfernten Kirche beginnt, wird auf einmal ein furchtbarer Stress geschoben, noch angefangen sich zu duschen und umzuziehen, was meistens alles nur halb umgesetzt wird, um dann eben noch das Abendmahl in der Kirche mitzunehmen und wieder nach Hause zu gehen.&lt;br /&gt;Ebenso im colegio.&lt;br /&gt;Das jeder Kurs eine Novena, also ein Krippenspiel vorführen muss, ist eigentlich das ganze Jahr über bekannt. Doch die Vorbereitungen beginnen bei den gut organisierten Lehrern eine Woche vorher, Diego auf der anderen Seite wollte mit einem Kurs und unserer Hilfe ein Lied einstudieren und kam mit der Idee exakt einen Tag vor der Vorführung an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Weihnachtsfest in der Familie dagegen war, abgesehen von der vollkommen der Wahrheit entsprechenden „hora ecuatoriana“, regelrecht geplant und vorbereitet. Da waren die Frauen für Essen eingeteilt, die Männer fuhren die obligatorische Cerveza kaufen und bereiteten die Räumlichkeiten vor und – man vermag es kaum zu glauben – am Ende hatten wir einen hergerichteten Raum, genug zu essen und zu trinken und konnten ohne weitere Umstände Weihnachten feiern. Das jedoch lief ganz anders ab, als zu hause, nämlich am Nachmittag. Auch das die ganze Familie sich an nur einem Tag versammelt war mir neu - selbst der Onkel aus Peru war gekommen - dann gab es die obligatorischen Ansprachen, die an Weihnachten jedoch auf die gesamte erwachsene Familie ausgedehnt werden, in denen hauptsächlich Gott gepriesen wurde und schließlich mussten sich die Kinder ihre Weihnachtssüßsigkeiten noch durch vorgetragene Lieder verdienen. Die Aufforderung, auf Deutsch ein Weihnachtslied zu singen, musste ich jedoch leider ablehnen.&lt;br /&gt;Anschließend wurde gegessen bis zum Umfallen und schließlich von Blanca, der guten Weihnachtsfee, die Geschenke verteilt. Hierbei beschränkten sich die Geschenke für die Erwachsenen jedoch auf Grußkarten, eventuell mit etwas Geld, die Kinder wurden dagegen jedoch mit Spielzeug überschüttet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Bescherung wurde die Zeit mit Tanzen, Trinken, Tanzwettbewerben und Kinderspielen totgeschlagen  - Wobei die Kinder aber nicht mitspielen durften. So war die Attraktion des Tages die „Reise nach Jerusalem“, die jedoch gänzlich ohne Regeln gespielt wurden und ich vermute, dass ich verloren habe, weil ich mich nach dem Ausscheiden nicht einfach nochmal unter die Spielenden gemischt habe.&lt;br /&gt;Abgeschlossen und beendet wurde die Weihnachtsfeier der Lucanos, der Familie väterlicherseits, dann mit einem Fußballspiel, bei dem sich tio Pedro den Miniskus zerstörte und wir deshalb zu Volleyball übergingen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem die ganze Sippe wieder verschwunden war, machten wir uns zum anderen Teil der Familie, zu den Eltern von Maria auf. Hier erwarteten uns nur die beiden Großeltern, nachdem aber der von abuelito Paco selbstgepanschte Honigschnaps auf dem Tisch aufgetaucht war, wurde auch diese Runde zunehmend lustiger und länger, was mir das Aufwachen erschweren sollte, da ich mich am nächsten Tag mit meinen Cousinen zum Besuch der „Casa del Terror“ verabredet hatte...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-3335118171088591884?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/3335118171088591884/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=3335118171088591884' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/3335118171088591884'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/3335118171088591884'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2009/01/weihnachten-in-ecuador.html' title='Weihnachten in Ecuador'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-6894232692122460573</id><published>2008-12-27T03:22:00.002+01:00</published><updated>2008-12-27T03:25:30.348+01:00</updated><title type='text'>¡feliz navidad!</title><content type='html'>Da ich schoenerweise gerade kurz vor meiner Reise an den Strand noch die Zeit gefunden habe auf den Bus wartend ein Internetcafe aufzusuchen, kann ich euch allen noch nachtraeglich frohe Weihnachten wuenschen, passend die frohen Feiertage und im Voraus einen guten Rutsch und ein frohes Neues!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bleibt fit, haut rein und in weniger als einer Woche komme ich schon dieses Jahr wieder :D&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Euer Kai&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-6894232692122460573?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/6894232692122460573/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=6894232692122460573' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/6894232692122460573'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/6894232692122460573'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/12/feliz-navidad.html' title='¡feliz navidad!'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-28186003130532845</id><published>2008-12-26T22:48:00.000+01:00</published><updated>2009-01-14T22:54:20.715+01:00</updated><title type='text'>Ferien auf dem Bauernhof</title><content type='html'>Wie schon Anfang Dezember abgemacht, wollten wir Freiwilligen alle unseren verlorenen Sohn Paul auf der Farm in Tabacundo besuchen. Tabacundo liegt ein ganzes Stück außerhalb von Quito, Luftlinie zwar maximal 50 km, dank der unfassbar ungünstigen Busverbindungen jedoch geschätzte 2 Stunden und gefühlte Ewigkeiten entfernt.&lt;br /&gt;Da Paul für meinen Geburtstag ohnehin nach Quito gekommen war, hatten wir einen verlässlichen Busguide, auch wenn wir eine neue Busroute ausprobierten, die selbst Paul noch nicht bekannt war.&lt;br /&gt;Angeblich kürzer erwies sich der Weg über „El Quinche“ dann doch als länger und nach einigem Warten an diversen Straßen und einem freundlichen Otavalobus, der uns schließlich doch noch mitnahm, kamen wir an der Farm an.&lt;br /&gt;Zumindest an der Abzweigung der Straße, von der nur ein autotauglicher Feldweg und ein schmaler Fußpfad zur Farm hinunterführte.&lt;br /&gt;5 Minuten Fußmarsch durch den dichten Eukalyptuswald später hatten wir dann endlich dieses abgelegene Stück Erde erreicht. Von den ehemalig angekündigten Freiwilligen war letztendlich doch nur Jakob mitgekommen und so erhofften wir drei uns in der guten alten Zivibesetzung ein ruhiges Wochenende machen zu können.&lt;br /&gt;Das wurde jedoch gänzlich enttäuscht, als wir durch den Garten der hazienda stapften, denn vor uns breitete sich ein ganzer Schulausflug aus. Ein Dutzend Busse hatte die Schüler aus Quito hergebracht und hier in der freien Natur wurde jetzt ausgiebig Weihnachten gefeiert. Mit discomovil und allem Drum und Dran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch wir ließen uns davon nicht weiter stören und uns die Farm von Paul zeigen.&lt;br /&gt;Von den Meerschweinchenställen über das Freigehege der Hühner mit ihrem kämpferischen Hahn ging es vorbei an burro, dem Esel zum Prachtstück der granja und Pauls ganzem Stolz: Dem Gemüsegarten.&lt;br /&gt; Hier kultiviert Paul mit den anderen Freiwilligen – wenn denn man Arbeitswillige dabei sind – sämtliches erdenkliches Gemüse, sowie Brombeeren. Dabei haben sich da ein paar schlaue Köpfe einige Gedanken gemacht, durften wir doch ökologisch verträgliche Verbesserungen der Arbeit auf dem Bauernhof bewundern. Da wurden die herumscharrenden Küken zum Beet-Umgraben benutzt und Kartoffelpflanzen in Fässern gezüchtet, um den Ertrag zu steigern. Außerdem kamen wir in den Genuss des Wissens um „gute“ und „schlechte“ Scheiße, sowie, dass Pilze nur auf Esel- und Pferdedung wachsen.&lt;br /&gt;Dahingehend intellektuell gesättigt konnten wir uns schließlich mit den mitgebrachten oder selbstgeernteten Zutaten in einer Kochorgie auslassen und die leeren Mägen füllen.&lt;br /&gt;Im Anschluss daran wurde mal wieder deutsches Kulturgut verbreitet, wenn auch nur unter Deutschen. Denn Jakob ließ einen erschreckenden Mangel an Skatkenntnissen erkennen, den Paul und ich alsbald behoben, wenn auch selbst Paul noch nie was von „Omma“, „Flöte“ oder „mauern“ gehört hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag klingelte schon früh der Wecker bzw. kam Papa Paule ins Zimmer getrampelt, um die verschlafenen Städter auf die Beine zu bringen. Denn wir hatten uns für den Sonntag einen Trip zur Cuicocha-Kraterlagune vorgenommen.&lt;br /&gt;Nach einem Frühstück aus Rührei von eigenen Hühnern und Milch, kaum älter als zwei Stunden, ging es dann der Abwechslung halber wieder mit dem Bus los. Kurzer Umstieg in Otavalo, dann in Quiroga mit der Camioneta rauf zur Lagune. &lt;br /&gt;Wir genossen den beeindruckenden Blick auf den Meerschweinchen-See mit seinen zwei Inseln, auch wenn das Wetter mit Nieselregen und kühlem Wind nicht so recht mitspielen wollte. Bei den geschätzten 15 Grad konnte sich dann auch keiner von uns zu einem Bad im kalten Bergwasser hinreißen lassen, auch wenn es verlockend klar und still war.&lt;br /&gt;Von der Lagune machten Jakob und ich uns direkt wieder auf den Heimweg, der Montag sollte wieder Arbeit bringen, Paul dagegen kehrte auf seine Farm zurück.&lt;br /&gt;Doch schon kurz nach Weihnachten wird es wieder weitergehen, auf zur Küste, die „ruta del sol“ ruft!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-28186003130532845?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/28186003130532845/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=28186003130532845' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/28186003130532845'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/28186003130532845'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2009/01/ferien-auf-dem-bauernhof.html' title='Ferien auf dem Bauernhof'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-5252184933186671358</id><published>2008-12-23T17:16:00.001+01:00</published><updated>2008-12-23T17:29:41.170+01:00</updated><title type='text'>„Hola, hola papa noél ist da!“ - Oder: Wie spielt man „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann“ in Ecuador?</title><content type='html'>Wie weit man es ohne Geld aber dafür mit unglaublicher Energie und Hingabe schaffen kann, habe ich den vergangenen Dienstag wieder in meiner guarderia Santa Inez erfahren.&lt;br /&gt;Etwas verspätet – man passt sich ja an die Gegebenheiten vor Ort an – kam ich in den Kindergarten, wo schon einige mir unbekannte Frauen eifrig obskure Gegenstände von einem Laster abluden und zum benachbarten Fußballplatz trugen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So musste ich an diesem Tag auch nur kurz auf die schon erwartungsfreudig im Gebäude herumlaufenden Kinder aufpassen, und einige Dekorationen basteln, bevor es nach etwa anderthalb Stunden auf den Fußballplatz ging. Dort waren mittlerweile schon eine Hüpfburg und einige andere große Spielgeräte aufgetaucht, auf die sich die Kinder sofort mit Begeisterung stürzten.&lt;br /&gt;Hier hatte ich auch endlich die Muse, bei Yolita nachzufragen, woher denn das ganze Zeug kommt und wer das vor allem bezahlen sollte.&lt;br /&gt;Mit einem Grinsen im Gesicht wurde ich auf die stets helfenden Frauen in modischen Kostümen hingewiesen, mit der Erklärung, dass diese so großzügig gewesen wären, alles zu organisieren und vor allem zu bezahlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So verging der Vormittag ruhig und gelassen damit, dem gemieteten Weihnachtsmann dabei zu zuschauen, wie er die Kinder unterhielt, Zuckerwatte verteilte, Hot-Dogs verabreichte und schließlich sogar noch ein Geschenk für jedes Kind aus seinem Sack holte.&lt;br /&gt;Die so errungene Freizeit verbrachte ich damit, mich mit einem helfenden Sohn bekannt zu machen, Student an der Universität San Francisco, was die Geldfrage endgültig überflüssig machte.&lt;br /&gt;Nach dem üblichen Standardpalaver (Wo kommst du her? Wie findest du Ecuador? Wo warst du schon? Wie gefällt dir XY? - Wobei XY immer der Herkunftsort des Fragenden ist) bekam ich dann auch noch die ecuadorianische Version von „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?“ erklärt und die geht so:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Qien qiere al hombre negro?“         „Wer mag den Neger?“&lt;br /&gt;„Nadie!“                              „Keiner!“&lt;br /&gt;„Y porque?“                           „Und warum?“&lt;br /&gt;„Porque es negro!“                    „Weil er schwarz ist!“&lt;br /&gt;„Y que come?“                         „Und was isst er?“&lt;br /&gt;„Carne!“                              „Menschenfleisch!“&lt;br /&gt;„Y que bebe?“                         "Und was trinkt er?“&lt;br /&gt;„Sangre!!!“                           „Blut!!!“&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Und da rede bei uns nochmal einer von Rassismus...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS: Leider hat die Kamera nach den paar Fotos den Geist aufgegeben, deshalb nur wenige...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-5252184933186671358?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/5252184933186671358/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=5252184933186671358' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/5252184933186671358'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/5252184933186671358'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/12/hola-hola-papa-nol-ist-da-oder-wie.html' title='„Hola, hola papa noél ist da!“ - Oder: Wie spielt man „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann“ in Ecuador?'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-2006333217682538436</id><published>2008-12-23T17:14:00.001+01:00</published><updated>2008-12-23T17:16:22.951+01:00</updated><title type='text'>06.12.08 - Fiestas de Quito</title><content type='html'>Sechster Dezember!&lt;br /&gt;Chivas auf allen Straßen!&lt;br /&gt;Tanz und Besäufnis in allen Ecken!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das sind die Fiestas de Quito.&lt;br /&gt;Zumindest hatte man uns das versprochen. Unsere Koordinatorin Gina hatte uns sogar zu einer Reunión zusammengerufen, um uns vor dem wilden Spektakel zu warnen, uns zu ermahnen, nicht zu viel zu trinken und immer in der Gruppe unterwegs zu sein.&lt;br /&gt;Eine ganze Woche lang sollte die Party gehen und sich über die ganze ecuadoriansche Hauptstadt erstrecken.&lt;br /&gt;So machte ich mich am Donnerstag in der Fiestas-Woche auf den Weg nach Quito, Ziel die angepriesene „Avenida Amazonas“, als Rückhalt hatten wir uns noch die „Naciones Unidas“ ausgeguckt. In Quito angekommen, halb mit der Erwartung, dass schon am Busterminal die ersten Feiern zu sehen wären oder zumindest das normale Straßenbild Quitos um den einen oder anderen Besoffenen erweitert sei, fanden wir jedoch nichts dergleichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die Amazonas erwies sich als Enttäuschung und als selbst in der Naciones Unidas nichts von Feiern oder auch nur „comida tipica“ zu finden war, sondern nur eine einsame Chiva mit nicht mehr als ein paar Musikanten beladen an uns vorbeifuhr, entschieden wir kurzerhand, nur dem Einkaufszentrum Quitos einen Besuch abzustatten, etwas zu essen und wieder nach Hause zu fahren.&lt;br /&gt;Glücklicherweise kam dem ein Anruf Julias dazwischen, die uns dann davon berichtete, dass in der Floresta, einem Stadtteil von Quito, ein Bus eine geführte Stadtrundfahrt machen sollte, machten wir uns dorthin auf. &lt;br /&gt;Nach kurzem Suchen und Nachfragen am Park der Floresta konnten wir nach Ticket-Hin-und-Her auch tatsächlich die „chiva cultural“ besteigen. Was beim Namen schon befürchtet war, erwies sich dann schnell als wahr. Wir hatten nicht den Bus einer Stadtrundfahrt bestiegen, sondern uns einer kulturellen Rundfahrt im „barrio floresta“ angeschlossen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Chivas: Die das ganze Jahr über fahrenden, zu Zeiten der fiestas de Quito jedoch besonders frequentierten Chivas, bilden einen großen Teil der Kultur der Sierra. Diesen Bussen fehlt Dank einem Pimpmeister der ecuadorianischen Sorte nicht nur die Seitenverkleidung, sondern bieten neben Platz für eine Puebloband auf dem Dach auch einen Tank für den allgegenwärtigen „canelazo“ (s.u.) und Sitze für 60 Mann – Natürlich auf einem Bus für 30.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese „chiva cultural“ bot jedoch weder Band, noch Canelazo, dafür aber ein Filmteam und zwei unfassbar übermotivierte Führer in Althippytrachten. Von diesen geleitet ging es dann zur „Blume Ecuadors“, der Orchidee, genauer einem Orchideengeschäft. Die, mich als alten Biologen, noch interessierenden Ausführungen zu Zuchtweise und Artenreichtum der Blumen riefen bei Jakob nur ein müdes Gähnen hervor. Weiter ging es über die Werkstatt eines der „größten Talente, der größten Künstler, der besten... blablabla... ganz Ecuadors“, wo wir eine besondere Art der Möbelherstellung bewundern durften zu einem Universitätsgebäude, dass architektonisch recht interessant gestaltet war. Über das Atelier-Restaurant einer Pappmachékünstlerin und eine kleine Artesanalwerkstatt, die sich auf die Arbeit mit Naturfasern spezialisiert hat kamen wir dann auch wieder zurück.&lt;br /&gt;Beruhigt das Gewissen, mal etwas kulturelles gemacht zu haben und interessant war das Ganze auch, wobei es jedoch nicht gerade die Erwartungen an die fiestas erfüllen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Tag darauf konnte neben Pauls Ankunft von der hazienda auch mit der Einladung Tatos zum Puntas-kaufen und Canelazo-machen aufwarten, woraufhin eine chiva-Tour angeschlossen werden sollte. Das Ganze abgerundet mit comida tipica versprach ein ecuadorianischer Tag mit Einblick in die Festivitäten Quitos zu werden.&lt;br /&gt;So ging es dann in dem mit zehn Leuten beladenen Auto Tatos auf Richtung Äquatorlinie, auf der ein kleines unbedeutendes Dorf liegt, dass jedoch Hochburg der ecuadorianischen Puntas-Herstellung ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Puntas und Canelazo: Puntas ist der selbstgebrannte Zuckerrohrschnaps Ecuadors und wird in unterschiedlichen Methoden im ganzen Land hergestellt. Dabei variieren nicht nur Stärke und Geschmack schon innerhalb der herstellenden Pueblos, ein maßgeblich zu berücksichtigender Faktor ist auch der am nächsten Tag ausstehende chuchaki, der Kater, welcher sich bei dem zwischen 65 und 90 Umdrehungen starken Teufelzeug schnell einstellt.&lt;br /&gt;Im Dezember wird Puntas jedoch nicht pur getrunken – solang man nicht Freiwilliger ist -, sondern zu Canelazo verarbeitet. Dieser „Glühwein Ecuadors“ wird je nach Geschmack mit Zimt, Naranjillas oder einfachem Orangensaft hergestellt und nach Belieben mit diversen Zusätzen eingedickt, sowie ordentlich gesüßt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Rückfahrt gab es dann die versprochene comida tipica, die sich bei der gesamten Gesellschaft als fritada mit moté, choclo, tostado und einer einsamen Kartoffel herausstellte und mir prompt Magenprobleme bereitete. Kann aber auch an den zwei Meerschweinchen gelegen haben, die draußen im Grill auf die letzte Hitze warteten, bevor sie verzehrt werden sollten.&lt;br /&gt;Obwohl wir anschließend einen kurzen Abstecher nach Quito machten, war dort außer Regen nichts auszumachen, schon gar nichts feierliches und so ging es wieder nach Heim.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Comida tipica: Ist meistens Reis oder Mais mit irgendwas. Wobei Mais hier nicht gleich Mais ist. So ist moté gekochter weißer, tostado in einer Pfanne mit ein wenig Öl getoasteter gelber Mais und choclo der gekochte ganze Kolben. Auch das begleitende  (meist Schweine-) Fleisch reicht in der Palette von fritada (mit viel Fett gebraten) über hornado (als komplettes Schwein aus dem Ofen gezogen) bis zu den Standardformen, die wir auch in Europa kennen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da auch an den folgenden letzten Tagen der fiestas in Quito nichts zu sehen war, bleibt meine Bilanz für diese Volksfeiertage bei miserabel. Sieht man von den Stierkämpfen ab, sowie davon, dass die mariscal unfassbar überfüllt war, ohne das mehr als Besäufnisse zu sehen gewesen wären, hätte das Wochenende auch an jedem anderen Datum im Jahr sein können...&lt;br /&gt;Recht enttäuschend für den wichtigsten Feiertag Ecuadors.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-2006333217682538436?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/2006333217682538436/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=2006333217682538436' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/2006333217682538436'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/2006333217682538436'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/12/061208-fiestas-de-quito.html' title='06.12.08 - Fiestas de Quito'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-1793993214433446697</id><published>2008-12-03T15:52:00.000+01:00</published><updated>2008-12-03T15:53:05.260+01:00</updated><title type='text'>Adventskalender und Fußball</title><content type='html'>Mit der kräftigen Bastelhilfe meiner kleinen Cousine und meiner Gasteltern wird hier in Ecuador eifrig die deutsche Kultur verbreitet. Denn als auf die Frage, ob man hier denn Adventskalender kennen würde nur ein unverständliches Nein geantwortet wurde, fasste ich kurz entschlossen den Plan, einen Adventskalender für meine Gastgeschwister zu bauen.&lt;br /&gt;Also ging es auf in den SuperPaco, Schreibwarenladen meines Vertrauens, und mit Tonpapier, Geschenkband und Schere beladen, sowie drei Kilo Süßigkeiten im Gepäck ging es an die Arbeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Entwurf für ein selbstgebasteltes Geschenk war schnell gemacht, Dank an die Geometriestunden beim guten alten Otti. Einige Stunden Arbeit, zahllose Klebereien und 24 Schleifen mit Geschenkband später konnte ich stolz den ersten Adventskalender meines Lebens aufhängen und die Nummer Eins mit Schokolade bestücken.&lt;br /&gt;Nur eins steht fest: Der nächste Adventskalender in meinem Leben wird gekauft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die hintergründige Absicht hinter dem Bau war ursprünglich, den beiden Kindern beizubringen zu teilen – Immerhin gibt’s nur einen Kalender für beide. Da gabs aber heute schon einen herben Rückschlag. Nicole konnte natürlich nicht abwarten, bis der kleine Mattheo das Geschenk geöffnet hatte, sondern riss ihm alles aus der Hand und das Geschenk mit einem Ruck auf...&lt;br /&gt;Es gibt Momente, da könnte man Kinder schlagen.&lt;br /&gt;Aber da das ja auch nicht weiterhilft, auch wenn es in diesem Moment äußerst befriedigend ist, habe ich ihr nochmal das Prinzip des Kalenders erklärt. Alles wartet gespannt auf ihr Verhalten am Vierten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber genug vom Frustrierenden. (Anmerkung: Maria findet Konsequenzen für ihre Kinder, wenn sie was Schlechtes machen – Sollte da Etwas in Bewegung geraten sein?)&lt;br /&gt;Denn ich war mit Jose Luis aus dem Colegio bei dem Spiel des ecuadorianischen Fußballjahres.&lt;br /&gt;„La Liga“ vs. „Deportivo Quito“ auch die „Preservativos“ gegen „Chiquito Quito“ genannt.&lt;br /&gt;Mit Jose Luis und einem anderen Freund auf der Tribüne der Quitenos schauten wir uns mit dem guten Pilsener in der Hand das Spiel an. Das prall gefüllte Stadion sorgte von Anfang an für eine unglaubliche Stimmung, das „Quito Corazon“ der Blauroten wurde mit weißem „Liga Campeon!“ beantwortet, es regnete gelbe Karten auf dem Spielfeld, auch wenn (vollkommen unnormal hier) kein einziger Spieler vom Platz flog.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Liga“ spielte technisch besser, bekam seine Chancen und einen Elfmeter verweigert. Doch als Quito das erste Tor schoss, standen die Liguillas verzweifelt auf dem Platz und meine Tribüne auf dem Kopf. Girlanden und Konfetti flogen auf das Spielfeld, es regnete Bier und im allgemeinen Freudentaumel umarmte sich feiernd die ganze Tribüne.&lt;br /&gt;Als kurze Zeit später auch noch das zweite Tor für die academia fiel antworteten die Fans der Liga nicht mehr auf das höhnische „Y dale, dale, dale Quito, dale!“ der Quitenos, sondern begannen das Stadion zu verlassen. &lt;br /&gt;Alles in allem eine riesige Fußballfeier im Stadion, die auch nach dem Spiel durchweg friedlich ablief.&lt;br /&gt;Als ich am nächsten Tag Diego – Ligafan -  nach dem Spiel fragte, winkte der nur mit einem gequälten Gesicht ab. Nach diesem Spiel ist Quito fast Meister des Jahres 2008.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-1793993214433446697?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/1793993214433446697/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=1793993214433446697' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/1793993214433446697'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/1793993214433446697'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/12/adventskalender-und-fuball.html' title='Adventskalender und Fußball'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-9187958352493158150</id><published>2008-12-03T15:49:00.000+01:00</published><updated>2008-12-03T15:52:16.852+01:00</updated><title type='text'>Corida de toros</title><content type='html'>Nach einigem kartentechnischen Hin-und-Her hatte es sich dann dann letztendlich doch entschieden: Ursprünglich waren mir die 45 $ für den Eintritt zu den alljährlichen Stierkämpfen anlässlich der Fiestas de Quito zu viel, aber als mich dann Paul in Not anrief und seine schon gekaufte Karte loswerden musste, entschied ich mich doch für diese Erfahrung spanisch-ecuadorianischer Kultur.&lt;br /&gt;So machte ich mich dann auch mit Julia, Parviz und Tato zu den Eröffnungsstierkämpfen diesen Jahres. Am selben Tag war auch der Geburtsta von Tato, so dass wir gleich doppelt Grund und Lust zu feiern hatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angekommen in der „Plaza de Toros“ erwarteten uns nicht nur die Menge der anderen Zuschauer, sondern auch haufenweise fliegende Händler, die zu unverschämten Preisen Lebensmittel und zu hervorragenden Preisen Hüte verkauften (man erinnere sich an den Verlust meines ersten Panamahutes...).&lt;br /&gt;So erstanden wir nach kurzer Verhandlung - „Ein Hut, 15 $!“ ~ „2 für 10!“ ~ „OK!“ - unsere Sonnenprotektoren des Tages, mit der an jeder Ecke verschenkten Sonnencreme kam ich tatsächlich ohne Sonnenbrand durch den Tag.&lt;br /&gt;Mit den frisch gekauften Sombreros ging es dann hinein in die feiernde Menge, die sich hauptsächlich um das gigantische Brahmazelt scharten, um hier einen Dreiviertelliter Bier für einen Dollar zu erstehen. Btw gab es mehr Bier als Wasser zum selben Preis...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frisch gestärkt und mit dem hoffnungslos überteuerten Sandwich in der Hand ging es auf die Zuschauerränge der Arena. Viel kleiner als erwartet bekam ich auf den engen Sitzen der runden, steil ansteigenden Arena das erste Gefühl, mich im alten Rom zu befinden.&lt;br /&gt;Nach der Schweigeminute für die gestorbenen Toreros und der Nationalhymne folgte der Einmarsch der Toreros, die sich hier schon kräftig feiern ließen. Was die beiden Toreros auf gepanzerten Pferden zu bedeuten hatten, würde sich mir erst später erschließen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neugierig auf den Stierkampf selbst beobachteten wir die Toreros bei ihren Vorbereitungen, Tücher schwenkend und seltsame Gerätschaften vorbereitend.&lt;br /&gt;Dann machte ein Mann mit einem an Boxkämpfe erinnernden Schild die Runde in der Arena, auf dem Zuchtort und Gewicht des Stieres, sowie der Name des Matadores zu lesen waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann kam auch schon der erste Stier unspektakulär in die Arena gelaufen.&lt;br /&gt;Das erste was mich erstaunte, war die Tatsache, dass das Torerodasein ein Teamspiel ist. Sechs Toreros gegen einen Stier. Das zweite: Die roten Tücher sind rosa. Und schließlich das dritte: Die Toreros haben Zufluchtsschanzen aus Holz, welche in die Mauer der Arena eingelassen sind.Und diese Schanzen werden auch ohne Scham genutzt.&lt;br /&gt;Von dem erwarteten Gefühl der Gefahr für die Toreros keine Spur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So beschränkten sich die Toreros auch eine ganze Zeit lang darauf, mit ihren Tüchern hinter den Schanzen hervorzuwinken, woraufhin der Stier gegen das Holz rannte. Zwar ganz lustig anzusehen, aber nicht, was ich von einem Stierkampf erwartet hatte.&lt;br /&gt;Nach zehn Minuten dieses Spieles, dass wohl zur Ermüdung des Stieres dienen sollte, kommen die zwei Toreros auf ihren gepanzerten Pferden hereingeritten. Die beiden tragen lange Lanzen und jetzt kommen auch die anderen aus ihren Schanzen hervor.&lt;br /&gt;Von den Tüchern gereizt und angelockt läuft der Stier dicht an einem Reiter vorbei und bekommt eine Lanze zwischen die Schulterblätter. Wild geht er auf das Pferd los, das alles mit verbundenen Augen mit sich machen lässt und von den Hörnern des Stieres ein gutes Stück in die Höhe gehoben wird. Dank Panzerung passiert nichts und bald gibt der Stier das Spiel mit dem Pferd auf.&lt;br /&gt;Er blutet jetzt heftig und beim nächsten Angriff auf einen Torero stolpert er ungeschickt und zieht eine Furche in den Sand der Arena.&lt;br /&gt;Die schrägen Trompeten des Soldatentrios blasen und ein Torero tritt in die Mitte der Arena. Er trägt zwei Messer, an denen lange bunte Stäbe befestigt sind. Wild winkend läuft er auf den Stier zu, der prompt reagiert und auf ihn zurast.&lt;br /&gt;Ein geschmeidiger Sprung, zwei Stöße und der Torero landet hinter dem Stier, aus dessen Rücken zwei Messer ragen, von denen die bunten Bänder baumeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch ein wenig wird mit dem Stier gespielt, dann ziehen sich die Toreros in ihre Schanzen zurück und der Matador betritt die Arena. Er trägt jetzt auch das rote Tuch, dass ich anfangs vermisste.&lt;br /&gt;In der anderen Hand hält er ein Rapier, mit dem er das Tuch aufspannt. Er schreitet bis in die Mitte der Arena, grüßt unter dem Applaus der Menge mit seiner Mütze in die Runde und legt sie dann ab, um sich dem Stier zu stellen.&lt;br /&gt;Unter den „Olé!“-Rufen der Zuschauer reizt er den Stier, lässt ihn dicht an sich vorbeilaufen, streift die Flanke und führt das Tier immer wieder in Kreisen um sich herum.&lt;br /&gt;So geht es zehn Minuten weiter, bis der Stier vor Erschöpfung und Blutverlust zitternd vor dem Matador steht. Mit dramatischer Geste hebt der Matador das Rapier und zielt.&lt;br /&gt;Dann ein Sprung nach vorne und ein Stoß.&lt;br /&gt;Bis zum Griff steckt das Rapier in der Lunge des Stieres, der erzitternd losläuft, bis zum Rand der Arena kommt, in den Vorderbeinen einbricht.&lt;br /&gt;Bebend kämpft sich der Stier noch einmal auf die Beine, die herbeigelaufenen Toreros reizen ihn mit ihren Tüchern, doch der Matador winkt ab. Er weiß, dass es vorbei ist.&lt;br /&gt;Ein Zittern durchläuft die ganzen 455 Kilo Stier, dann bricht er zusammen, rollt auf den Rücken, die Beine zucken. Ein Mann läuft mit einem Messer herbei und setzt einen Todesstoß in den Nacken, als auch schon ein Karren mit zwei vorgespannten Pferden hereinrollt. Mit geübter Präzision wird der Kopf des Stieres eingespannt und die massige Gestalt aus der Arena geschleift.&lt;br /&gt;Unterdessen setzt sich der Matador seinen Hut wieder auf und dreht seine Runde um die Arena.&lt;br /&gt;Es regnet Rosen und Hüte, während die Menge stehend applaudiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann kommt auch schon der nächste Stier, der nächste Matador, der nächste Tod.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man möge mich jetzt pazifistisch oder verweichlicht nennen, aber ich konnte dem Ganzen recht wenig abgewinnen. Es hat sich gelohnt, einmal im Leben einen Stierkampf gesehen zu haben, schon allein, um zu wissen, dass es der Letzte war. Zu sehen, wie das Tier so gequält wird und wenn der Matador am Ende den Todesstoß nicht setzen kann und drei, vier, fünf Anläufe braucht, bis der Stier so viel Blut verloren hat, dass er sich nicht einmal mehr bewegt, sondern nur auf den Tod wartet – Das hat nicht einmal mehr blutige Ästhetik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dagegen hatten die Kämpfe des weltbesten Matadores „El Juli“ etwas faszinierendes.&lt;br /&gt;Die Art und Weise mit der er den Stier durch die Arena und um sich herum geführt hat, hatte definitiv etwas elegantes. Auch dass er der Einzige war, den Stier mit nur einem Stoß zu töten, ließ das Ganze wesentlich weniger grausam erscheinen und hatte etwas Symbolisches – Die Superiorität der Intelligenz über bloße Kraft.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-9187958352493158150?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/9187958352493158150/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=9187958352493158150' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/9187958352493158150'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/9187958352493158150'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/12/corida-de-toros.html' title='Corida de toros'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-7611729893321382151</id><published>2008-11-27T17:02:00.001+01:00</published><updated>2008-11-27T17:11:47.173+01:00</updated><title type='text'>Eine Hängematte fürs Leben...</title><content type='html'>Endlich – nach etwa sechs Wochen nach erster Erwähnung – haben wir es geschafft, die Hängematte aufzuhängen. Dabei wurde mir gleich ein hervorragendes Beispiel ecuadorianischer Arbeitsweise demonstriert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So dauerte es erstmal Wochen, bis ich selbst die notwendigen Haken und Dübel besorgt hatte, die wir für die hamaca benötigten, was jedoch kein Vergleich zur Zeit war, die es brauchte, bis eine Bohrmaschine (übrigens BOSCH) und ein passender Bohrer herbeigeschafft waren.&lt;br /&gt;Als wir dann endlich alles beisammen hatten und es hieß „Samstag hängen wir Sie auf!“, dauerte es natürlich noch bis Sonntag. Aber dann ging es zur Sache.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hätte ich nicht weitsichtigerweise (jaja – Eigenlob) Zeitung unterlegt, wäre das Ganze auch euphorisch direkt über dem Teppichboden abgelaufen. Und das ohne Staubsauger im Haus.&lt;br /&gt;Also Bohrmaschine raus, in Ermangelung von Körpergröße auf einen wackeligen Stuhl gestellt und Abfahrt!&lt;br /&gt;Doch schon beim Ansetzen tauchte das erste Problem auf:&lt;br /&gt;Die angedachte Säule war natürlich nicht aus Hohlblocksteinen gebaut, sondern aus Zement gegossen. So mühte sich denn mein armer Gastvater mit den lausigen 110 lateinamerikanischen Volt an der Säule ab, während ich vollauf damit beschäftigt war, die krawallbegeisterten Kinder von den Werkzeugen fernzuhalten. Nach einer Viertelstunde des Bohrens war es tatsächlich geschafft: Ein dübeltiefes Loch war in der Zementsäule erschienen.&lt;br /&gt;Leider war das Loch nur dübeltief, nicht jedoch dübelbreit. Der Bohrer war eine Nummer zu klein...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch was schert das einen Ecuadorianer?&lt;br /&gt;In Ermangelung eines passenden Dübels wurde einfach mit dem selben Bohrer das Loch verbreitert. Mit dem Ergebnis, dass Dübel und damit auch der Haken wackelig und locker in der Fassung saßen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man spart sich die Beschreibung des zweiten Loches, nur so viel:&lt;br /&gt;Im Hohlblockstein ist das Bohren einfacher, dafür verschwinden die Dübel in den zu großen Löchern allzu gern spurlos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem also die Haken in keinem der beiden Löcher auch nur ansatzweise sicher unterzubringen waren, griff Nicholas zur ultimativen Lösung:&lt;br /&gt;Die Löcher größer ausbohren, Haken rein und Zement drüber!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so liege ich jetzt in einer Hängematte, deren Halterungen einzementiert und für die Ewigkeit in der wand verankert sind. Der Gedanke an Morgen fehlte zwar gänzlich bei dieser Konstruktion, dafür aber hängt die hamaca und das war ja das Ziel des Ganzen.&lt;br /&gt;Ein Hoch auf Nicholas!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Politik und Fußball&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lustige Anekdote:&lt;br /&gt;Nicht nur, dass die Ecuadorianer an den Wahlen teilnehmen müssen, weil sie sonst anschließend keine staatlichen Dienste mehr in Anspruch nehmen können, anlässlich der Wahlen 2009 werden jetzt schon jeden Abend die Erklärungen ausgestrahlt.&lt;br /&gt;Wer wen wann wählt, wie viele Abgeordnete, Abgesandte, Präsidenten es gibt, jedoch kein Wort über eventuelle Parteien oder politische Ausrichtungen der Kandidaten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sowieso scheint Fußball hier viel mehr zu interessieren, als Politik.&lt;br /&gt;So bin ich mit der gesamten Familie bei einem Spiel von „El Nacional“ gewesen, wie der Name unmissverständlich sagt der Club der Patriotisten und Militärs von Ecuador.&lt;br /&gt;Da Nicholas ja der Marine angehört und vor kurzem sogar zum Organisationskader des  Fußballclubs „El Nacional“ einberufen wurde, gab es Freikarten für die ganze Familie. Böse Zungen würden behaupten, dass es die Freikarten aus Ermangelung von Zuschauern gab, war das Olympiastadion Atahualpa letztendlich nur zu 10 Prozent besetzt, aber all diese Spekulationen seien einmal verbannt.&lt;br /&gt;Angesichts dieser Zuschauermassen war die Stimmung auch nur in den jeweiligen Fanblocks gut, wobei das vom 1:0, 2:0 auf Seiten der Nacionalistas zum 2:1, 2:2 zu den Macaranern wechselte.&lt;br /&gt;Im Gegensatz zu diesem eher tristen Spiel gab es einen Tag darauf das Spitzenspiel „Liga“ – „Barcelona“. Wobei Barcelona natürlich die Mannschaft aus Guayaquil meint und nicht die spanische.&lt;br /&gt;Nach dem Ergebnis von 2:1 zu Gunsten der „Liga“ bewiesen jedoch die Fans aus Guayaquil gute europäisch-englische Manieren und zerlegten aufs Gründlichste das Stadion der „Liga“.&lt;br /&gt;Nach dem Spiel gab es die obligatorischen Prügeleien und Scharmützel mit der Polizei, ganz nach Vorbild der Spieler von denen immerhin auch 3 durch rote Karte vorzeitig ausschieden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man könnte durchaus sagen, dass sich das hitzige Gemüt der Latinos besonders gern bei Fußballspielen entlädt, aber generell gilt ja: „Die wollen nur spielen.“&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-7611729893321382151?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/7611729893321382151/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=7611729893321382151' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/7611729893321382151'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/7611729893321382151'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/11/eine-hngematte-frs-leben.html' title='Eine Hängematte fürs Leben...'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-3744570841340557376</id><published>2008-11-22T22:01:00.001+01:00</published><updated>2008-11-22T22:15:05.115+01:00</updated><title type='text'>Fiestas del Colegio</title><content type='html'>Tag I&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die SMS erreicht mich zu nachtschlafendert Zeit. Normalerweise muss ich erst spät  in der Guarderia sein, aber heute reißt mich das penetrante Piepen meines Handys aus dem Schlaf.&lt;br /&gt;„Sei um halb acht im Colegio, heute gehen die Fiestas los!“&lt;br /&gt;Ich weiß zwar, dass Fiestas sind, aber wann die losgehen, was da geplant ist und überhaupt... Was weiß denn ich kleiner Volunteer da schon?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also raus aus den Federn, schnell geduscht und gefrühstückt um mit einer halben Stunde Verspätung – man nannte es die „hora ecuatoriana“ - in der Schule anzukommen. Mein Handysaldo ist leer, damit kann ich auch in der Guarderia nicht Bescheid sagen, dass ich nicht komme. Scheiße.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angekommen in der Schule merke ich schnell, dass ich eigentlich noch gemütlich im Bett liegen könnte, halten die Nonnen doch gerade noch ihre Messe ab. Aber immerhin komme ich so zum ersten Mal in den Genuss von Messe auf Spanisch, unter Weihrauchgemüffel und dem furiosen Ende einer Feuerwerksrakete.&lt;br /&gt;Was allerdings auch der Auftaktknall für die Fiestas gewesen sein kann.&lt;br /&gt;Als dann endlich alles an seinem Platz ist, Musik und Boxen gebracht werden und alle Schülerinnen sich draußen versammelt haben, kann es losgehen. Jedoch ganz anders als erwartet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Statt Reden, Vorführungen oder anderen Dingen, die man auf einer Schulfeier in Deutschland vielleicht machen würde, stehen hier Sackhüpfen und Eierlaufen auf dem Plan.&lt;br /&gt;Nachdem auch ich mich mit den anderen Lehrern einbeinig in einer Reihe aufgestellt hüpfenderweise vor den Schülerinnen zum Affen gemacht habe, kommt schließlich noch die einzige Vorführung des Vormittags:&lt;br /&gt;Ein traditioneller ecuadorianischer Tanz, der in traditionellen Trachten aufgeführt wird.&lt;br /&gt;Unter zahlreichen „Viva christo rey!“-Rufen vergeht so der Großteil des Vormittages, anschließend sollte eigentlich der Unterricht fortgeführt werden, aber die Lehrer haben eine Sitzung. Da es sich bei diesen Reuniones meistens nur um Glaubensfragen und Schulpolitik handelt nehme ich nicht teil, sondern schaue mir das Spektakel der Schülerinnen auf dem Schulhof an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn: Man gebe Ecuadorianern Musik und eine freie Fläche und – Sie tanzen.&lt;br /&gt;Mit den eben noch traditionelle Musik abspielenden Boxen und rasch aufgelegtem Reggaeton, sowie dem großen Schulhof tanzten sich meine sonst so schüchternen Schülerinnen die Seele aus dem Leib. Ohne Aufforderung, ohne Alkohol, am hellichten Tage.&lt;br /&gt;Warum sieht man sowas nicht mal in deutschen Schulen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tag II&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenig passiert.&lt;br /&gt;Wenn man mal davon absieht, dass ich mich tatsächlich zur ersten Stunde aus dem Bett gequält habe, um dann ins Colegio zu kommen, ohne dass da irgendwas passiert, ist kaum was erwähnenswert.&lt;br /&gt;Der Grund für die Unterbeschäftigung der Lehrer, die sich bei den weiblichen Beschäftigten in Kochen umsetzt, ist der Zeichnen- und Malwettbewerb, der in drei Stunden ausgeführt werden soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die besten Bilder werden anschließend an einen Orthografiewettbewerb der unteren Klassen von einer fachkundigen Jury – will heißen Sekretär Ronny und den beiden für die Schule zuständigen Nonnen aus dem Kloster – ausgewählt und prämiert.&lt;br /&gt;Die eigentlich für danach angedachten Sportwettbewerbe (Volleyball, Basketball und Fußball) werden kurzerhand durch Singen religiöser Lieder ersetzt.&lt;br /&gt;Will hoffen, dass das morgen nicht wieder so läuft, sonst beginne ich ernsthaft an Sinn und Zweck meines Trainings zu zweifeln. Immerhin werden laut Diego Mix-Mannschaften aus Schülerinnen und Lehrern untereinander spielen. Warten wir ab, was weiß Diego schon...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Achja, abgesehen von den Fiestas gab es noch eine Volunteer-Versammlung, die nach den obligatorischen Besprechungen von Fiestas de Quito („Trinkt nicht so viel!“) über Midterm-Camp (Dank der Weltwaerts-Leute wurde das mal eben von 2 auf 5 Tage verlängert – Bei gleichem Budget) schließlich in einer Sitzung Gruppentherapie endete.&lt;br /&gt;Normalerweise ja sehr offen für sowas – immerhin ehemals angehender Psychologe – konnte ich mir jedoch nach den ersten Ausführungen über eine „göttliche Essenz“ und ähnliches die Bemerkungen nicht mehr verkneifen.&lt;br /&gt;So erwuchs immerhin aus den Entspannungsübungen, bei denen wir irgendwann ein „Licht“ sehen sollten eine recht interessante Diskussion, ob es etwas wie eine allgegenwärtige „Essenz“ gibt, die uns allen innewohnt und uns vereint. Den zentralen Punkt des Psychologen habe ich jedoch leider verpasst und die Nachfrage konnte auch er nicht beantworten, aber es schien um etwas wie Heimweh zu gehen... Wo da dann auch immer die Verbindung zur „göttlichen Essenz“ liegt...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tag III&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Befürchtungen wurden wahr.&lt;br /&gt;Wofür trainier' ich die Mädels eigentlich, wenn die nie spielen dürfen?&lt;br /&gt;Der Tag bestand neben den obligatorischen Tänzen von traditionell über RocknRoll zu HipHop eigentlich nur aus Warten und Zeit absitzen – in der man auch ohne Probleme mal ein Volleyballspiel hätte unterbringen können. &lt;br /&gt;Dafür waren die Tänze immerhin nicht schlecht gemacht, einsame Spitze natürlich Julias Tanz mit „meinen“ Tercero-Mädels (wobei diese Wertung natürlich absolut nicht voreingenommen ist).&lt;br /&gt;Zwischen Tänzen und Warten gab es dann noch die eine oder andere Vorführung, neben einem Theaterstück über ecuadorianische Exekutive hauptsächlich religiös motivierte, wobei die Aussage des jeweiligen Stückes jedoch nicht aus der Vorführung selbst hervorgehen musste, da immer eine Erklärung nachgeschoben wurde: „Die Aufführung soll zeigen, dass man immer an Gott glauben soll und er einen nicht allein lässt!“&lt;br /&gt;Ansonsten sollten wir Freiwilligen noch einen vor dem ganzen Colegio austanzen, was jedoch ebenso realisiert wurde, wie das geplante Mittagessen mit allen Lehrern  - Nämlich nicht.&lt;br /&gt;Damit ist eigentlich auch alles über den dritten Tag der Fiestas gesagt, erwähnenswert bleibt nur noch, dass mir noch zwischen Tür und Angel mitgeteilt wurde, dass es wohl nächste Woche Trimesterexamen gibt und dass ich die doch bitte noch bei der Direktion zur Vorüberprüfung einreichen sollte. Den Schock konnte Diego glücklicherweise wieder aufheben, weil er – laut eigener Aussage – da schon was vorbereitet hat. Warten wir ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Summa summarum...&lt;br /&gt;Waren die Fiestas ganz lustig und vor allem eins: Anders.&lt;br /&gt;Von Organisation zur Einstellung der Schülerinnen, von Vorführungen zu „Viva Christo Rey!“-Rufen war dieses Schulfest in keinster Weise mit einem Deutschen zu vergleichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS: Fotos stehen oben...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-3744570841340557376?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/3744570841340557376/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=3744570841340557376' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/3744570841340557376'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/3744570841340557376'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/11/fiestas-del-colegio.html' title='Fiestas del Colegio'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-7752894044096705086</id><published>2008-11-21T01:45:00.000+01:00</published><updated>2008-11-21T01:46:33.716+01:00</updated><title type='text'>Technisches Update #4</title><content type='html'>Bilder von Caros Geburtstag stehen oben...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-7752894044096705086?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/7752894044096705086/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=7752894044096705086' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/7752894044096705086'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/7752894044096705086'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/11/technisches-update-4.html' title='Technisches Update #4'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-2712529262153036303</id><published>2008-11-17T19:18:00.001+01:00</published><updated>2008-11-17T19:21:09.429+01:00</updated><title type='text'>Pulchones und Quinceñera</title><content type='html'>Zeit, Zeit, Zeit.&lt;br /&gt;Die Zeit vergeht hier so schnell, dass man es kaum mitbekommt.&lt;br /&gt;So berichte ich heute auch wieder ueber Ereignisse, die sich schon vor zwei Wochen zugetragen haben. An diesem Wochenende war naemlich wieder grosse Familienaction geplant, eingeleitet von den Vorfuehrungen zur Indígenakultur ausgerichtet von der Escuela meiner Gastschwester Nicole.&lt;br /&gt;Klar, dass das Pflichtveranstaltung war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ecuadorianisches Schulsystem: Das Schulsystem hier in Ecuador scheint folgendermassen aufgebaut zu sein. Eingeschult wird nach 2 optionalen Jahren Kindergarten (Guarderia) in die Grundschule (Escuela), wo die Kinder dann die 6 ersten Schuljahre verbringen, um danach auf der weiterfuehrenden Schule (Colegio) ihre Schullaufbahn zu beenden. Dabei ist es jedoch nicht auf jedem Colegio moeglich, den selben Abschluss zu erlangen. Manche Colegios schliessen nach Decimo (unserer neunten Klasse), andere fuehren bis zum Bachillerato, was der hoechste Schulabschluss ist.&lt;br /&gt;Weiterhin sind die Colegios hier weitaus spezialisierter als in Deutschland. So gibt es technische Colegios, altsprachliche, medizinische, naturwissenschaftliche bis hin zu den auslaendischen Schulen, die von dem jeweiligen Land bezahlt und gefuehrt werden, dafuer auch einen grossen Teil der Stunden in der Landessprache abhalten.&lt;/span&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu der Veranstaltung giung es dann Mittags ins Stadion von Lumbisi, wobei der hochtrabende Name “Stadion” jedoch eine nur eine mehr oder minder eigeebnete Grasflaeche mit Betontribuenen bezeichnet, die insgesamt vielleicht Platz fuer 300 bis 400 Zuschauer bieten.&lt;br /&gt;Da dieses Fest jedoch ohnehin nicht die Kapazitaeten bot, um diesen Rahmen im entferntesten sprengen zu koennen, stoerte das niemanden. Dank des Akkus meiner Kamera, der nach 5 Fotos den Geist aufgab, kann ich die Eindruecke leider (fast) nur schreibenderweise teilen.&lt;br /&gt;Zu typisch ecuadorianischer Musik fuehrten die einzelnen Klassen der Escuela ihre einstudierten Taenze vor. Gekleidet in die traditionelle Kleidung des Kitu Kara Pueblos ging es dabei hauptsaechlich darum, Sombreros rhythmisch in die Luft zu heben oder symbolisch der Sonne zu huldigen. Fuer mich persoenlich war es interessant es gesehen zu haben, ohne dabei jedoch das Gefuehl zu haben, in die ecuadorianische Kultur eingetaucht zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Kitu Kara: Das Pueblo Kitu Kara ist in der Provinz Pichincha beheimatet, wobei Pueblo nichts anderes heisst, als dass sich dieser Indígenastamm in Kleidung, Kultur von den anderen (bspw. des Oriente) abgrenzt, ohne dabei jedoch die Verwandtschaft zu leugnen. Die Trachten der Kitu Kara bestehen aus schwarzen Ponchos ueber weissen Camisetas (eine Art langaermliger, bestickter Hemden) und weissen Leinenhosen, dazu die klassischen einfach geschnuerten Sandalen.&lt;br /&gt;Die Frauen tragen weinrote Ponchos ueber weissen Blusen und bestickten Roecken.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben dieser positiven Erfahrung ecuadorianischer Kultur, durfte ich an diesem Nachmittag auch die erste negative Erfahrung als Weisser unter Indígenas machen. Begruesst wurde ich gleich zu Anfang von der Leiterin einer Tanzgruppe mit der Bemerkung zu ihren Freundinnen, dass ich wohl mit der Gruppe der Peluchones auftreten wuerde. &lt;br /&gt;Peluchones sind dabei die weissen Pfarrer der Kolonialzeit, die dafuer beruechtigt waren, den Reichtum der Ureinwohner zu horten und sich nur in Gegenwart Hoehergestellter an christliche Werte zu halten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese ganze Geschichte war jedoch schnell vergessen, als es nach diesem Event zum Haus meiner Cousine ging. Die hatte naemlich ihren fuenfzehnten Geburtstag zu feiern, was hier in Ecuador soviel heisst, wie der Uebergang von Maedchen zu Frau und dementsprechend gefeiert wurde.&lt;br /&gt;Die bei meiner ersten original ecuadorianischen Feier noch zur Genuege gefundenen Zweifel an Sinn und Verstand der ganzen Tanzerei habe ich mittlerweile auch gut abgelegt und neben der Fotografiererei den Abend gut auf der Tanzflaeche verbracht. Spaetnachts versuchte dann mein Gastvater Nicholas noch, mir die traditionellen Tanzschritte der Ecuadorianer beizubringen, was jedoch wenig Erfolg zeitigte.&lt;br /&gt;Alles in allem war es wieder eine typische Feier der Leute hier, auch wenn sie dieses Mal weitaus groesser angelegt war. Von einer extra fuer Caro abgehaltenen Messe ueber ein grosses Abendessen bis zu den bereitgestellten “Damas y Caballeros”, welche die Quinceñera in ihr fuenfzehntes Lebensjahr ueberfuehrten war alles dabei.&lt;br /&gt;Sogar ein Auftritt fake-mexikanischer Mariachis wurde noch geboten, bis der offizielle Teil schliesslich mit dem “Anbiss” der Torte endete, der  -alter ecuadorianischer Brauch- dazu genutzt wurde, um Caros Gesicht grosszuegig mit Torte einzudecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fotos von dieser Feier gibts zur Genuege und werden selbstverstaendlich auch nachgereicht…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-2712529262153036303?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/2712529262153036303/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=2712529262153036303' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/2712529262153036303'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/2712529262153036303'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/11/pulchones-und-quinceera.html' title='Pulchones und Quinceñera'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-8353396503875347070</id><published>2008-11-11T00:18:00.000+01:00</published><updated>2008-11-11T00:20:07.505+01:00</updated><title type='text'>Que bonita es ... Cuenca!</title><content type='html'>Und schön war es in Cuenca, unserem letzten Reiseziel auf der Ecuador-Entdeckungstour. &lt;br /&gt;Nach zehn Stunden Schlaf im luxuriösen Nachtbus der Panamericana, der neben unendlicher Beinfreiheit auch mit Getränkeservice aufzuwarten hatte, wachten wir  in einer kleinen Nebenstraße Cuencas am Panamericana-Terminal auf.&lt;br /&gt;Beim Aussteigen durften wir gleich bewundern, was den ganzen Aufenthalt in der Stadt prägen sollte: Sauberkeit!&lt;br /&gt;Keine auf der Straße verteilten Müllhaufen, weder die in Quito allgegenwärtigen Müllsäcke am Straßenrand, noch mit leeren Plastikflaschen verzierte Gossen. Einfach schön!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Cuenca: Die, nach Aussagen der Cuencanos, schönste Stadt Ecuadors mit den schönsten Frauen und dem höchsten Lebensstil im ganzen Land feiert jährlich am 3. November ihre Unabhängigkeit, die sie 1820 von Spanien deklarierte. Interessante Anekdote für Deutsche: Die „Nueva Catedral“, einst als größte Kathedrale Südamerikas geplant, wurde von dem schwäbischen Architekten Dächinger geplant und erbaut.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da wir anlässlich der „Fiestas de Cuenca“ , der Feierlichkeiten des Unabhängigkeitstages von Cuenca in diese Stadt gekommen waren, waren nicht nur alle Zimmer gnadenlos ausgebucht, sondern die wenigen freien auch noch hoffnungslos überteuert. Doch mit der von Quito aus erledigten Organisation konnten wir dann zu fünft in einem Fünfer-Zimmer unterkommen – Für den doppelten Preis.&lt;br /&gt;Aber immerhin hatten wir so eine Bleibe in der Altstadt und konnten alle interessanten Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen. Dahingehend ließen wir uns auch nicht lumpen, besuchten Museen und Kirchen, wobei die „Nueva Catedral“ und das Sombreromuseum die Höhepunkte darstellten.&lt;br /&gt;Die Kathedrale ist einfach nur beeindruckend gigantisch, an der höchsten Stelle 65 Meter hoch, erfrischend schlicht eingerichtet und lässt so das überladene Ambiente der Kirchen dieser Zeit angenehmerweise gänzlich vermissen. Hier finden sich bei jedem Besuch die traditionell-katholischen Cuencanos beim Gebet, teils still versunken, teils mit Gesängen ihre eigene Messe ohne Priester abhaltend. Einer der Pater verlor jedoch selbst in dieser ehrfürchtigen Atmosphäre seinen Humor nicht: &lt;br /&gt;Ein Schild weist darauf hin, das Handy auszuschalten, GOTT will mit dir reden!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Sombreromuseum dagegen wurde die Herstellung der als Panamahüte bekannten Jipi-Japas veranschaulicht und nebenbei natürlich auch fleißig verkauft. Obwohl ich meinen schönen Hut in Otavalo erstandenen Hut auf der Ibarrafahrt verloren hatte, habe ich mir in Cuenca keinen neuen gekauft. Den verlier ich eh wieder...&lt;br /&gt;Außerdem komme ich ja nochmal wieder.&lt;br /&gt;Abgerundet wurde diese Sombrerotour durch den Besuch des „Casa del Sombrero“, in dem wir nicht nur die teuersten und feinsten „Sombreros Superfinos“ bewundern durften, sondern auch darauf hofften den berühmten Hutmeister Alberto Pulla zu treffen. Leider vergeblich, da er gerade geschäftlich unterwegs war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Panamahüte, Jipi-Japas oder Superfinos: Der irrtümlicherweise als Panamahut bekannt gewordene Superfino stammt aus und wird bis heute nur in Ecuador produziert. Die Pflanze, deren Fasern zur Herstellung der feinen Hüte benötigt werden, wächst nur in Ecuador und die Versuche, aus den Fasern einer verwandten Pflanze in Mexiko ähnliche Hüte herzustellen, sind bislang von wenig Erfolg gekrönt. Je nach Qualität des Hutes werden Wochen bis Monate veranschlagt um den Hut herzustellen. Dabei gilt: Umso schmaler die verwendeten Fasern, desto hochwertiger der Sombrero. Der Maestro Alberto Pulla stellt Hüte her, die so dicht und fein gewebt sind, dass sie nicht nur wasserdicht sind, sondern auch durch einen Fingerring gezogen werden können, ohne ihre Form zu verlieren. Diese Kunstfertigkeit bezahlte Pulla jedoch mit seiner Stimme: Durch die Dämpfe der Chemikalien zur Flexibilisierung der Hutfasern ausgelöster Krebs zerfraß einst seinen Kehlkopf.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben den abendlichen Entdeckungstouren, die uns nicht nur bestätigten, dass Cuenca definitiv zu den teuersten Städten Ecuadors gehört, sondern auch zeigten, dass sich das cuencanische Nachtleben definitiv sehen lassen kann, sahen wir uns auch traditionelle Feierlichkeiten an.&lt;br /&gt;So gab es am Montag einen Umzug zu sehen, bei dem auch althergebrachte Volkstänze aufgeführt wurden, wobei es augenscheinlich hauptsächlich darum zu gehen schien, den Hut kunstvoll durch die Gegend zu schwingen.&lt;br /&gt;Auch abends waren neben Livebands und Feuerwerk auch Radrennen zu bestaunen, wobei sich Cuenca mehr für das Radrennen als die eigentlichen Feierlichkeiten zu interessieren schien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen kleinen Schock mit ecuadorianischem Erlebnis hatte ich schließlich noch im Taxi. Mit cuencanischem Anhang im Taxi Richtung Friedhof unterwegs, um Colada Morada anlässlich des Totensonntags zu probieren, schnitt unser Taxista einem heranbrausenden Pizzaauslieferer auf seinem Motorrad den Weg ab. Einen Knall und eine tiefe Delle in der Seitentür später sprangen wir alle – glücklicherweise unverletzt – aus dem Taxi um nach dem Motorradfahrer zu schauen.&lt;br /&gt;Auch ihm war nichts passiert, als dies jedoch sichergestellt war, begann der Taxifahrer ihn zu beschuldigen und zu fordern, seine Tür zu bezahlen.&lt;br /&gt;Als dies jedoch keinen Erfolg zeigte – immerhin war das Taxi links von der Vorfahrtstraße abgebogen ohne das Motorrad zu beachten – setzte sich der Taxifahrer kurzerhand in sein Auto und brauste davon. Ohne Name, Adresse oder Nummernschild zu hinterlassen.&lt;br /&gt;Von diesem Verhalten geschockt ließ ich mich kurzerhand in das Auto eines Kolumbianers dirigieren, der angehalten hatte und so freundlich war, uns zur nächsten Colada Morada zu fahren...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Totensonntag: In Ecuador lebt der Brauch, anlässlich des Totensonntages Colada Morada und Guaguas de Pan zu machen. Dieses dickflüssige Getränk aus allerlei Früchten und von Unmengen Brombeeren violett gefärbt wird mit den Guaguas, unseren Stutenmännern nicht unähnlich, auf dem Friedhof den Toten dargebracht und anschließend verzehrt. Ein leckerer Brauch!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach all den Feierlichkeiten und Festivitäten, Besichtigungen und Sehenswürdigkeiten ging es dann Montag Nacht wieder Richtung heimatliches Quito. In einem bei weitem nicht mehr so komfortablen, aber ausreichendem Bus ging es über Nacht wieder zurück.&lt;br /&gt;Mit der festen Entschlossenheit, ins schöne Cuenca zurückzukehren und einer handfesten Erkältung   kam ich schließlich Dienstagmorgen wieder in meiner Familie in Lumbisi an...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-8353396503875347070?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/8353396503875347070/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=8353396503875347070' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/8353396503875347070'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/8353396503875347070'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/11/que-bonita-es-cuenca.html' title='Que bonita es ... Cuenca!'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-3242095672635149754</id><published>2008-10-25T20:43:00.002+02:00</published><updated>2008-10-25T20:46:11.367+02:00</updated><title type='text'>Angekommen in Ecuador oder Leben im Vorort von „Dogtown“</title><content type='html'>Nach dem ersten Wochenende in meiner Familie gibt es gleich nen ganzen haufen zu berichten, wenn ich es auch aus Zeit- und Internetmangel jetzt erst schaffe:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was man bei dem für ecuadorianische Verhältnisse reichen Haus nicht erwartet hätte, ist dennoch eingetreten. Denn nach einer Woche wurde das Versprechen, mich auch im Rest der Familie einzuführen, eingehalten – Ganz im Gegensatz zum Versprechen, meine Hängematte aufzuhängen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafür ging es Samstag Nachmittag nach „Lumbisi Zentrum“, was nichts anderes bedeutete, als dass die Häuserdichte von 5/Straße auf unglaubliche 15 pro Straße anwuchs. Hier ging es dann auch direkt in das Haus meiner neuen Großeltern, wo ich vor allem durch den Garten geführt wurde.&lt;br /&gt;Denn wie es sich für eine traditionelle ecuadorianische Familie gehört, ist diese nicht nur groß, sondern lebt so weit es geht autark. So besitzen auch wir hier in Lumbisi einiges an Land, in dem ich demnächst wohl auch fleißig Mais, Kartoffeln und Tomaten anbauen werde.&lt;br /&gt;Wo mir die Landwirtschaft doch im Blut liegt...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber weiter im Text.&lt;br /&gt;Nach dem Besuch der Großeltern und um Dutzende von Pflanzennamen auf Spanisch reicher, die ich gleich wieder vergessen habe, wurde der nächste Teil der Familie besucht.&lt;br /&gt;Die Großmutter väterlicherseits mit etlichen Cousins und Cousinen, Tanten und Onkeln, deren Namen ich entweder schon wieder vergessen oder gar nicht erst verstanden habe. Ganz davon abgesehen, dass hier in Lumbisi sowieso jeder mit jedem verwandt ist (also ist nicht nur die Bevölkerungsdichte ein Anhaltspunkt auf Verwandtschaft mit Brachbach...) kann ich zu allem Übel auch nicht zuordnen, wer jetzt über wen in welchem Verhältnis zu wem steht...&lt;br /&gt;Nicht einmal das Alter ist ein Anhaltspunkt, da der Dreijährige um die Ecke ebenso gut mein Vetter, Onkel oder Neffe sein kann... Man kann nie wissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abgeschlossen wurde der Tag mit dem Besuch bei Blanca, dem ecuadorianischen Part der Fundacion VASE, mit der ich jetzt auch irgendwie verwandt bin. Tante glaube ich... Kann auch nur an dem Grund liegen, dass wir beide in Lumbisi wohnen.&lt;br /&gt;Nach der Einladung mit Blancas Bruder und Nicolas (mein Gastvater) am kommenden Wochenende zum Fischen in die Berge zu fahren und dort zu Campen stellten wir noch eine Mannschaft aus der Familie zusammen und liefen dann zum „Stadion“.&lt;br /&gt;Erstaunlich gut ausgestattet mit zwei Basketballplätzen und drei mehr oder weniger gut in Stand gesetzten Fußballplätzen spielten wir zunächst 2 vs 2. Wobei es mehr darauf ankam, die anderen am Spiel zu halten und Spaß zu haben, als Körbe zu werfen. Aber das ist wohl die ecuadorianische Mentalität. Auch als noch vier andere Jugendliche aus Lumbisi mit ins Spiel kamen wurde das Spiel zwar gewinnorientierter, aber trotzdem nicht krampfhaft gewinnfixiert.&lt;br /&gt;Ich bin mir nicht sicher, ob das verständlich erklärt ist, aber die ecuadorianische Mentalität muss man einfach selbst erleben, um es nachvollziehen zu können.&lt;br /&gt;Abends fiel ich dann nur noch erschöpft und dank fehlender Sportschuhe um ein 2 € Stück großen Teil meiner Haut am Fuß ärmer ins Bett, um mich für den folgenden Familientag zu erholen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Gegensatz zu der ursprünglichen Ankündigung, Sonntag um 6 Uhr morgens aufzustehen, um auf dem Feld der Familie zu arbeiten, konnte ich auch solange ausschlafen, wie es zwei Kinder im Alter von zwei und fünf Jahren eben zulassen. Zum Mittagessen ging es dann zur Schwägerin meines Gastvaters, die ein Stück außerhalb Lumbisis auf dem Land wohnt. Wobei auf dem Land hier soviel bedeutet, wie fünf Minuten Fußweg außerhalb des Zentrums.&lt;br /&gt;Neben der freundlichen Einladung, ihr demnächst mal bei der Feldarbeit zu helfen, bei der ich mir bis jetzt nicht sicher bin, ob sie ironisch gemeint war, durfte ich auch Familienfotos bewundern und meine ersten beiden Live-Geflügelschlachtungen miterleben.&lt;br /&gt;Schließlich sollte es zum Mittagessen Gans geben und meine Familie brauchte noch ein gerupftes und ausgenommenes Huhn für die folgende Woche.&lt;br /&gt;Um es kurz zu machen:&lt;br /&gt;Es war bei weitem nicht so schlimm oder eklig, wie man es sich vielleicht als verwöhnter Europäer vorstellt, nur der Moment in dem das Huhn kopflos weiterzappelt ist etwas ... gewöhnungsbedürftig.&lt;br /&gt;Auch das Wissen, dass der Geschmack meiner Suppen zu einem Gutteil von Hühnerinnereien herrührt ist nicht unbedingt wünschenswert und bestätigt mich in meinem Verhalten, kein Fleisch aus der Suppe zu essen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafür waren jedoch sowohl Suppe als auch die nachfolgenden Entenstücke mit Kartoffeln und einer Soße aus vorher gekochten Eiern sehr lecker, wenn auch etwas zäh. Aber da man hier ja sowieso mit den Händen isst, war das auch kein Problem. Neben diesen dorf-ecuadorianischen Erlebnissen, durfte ich auch noch mit der Manifestation des Teufels in Form einer Babykatze Bekanntschaft machen. Das der Name Beelzebub für so viel Skepsis sorgen könnte, hätte ich nicht erwartet, doch da hatte ich nicht mit dem katholischen Ecuador gerechnet. Meine Gasteltern waren beide nicht sonderlich begeistert über den Namen, während die erstaunlich aufgeklärte, wenn auch arme Besitzerin der Katze nur lachte.&lt;br /&gt;Überhaupt wurde während des ganzen Wochenendes sehr viel gelacht, sehr viel geredet und sehr viel über Deutschland und Europa gefragt. Ein gelungenes Wochenende in einer riesigen, herzlichen Familie – Also genau das, was ich eigentlich von meiner ecuadorianischen Gastfamilie erhofft hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Samstagsergaenzung:&lt;br /&gt;Die Uebernachtung in den Bergen von Papallacta ist flachgefallen, da irgendjemand irgendwem abgesagt hat, Nicolas ne Grippe hat und es sowieso viel zu kalt war... Schade eigentlich, aber es laesst sich ja wiederholen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-3242095672635149754?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/3242095672635149754/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=3242095672635149754' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/3242095672635149754'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/3242095672635149754'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/10/angekommen-in-ecuador-oder-leben-im.html' title='Angekommen in Ecuador oder Leben im Vorort von „Dogtown“'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-5974726493995002452</id><published>2008-10-18T18:46:00.000+02:00</published><updated>2008-10-18T19:31:13.449+02:00</updated><title type='text'>Trautes Heim, Glueck allein und “¡Yo tengo un Corazon para mi profe!”</title><content type='html'>Eine Woche im neuen Zuhause mit einer weiteren Arbeit ist ins Land gezogen und langsam wird es auch mal wieder Zeit den Blog auf den neuesten Stand zu bringen. Das wird aber auch in naechster Zeit wohl immer ein wenig laenger dauern, da ich jetzt auf Internetcafès angewiesen bin und nicht mehr das Glueck habe, bequem von zuhause den Blog aktualisieren zu koennen.&lt;br /&gt;Doch von vorne:&lt;br /&gt;Nach der Zeit bei Tato ging es letzte Woche Dienstag in meine neue Familie in Lumbisi, einem kleinen Ort etwas naeher an Quito und vor allem auch naeher an meinem Projekt. Hier wohne ich jetzt im zweiten Stock eines grossen Hauses, dessen untere Etage jedoch fuer einen Schreibwarenladen genutzt wird. &lt;br /&gt;Alles in allem muss ich auch weiterhin keine grossen Abstriche an Lebensqualitaet machen, wie das anderen Volunteers bereits passiert ist, da ich ein eigenes Zimmer mit eigenem Bad und mehr oder weniger warmes Wasser habe. Alles nicht so gross, wie bei Salazars, auch kein Internet, aber ich fuehle mich doch deutlich wohler.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine neue Familie besteht aus Maria und Marinesoldat Nicolas, sowie den beiden Kindern Nicole (5) und Mattheo (2), alles in allem also eine sehr junge Familie, die mich sehr herzlich aufgenommen haben, und in der ich mich gleich als Teil der Familie gefuehlt habe. Hier ersetzen jetzt Gespraeche das Internet und die Versuche, Mattheo von meiner Laptoptastatur fernzuhalten die Bitten um Deutschnachhilfe.&lt;br /&gt;Zudem, ich haette es ja nicht gedacht, kann ecuadorianisches Essen wirklich lecker sein!&lt;br /&gt;Mit  ein paar Gewuerzen und Kraeutern anstelle eines Ernaehrungsplans kann man auch aus “Pollo y arroz” (Haehnchen und Reis) eine wohlschmeckende Mahlzeit zubereiten…&lt;br /&gt;Auch sonst kann ich mich kaum beklagen, hat meine Familie doch gleich mein ganzes Wochenende verplant und wird mich wohl spaeter am Tag noch dem Rest der Familie vorstellen und einiges mit mir unternehmen. &lt;br /&gt;Der kleine Wermutstropfen ist die ecuadorianische Erziehung, die dazu fuehrt, dass die beiden Kinder im Haus wenig hoeren, dafuer aber umso mehr Scheisse bauen. Aber dafuer gibts ja dann meine vierzehnjaehrige Cousine vor Ort, die Tag fuer Tag mitisst und entweder in der Papeleria mit Hausaufgaben hinter dem Tresen steht oder aber auf die Kinder aufpasst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Gegensatz zu meiner ersten Familie liess sich hier auch schon der eine der andere Kulturschock erleben, da sich das Bildungsgefaelle ind er ecuadorianischen Gesellschaft doch deutlich zu zeigen beginnt.&lt;br /&gt;So habe ich die ersten zwei Tage nur mit dem Loeffel gegessen, auf meine spaetere Frage nach Messer und Gabel wurde erst verdutzt geschaut und dann das alte Marinegeschenk des Vaters, ein sechsteiliges Besteckset hervorgekramt.&lt;br /&gt;Von diesem Tag an ist auch der Rest der Familie fleissig das Essen mit Messer und Gabel am Ueben.&lt;br /&gt;Auch die Esskultur im Ganzen bleibt ein wenig auf der Strecke, da weder zusammen gegessen wird, noch das Essen genossen, sondern mehr geschlungen wird.&lt;br /&gt;Ebenso wie mit Emma – btw¡Ich VERMISSE Emma!- gab es dann auch schon einen kurzen Geografieexkurs, sowie eine kleine Erklaerung, warum denn in Europa alles teurer ist und woher die verdammten Gringos eigentlich soviel mehr Geld haben als der Rest.&lt;br /&gt;Dafuer weiss ich mittlerweile, was die “buque” ist, habe einen Einblick in das Leben eines ecuadorianischen Marinesoldaten bekommen, presse mir jeden Morgen meinen Orangensaft selbst und geniesse das Leben in einer auesserst warmherzigen Familie mit manchmal recht anstrengenden Kindern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A propos anstrengende Kinder.&lt;br /&gt;Mittlerweile helfe ich ja ein bisschen in einem Kindergarten aus, da die Leiterin Yolita ueber den ehemaligen Volunteer Dominik in der Fundación VASE nach Hilfe gefragt hat. Da ich sowieso in der Naehe arbeite und ja ein kinderlieber Mensch bin, mache ich meine Unterichtsvorbereitung jetzt nachmittags und gehe dafuer in meinen Freistunden Richtung “Guarderia Santa Inèz”. &lt;br /&gt;Nach meinen ersten Stunden in der Guarderia weiss ich auch, warum die Latinos sprichwoertlich den Rhythmus im Blut haben. Denn die Minuten, in denen in der Guarderia keine Musik laeuft, gesungen oder getanzt wird lassen sich an einer Hand abzaehlen. Unter der Leitung der unglaublich energischen und liebevollen Yolita werden hier zu allen moeglichen lateinamerikanischen Kinderliedern Lieder fuer das Wetter gesungen, mit den Haenden ganze Stapel von Blaettern gelb angemalt und kleine Papierschnipsel aufgeklebt.&lt;br /&gt;Und obwohl sich der Kindergarten rein durch Spenden finanziert, erhalten die Kinder Fruehstueck und Mittagessen, haben eine Vielzahl von Spielsachen und Material zum Basteln und Malen. Aeusserst beeindruckend.&lt;br /&gt;Ebenso beeindruckend fortschrittlich fuer das doch sehr rassistische Ecuador ist das Erziehungskonzept von Gleichheit und gegenseitigem Verstaendnis. Auch wenn ich diese Arbeit weder fuer den Rest meines Lebens machen wollte, noch laenger als vier Stunden am Tag, so kann ich hier doch sehr viel mitnehmen, nicht zuletzt die Hochachtung vor Kindergaertnerinnen, die acht Stunden oder laenger am Tag mit einer Horde unerzogener Blagen aushalten muessen, ohne dass diese sich gegenseitig umbringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Anekdote aus dem Kindergarten zum Abschluss:&lt;br /&gt;Ich konnte es kaum glauben, als der groesste, kraeftigste Junge der Guarderia am zweiten Tag meiner Arbeit zu mir kam und mir wehmuetig eroeffnete: “Profe, ich habe keine Freunde!” Damit nicht genug hatte er auch noch die feste Absicht mich als seinen Freund zu gewinnen mit den Worten: “Ich habe ein Herz fuer meinen Profe!”&lt;br /&gt;Sehr verdutzt habe ich ihn einfach nur zu den anderen geschickt und ihm gesagt, dass alle hier seine Freunde sind… Komische Welt…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Al fin: Fotos aus Tatos Haus sowie vom Trip nach Ibarra stehen auf Picasa online, Fotos aus der Guarderia, von meiner Familie und hoffentlich auch mal aus meinem Colegio kommen spaeter…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-5974726493995002452?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/5974726493995002452/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=5974726493995002452' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/5974726493995002452'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/5974726493995002452'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/10/trautes-heim-glueck-allein-und-yo-tengo.html' title='Trautes Heim, Glueck allein und “¡Yo tengo un Corazon para mi profe!”'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-1067193904393909106</id><published>2008-10-18T18:43:00.002+02:00</published><updated>2008-10-22T00:56:54.755+02:00</updated><title type='text'>Leben bei Tato und eine Reise in den Norden</title><content type='html'>Eine kurze Übergangszeit bei Tato, meinem Kurzzeitvater und Besitzer des wahrscheinlich größten Bed&amp;Breakfast von ganz Ecuador leitete mein „neues“ Leben hier in Ecuador ein. &lt;br /&gt;Mit selbst für europäische Verhältnisse großem Luxus, riesigen Zimmern, eigenem Badezimmer mit Badewanne und einem begehbaren Kleiderschrank von der Größe eines eigenen Zimmers ließ sich die Übergangszeit bis zum Umzug in die neue Familie einfach verbringen.&lt;br /&gt;Doch nicht nur der Luxus in diesem Haus war gigantisch, auch die Herzlichkeit und Freundlichkeit der Menschen, die es bewohnen.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:italic;"&gt;Tatos Bed&amp;Breakfast: Nur 20 Betten, dafür aber in einer Villa, die einem spanischen Kolonialherren würdig wäre. Etwas außerhalb von Quito in Cumbaya gelegen, was aber kein Problem darstellt, da der englischsprachige Besitzer gerne einen Abholservice vom Flughafen organisiert. Große Zimmer, warmes Wasser, Internet, dazu Hängematten, die dazu einladen in der Sonne der Sierra zu entspannen.&lt;br /&gt;Dazu familiäre Besitzer mit einem riesigen Herz und das alles für 25$ (EZ), 35$ (DZ), 45$ (3er).&lt;br /&gt;Schon allein wegen der Tipps zu sehenswerten Plätzen sowie zugehöriger Organisation des Besitzers den Besuch wert.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Tato, der Besitzer des Bed&amp;Breakfast mit zahlreichen Nebenjobs und seinem Studium in den USA, seine Frau Christina, die als Chemie und Biologielehrerin arbeitet, sowie ihr überaus aktiver Sohn Nicholas nahmen mich so freundlich auf, dass ich mich nie als Kunde, denn mehr als Teil der Familie fühlte. Dieses Gefühl verstärkte sich nur noch mehr, als ich eines Tages -zugegeben nach einer langen Partynacht zuvor- hundeelend und mit mehr als nur einer Magenverstimmung im Bett lag und ich kurzerhand mit zu Tatos Familie genommen wurde. &lt;br /&gt;„Ich will dich in meiner Nähe haben, wenn es dir schlecht geht!“&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Doch nicht nur dies war in Tatos Haus zu erleben, da auch Jakob und Parviz ihre Familie wechseln, lebten wir drei für nahezu eine Woche, zusammen mit Vera und ihrer Mutter, die wieder nach Hause geflogen ist und zum Übergang ebenfalls bei Tato wohnte.&lt;br /&gt;So hatten wir einige lustige Abende und lehrreiche Erfahrungen über die Mentalität der Latinos am Beispiel Tatos:&lt;br /&gt;Schneide niemals ein Auto! Der Besitzer verfolgt dich bis ans Ende der Welt... Wenn er dich nicht aufgrund eines langsamen Autos ziehen lassen muss.&lt;br /&gt;Respektiere deinen Gegenüber! Wenn eine Gruppe zu einem Barbecue eingeladen ist und sich plötzlich überlegt, doch lieber in den Kurzurlaub zu fahren, ohne Bescheid zu sagen...&lt;br /&gt;Einer der einfachsten Wege, selbst die geduldigsten Leute zu vergraulen.&lt;br /&gt;Abgeschlossen wurde diese Zeit von einer Wochenendreise nach Ibarra.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:italic;"&gt;Ibarra: Oder „Die weiße Stadt“ liegt nach aktuellen Reiseführern etwa 2,5 h nördlich von Quito, man sollte jedoch immer die Anfahrtszeit zum entsprechenden Busbahnhof einberechnen, was den Weg schonmal au 4 Stunden bringen kann. Ibarra dient als Ausgangspunkt für Reisen nach Otavalo oder Cotacachi und ist bei Touristen als Startpunkt für die Zugfahrt Ibarra-Salinas bekannt. Persönlicher Tipp: Außer für den Zug nicht die Reise wert.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Nachdem sich unser Start um einen Tag verschoben hatte (s.o.), dafür aber eine Begleitperson mehr eingebracht hatte, machten sich Julia und Jakob, sowie meine Wenigkeit auf den Weg nach Ibarra. Wir hatten die Reise schon vorher geplant, doch die Planung so oft umgeworfen und erneuert/ergänzt, dass es uns schließlich nichts ausmachte, sie ganz über Bord zu werfen, als uns der andauernde Regen endgültig einen Strich durch die Rechnung machte.&lt;br /&gt;So war am ersten Tag statt einem Lagunenbesuch nicht mehr drin als der erneute Besuch von Otavalo, wo Julia und ich nach einigem Feilschen jeweils eine Hängematte für unschlagbare 11 Dollar erstanden. &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:italic;"&gt;Otavalo: Der größte Indígena-Markt der Andenregion wartet mit einer unglaublichen Vielzahl von handgemachten Produkten aus Wolle, Holz und Vulkangestein auf. Die hier lebenden Indígenas sind durch die hohe Zahl von Touristen sehr wohlhabend, ohne dabei jedoch ihre Wurzeln zu vergessen oder gar verleugnen zu wollen – wie man es oft in Quito findet. Hier wird noch die traditionelle Tracht getragen und barfuß gelaufen, um mit Pacha Mama in Verbindung zu bleiben. Dagegen weist der Markt selbst oftmals ein Schwarzmarktflair auf, das seinesgleichen gesucht. Gefälschte Ware zu Dumpingpreisen zwischen den authentischen handgefertigten Ponchos und Panamahüten, sowie die Möglichkeit den Preis jeder Ware um 30% bis 80% zu drücken machen den Besuch von Otavalo zum Erlebnis.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Von dort ging es auf direktem Wege weiter nach Ibarra, wo wir uns eine Herberge suchten. Das war jedoch mit dem Problem verbunden, dass jeder Herbergsvater uns auf unsere Hautfarbe reduzierte und die Dollarzeichen in den Augen zu blinken begannen.&lt;br /&gt;So lehnten wir denn auch die erste Herberge ab, in der uns gnadenlos überteuerte Preise nicht zu verhandeln waren. Dafür kehrten wir dann in der zweiten Herberge ein, deren Besitzer uns nicht nur herzlich willkommen hieß, sondern uns auch eifrig seine Vielzahl an gesammelten Schnapsfläschchen zeigte.&lt;br /&gt;Belustigt und mit der Gewissheit, eine Unterkunft für die Nacht zu haben, machten wir uns auf den Weg, dass angeblich beste Eis Ecuadors zu essen und etwas zu essen zu suchen, um danach gestärkt das Nachtleben Ibarras unsicher zu machen. &lt;br /&gt;Das Eis war in Ordnung, die zuvor ausgesprochenen Lobeshymnen konnten jedoch nicht bestätigt werden, auch wenn das Eis noch traditionell aus großen Bronzepfannen geschabt wird.&lt;br /&gt;Dafür gab es ein Abendessen, dass sich mit allem messen konnte, was ich jemals gegessen habe – Selbstgekochtes mal ausgeklammert.&lt;br /&gt;„Donde el Argentino“ verwöhnte uns mit unglaublich guten Steaks, die nicht nur mit Qualität, sondern auch mit Quantität auftrumpfen konnten. Ein Steak, wie ich es besser noch nicht gegessen habe!&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Gesättigt und zufrieden rollten wir Richtung „Cafe Arte“, wo wir nicht nur einen guten Wiskhey und eine, dem Namen alle Ehre machende Speisekarte antrafen, sondern auch die in Ecuador offenbar allgegenwärtigen Deutschen. Doch nach den Strapazen des Tages und Vortages waren wir alle nicht in allzu großer Partystimmung und machten uns deshalb früh wieder auf zu den Schnapsfläschchen, um eine angenehme Nacht zu verbringen.&lt;br /&gt;Schließlich sollte es am nächsten Morgen schon um 7 Uhr weitergehen. Die Zugfahrt stand auf dem Plan.&lt;br /&gt;Nach einer kleinen und äußerst günstigen Stärkung in einer örtlichen Panaderia konnten wir uns auch im Schienenbus platzieren. Der seinem Namen alle Ehre machte, da der ganze „Zug“ nur aus einem auf Schienen gestellten Bus bestand, mit der Ausnahme, dass die Möglichkeit bestand, sich auch aufs Dach zu setzen.&lt;br /&gt;Zwar war dies während der Fahrt durch Ibarra selbst nicht möglich...&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:italic;"&gt;... da seit einigen Jahren, das Fahren auf dem Dach verboten ist. Dies geht auf den Fall zweier Japaner zurück, die während der Fahrt die Bekanntschaft von den in Ecuador üblichen Siemens Luftleitungen machten. Mit tödlichem Ausgang.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Doch nach dem Verlassen der Stadt konnten wir uns alle einen Platz auf dem Dach sichern, von dem aus man einen herrlichen Blick auf die langsam vorbeiziehende Sierra-Landschaft hat und konnten auch eine Vielzahl an Fotos schießen. Aufgelockert wurde die zweistündige Fahrt durch acht Tunnel, durch die mit besonders hoher Geschwindigkeit und lautem Gekreisch der Passagiere gefahren wurde.&lt;br /&gt;Nebenbei trafen wir auch ein Pärchen aus Ecuadorianerin und Schweden, die ebenfalls auf Entdeckungsreise durch Ibarra und Umgebung waren und uns empfahlen, den „Parque del Condor“ zu besuchen, was wir auch nach Abschluss der Zugreise gerne in Angriff nahmen.&lt;br /&gt;Mit dem Bus ging es wieder zurück nach Ibarra -die Busfahrt dauerte 45 Minuten, der Zug benötigte für die selbe Strecke zwei Stunden- und von dort nach Otavalo.&lt;br /&gt;Zum Kondorpark kamen wir dann via Taxi, doch der Park selbst hielt keine Dinge von großem Unterhaltungswert bereit, wenn man mal von dem Erlebnis absieht, einen 1,20 Meter großen Kondor aus drei Meter Entfernung bestaunen zu können.&lt;br /&gt;Auch die nächste Flugshow war leider zu spät für uns, da wir schließlich noch nach Quito zurück mussten. So verließen wir den recht kleinen Park bald wieder und machten uns auf den Weg zurück in die kalte Hauptstadt Ecuadors.&lt;br /&gt;Hier wurden wir auch prompt wieder von Regenschauern empfangen, so dass wir alle uns nur so schnell wie möglich auf den Weg nach Hause machten...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-1067193904393909106?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/1067193904393909106/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=1067193904393909106' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/1067193904393909106'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/1067193904393909106'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/10/leben-bei-tato-und-eine-reise-in-den.html' title='Leben bei Tato und eine Reise in den Norden'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-4518509498608797134</id><published>2008-10-01T23:44:00.002+02:00</published><updated>2008-10-01T23:54:29.176+02:00</updated><title type='text'>Strandurlaub in Tonsupa</title><content type='html'>Nach nunmehr acht Wochen im Hochland Ecuadors beschlossen wir Freiwillige, dass wir endlich die dicht beieinander liegenden und extrem unterschiedlichen Gebiete Ecuadors ausnutzen wollten und tauschten kurzerhand den schneebedeckten Cotopaxi und die versmogte Luft Quitos gegen Strand und Palmen Esmeraldas.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Provinz Esmeraldas liegt nordwestlich von Quito und war früher ein Zufluchtsort für geflohene Sklaven, weshalb hier der größte Teil der Afro-Ecuadorianer beheimatet ist. Zusätzlich gilt die Provinz als ein extrem artenreiches und ökologisch wertvolles Gebiet, dass jedoch durch industrielle Garnelenzucht und Abholzung der tropischen Wälder stark gefährdet ist. Besonders die Mangrovensümpfe sind sehenswert und könnten die Region vor den schlimmsten Folgen des Naturphänomens "El Nino" bewahren, wenn sie nicht durch die Garnelenzucht mittlerweile zum Großteil zerstört wären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dieses tropische Gebiet also machten wir uns dann heiter, fröhlich und mit ausreichend Verpflegung ausgestattet auf. Nach sieben Stunden Busfahrt erreichten wir dann auch Atacames. Bis heute weiß niemand, warum wir nicht direkt in Tonsupa, unserem eigentlichen Zielort, ausgestiegen sind. Nicht das der Bus nicht ohnehin durch Tonsupa gefahren ist.&lt;br /&gt;Aber so hatten wir immerhin die Möglichkeit für den gnadenlos überteuerten Preis von 2$ pro Person mit dem Mototaxi von Atacames nach Tonsupa zu fahren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Mototaxis: Das sind Motorräder bzw. Mopeds, die mit Hilfe von zwei bis vier zusätzlichen Rädern von ausrangierten Fahrrädern und einem unerklärbaren zusätzlichen Aufbau mit mehr oder weniger ausreichenden Sitzen für Fahrgäste aufgemotzt wurden. Dabei scheint die Rechnung der Fahrer folgende zu sein:&lt;br /&gt;1.Der Fahrpreis ist pro Person.&lt;br /&gt;2.Umso mehr Personen, desto mehr Dinero&lt;br /&gt;3.Das Mototaxi für gequetschte 3 Personen findet auf einmal Platz für 6-8&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier hatte uns Parviz schon versprochen ein Haus zu kennen, in dem man für einen fairen Preis eine ganze Haushälfte mieten könnte. Nach etwas planlosem Herumfahren im Mototaxi fanden wir dann schließlich auch besagtes Haus und -Oh Wunder- es war tatsächlich eine Haushälfte frei.&lt;br /&gt;Im Nachhinein nicht verwunderlich, hat die Schulzeit doch vor kurzem wieder angefangen und dementsprechend gab es auch kaum Touristen aus der Sierra.&lt;br /&gt;So hatten wir sieben Freiwillige – Paul und Simon, Julia, Anna, Parviz, Kai und Ich – denn eine Residenz für unseren Urlaub gefunden. &lt;br /&gt;Drei Schlaf-, ein Wohnzimmer, Küche und zwei Bäder samt Swimmingpool waren unser!&lt;br /&gt;Wir konnten uns sogar hin und wieder dazu aufraffen die Küche zu nutzen und besonders Kai und Parviz waren extrem von dem vorhandenen Kabelfernsehen angetan. Trotz der Schwarz-Weiß-Beschränkung.&lt;br /&gt;Auch der Pool musste so manche Party Wümmball ertragen, die wir im Innenhof des Hauses austrugen, nachdem uns Kai mit diesem Spiel vertraut gemacht hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Wümmball: Man nehme zwei Mannschaften, einen ausreichend großen Platz und einen Swimmingpool. Spielgerät ist ein Ball beliebiger Form und Größe. Anschließend stelle man sich eine Horde wildgewordener Halbstarker vor, mische das mit Rugby und Wasserball, gebe eine Prise Brutalität dazu und schon hat man das sagenumwobene Spiel “Wümmball”.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber da wir schon so nah am Meer waren, nutzten wir auch diesen Umstand natürlich großzügig aus. Gleich am ersten Morgen der Ankunft machten Paul, Simon und ich uns auf, Strand und Meer zu erkunden. Leider geht die Sonne hier in Ecuador ja immer schon um 6 Uhr auf, so dass wir leider zu spät für den Sonnenaufgang waren. Da es aber sowieso das ganze Wochenende über bewölkt blieb, war das dann doch nicht so tragisch.&lt;br /&gt;Nachdem wir gefrühstückt hatten und die anderen zu uns gestoßen waren, gammelten wir eigentlich nur den ganzen Tag am Strand und im Meer rum. Immer wieder aufgelockert wurde diese Zeit durch die ecuadorianischen Strandverkäufer, die in uns das Geschäft ihres Lebens witterten.&lt;br /&gt;So durften wir also immer wieder die Saftverkäufer („Jugooo, quieres Jugo? Naranja!“) und Pseudofriseurinnen („Trensas?! Bonito, bonito!“) abwimmeln, die alle fünf Minuten aufs Neue vorbeikamen und teilweise einfach anfingen den Mädels die Haare zu flechten.&lt;br /&gt;Als dann der erste Saft gekauft und die ersten Haare geflochten waren, hatten wir dann auch endlich unsere Ruhe und konnten unseren Abend planen... Wenn da nicht was gewesen wäre: Ley seco!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ley seco: Zu deutsch „Trockenheitsgesetz“ bedeutet nichts anderes, als das zu Zeiten von Wahlen nichts getrunken werden darf. Sämtliche Kneipen und Clubs sind geschlossen und es ist ab 12 Uhr mittags zwei Tage vor der Wahl bis um Mitternacht des Wahltages nicht möglich Alkohol zu kaufen. Die Polizei fährt regelmäßig Streife und verhängt sehr hohe Strafen über Alkohol ausschenkende Lokale. Wer betrunken in der Öffentlichkeit aufgegriffen wird, wird einkassiert und verbringt die nächste Zeit hinter schwedischen Gardinen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also blieb die Partymeile Atacames für dieses Mal für uns verschlossen und es wurde spontan in ein entspanntes Wochenende umgeplant. Nachdem Parviz und Kai aus dubiosen Quellen doch noch etwas Alkohol aufgetrieben hatten war die Sache auch geritzt und wir machten uns abends unsere eigene Party im Haus.&lt;br /&gt;Doch zuvor trafen wir noch drei andere Freiwillige aus unserer Gruppe, die offensichtlich nichts davon mitbekommen hatten, dass wir uns auch an den Strand aufmachen wollten und deshalb allein gefahren waren. Mit ihnen zusammen buchten wir noch eine Whale-Watching-Tour für den nächsten Tag und hatten damit unseren Freitag auch schon gut rumgebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach ausgiebigem hausgemachtem Frühstück startete unsere Waltour morgens um 11 vom Strand Tonsupas aus. Mit wenig Hoffnung machten wir uns auf den Weg, da die eigentliche Saison um Wale zu sehen schon zu Ende war. Der ausschlaggebende Punkt für die Tour war der Preis gewesen und die Geldzurück-Garantie unseres Bootsführers.&lt;br /&gt;Ausgestattet mit eher alibimäßigen Rettungswesten ließen wir in das wenig vertrauenerweckende Boot zu Wasser und waren schon bald weit draußen auf dem Meer auf der Suche nach Walen.&lt;br /&gt;Mehr als eine halbe Stunde verging, ohne das wir auch nur einen Fisch gesehen hätten und wir machten uns gerade die Tour damit schmackhaft, dass so eine Rundfahrt auf dem Meer ja auch mal ganz schön ist, als plötzlich der Bootsführer aufgeregt in eine Richtung deutete und das Boot auf Maximalgeschwindigkeit beschleunigte. &lt;br /&gt;Etwa 100 Meter vor uns war eine Finne aus dem Wasser aufgetaucht.&lt;br /&gt;Doch bevor wir auch nur annähernd in die Nähe gekommen waren, verschwand der Wal auch schon wieder und ließ uns enttäuscht im Boot zurück. Auch die fünf anderen Whale-Watching-Boote hatten den Wal entdeckt und schon bald trieben wir in einem Pulk von sechs Booten auf der Stelle herum. Etwas ratlos kreuzte der Bootsführer im Meer herum, bis der Wal wieder auftauchte.&lt;br /&gt;Näher als zuvor, doch wieder gab es wenig zu sehen, bevor der Wal abtauchte.&lt;br /&gt;Kurze Zeit später entdeckten wir ihn wieder, doch anstatt diese Stelle anzusteuern, schipperte unser guter Ecuadorianer gemächlich davon und hielt die richtige Zeit für gekommen, den Preis neu zu verhandeln. Als wir uns schließlich auf eine weitere halbe Stunde geeinigt hatten, hatte sich der Wal schon wieder von dannen gemacht.&lt;br /&gt;Gerade begannen wir uns zu fragen, ob sich das zusätzliche Geld wirklich gelohnt hatte, als unser Boot sich von den anderen zu entfernen begann und schließlich einsam ein gutes Stück entfernt im Meer trieb. Ob es Absicht des Bootsführers gewesen war oder nur Zufall.&lt;br /&gt;Keine halbe Minute später tauchte keine 5 Meter von unserem Boot entfernt eine ganze Walfamilie auf. Die anschließende Zeit in der wir die Wale beim Spielen beobachten konnten war schlicht unbeschreiblich.&lt;br /&gt;Ich kann nur jedem empfehlen, der die Möglichkeit hat, diese Erfahrung ebenfalls zu machen.&lt;br /&gt;Nach der Rückkehr an den Strand bekamen wir das Angebot einen Ritt auf einer überdimensionalen Banane mitzumachen, aber nach dem gerade Erlebten fühlte sich niemand danach.&lt;br /&gt;So ließen wir den Nachmittag an uns vorübertröpfeln und beschlossen am Abend Pizza essen zu gehen. Wir kehrten im Pizzapoint Tonsupa ein, wo uns der argentinische Wirt auch sofort begeistert empfing. (An Pauline: Ja, ich hab mich dran erinnert und ihn gefragt) Die Pizza war hervorragend, auch wenn der Wirt sich erstmal auf sein Quad schwingen musste, um die Zutaten einzukaufen.&lt;br /&gt;An alle angehenden Tonsupabesucher: Hingehen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag stand der Besuch von Muisne auf dem Programm, einer Insel, die berühmt für ihre Mangrovensümpfe ist. Nach einstündiger Busfahrt in dem überfülltesten Bus, den ich jemals in Ecuador gesehen habe, und einer kurzen Fährenfahrt erreichten wir Muisne.&lt;br /&gt;Im dortigen Tourismusbüro wurden wir jedoch mit der Frage nach der Mangroventour nur abgewimmelt, dass heute geschlossen wäre. So machten wir uns etwas enttäuscht an den Strand auf  und aßen die allgegenwärtigen Meeresfrüchte. Doch neben dem guten Essen ergab sich auch noch etwas anderes.&lt;br /&gt;Der Besitzer des Restaurants kannte jemanden, der jemand kannte... Bis wir schließlich jemanden gefunden hatten, der doch noch mit uns in die Mangrovensümpfe fuhr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Mangroven: Baumart, die an den Küsten Amerikas, Afrikas und Asiens vorkommt, dabei jedoch auf warmes Klima angewiesen ist. Mangroven wachsen an brackigen Flussmündungen oder direkt am Meer und sind an den hohen Salzgehalt des Wassers angepasst, indem sie überschüssige Salze ausscheiden und zusätzliches Wasser einlagern. Mangroven bilden ein ökologisch äußerst wertvolles Ökosystem, da sie durch die typischen Stelzwurzeln Laichplätze für viele Fische bieten und ihre Baumkronen gleichzeitig als Nistplatz für Seevögel dienen.&lt;br /&gt;Hauptsächlich durch Garnelenzucht sind die Mangrovenbestände der Welt mittlerweile um 25% zurückgegangen, was für die örtliche Fischerei unmittelbare Folgen hat: Die Erträge gehen durch diese Zerstörung drastisch zurück.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider beschränkte sich die Tour auf eine Fahrt den Fluss hinauf und hinunter, zwar an den Mangroven vorbei, doch nicht wirklich begeisternd. Da auch das Wetter nicht wirklich mitspielte und wir auf dem Boot den einzigen Regen des ganzen Wochenendes miterlebten hielt sich diese Erfahrung in Grenzen. Sollte ich nochmal in der Gegend sein -  was sicher der Fall sein wird – werde ich versuchen, mit einem Kanu direkt in die Sümpfe hineinzukommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Rückkehr nach Tonsupa und einem weiteren Abendessen beim argentinischen Surferkoch ließen wir uns schließlich mit dem Mototaxi nach Atacames fahren und stiegen dort in den Nachtbus. Nach einer mehr oder weniger bequemen Fahrt mit mehr oder weniger viel Schlaf erreichten wir Montagmorgen gegen 5 Uhr wieder Quito.&lt;br /&gt;Die regnerische, kalte Sierra Ecuadors hatte uns wieder...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Fotos finden sich wie immer in meinen Picasa-Alben...)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-4518509498608797134?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/4518509498608797134/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=4518509498608797134' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/4518509498608797134'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/4518509498608797134'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/10/nach-nunmehr-acht-wochen-im-hochland.html' title='Strandurlaub in Tonsupa'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-2107778901235405790</id><published>2008-09-23T17:28:00.001+02:00</published><updated>2008-09-23T17:28:50.222+02:00</updated><title type='text'>Technisches Update #3</title><content type='html'>Bilder von Mindo stehen online!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Musik: Bob Marley - Is This Love&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-2107778901235405790?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/2107778901235405790/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=2107778901235405790' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/2107778901235405790'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/2107778901235405790'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/09/technisches-update-3.html' title='Technisches Update #3'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-2394244519770149452</id><published>2008-09-22T20:54:00.001+02:00</published><updated>2008-09-23T02:12:51.960+02:00</updated><title type='text'>Mindo oder „Grün, Grün, Grün ist alles was ich seh'“</title><content type='html'>Sonntag war wieder Zeit für ein Unternehmen mit der Gruppe Freiwilliger unter Kommando von Gina, auch wenn einige von uns vorher Fahnenflucht begingen. &lt;br /&gt;Mit einem gemieteten Kleinbus machten wir 12 uns dann auf den Weg zu unserer ersten Reise aus der Sierra, dem Andengebiet Ecuadors heraus Richtung Dschungel.&lt;br /&gt;Auch wenn wir nicht ganz im Regenwald ankamen, reichte es immerhin bis in den Nebelwald von Mindo. Schon auf der zweistündigen Fahrt konnte man die Landschaft dabei beobachten, wie sie sich stetig und im passenden Verhältnis zur Temperatur veränderte. Immer grüner und grüner wurde der Blick aus dem Fenster, bis wir schließlich im Ort Mindo ankamen, mitten im Nebelwald, der seinen Namen auch nicht ohne Grund trägt.&lt;br /&gt;Hier herrschten geschätzte 90% und gefühlte 150% Luftfeuchtigkeit, so dass wir uns alle schon auf das versprochene Bad im Wasserfall freuten. Doch zuvor ging es zum berühmt-berüchtigten Ziplining über die Bäume des Nebelwaldes hinweg. &lt;br /&gt;Auf gut Deutsch hieß das für uns Freiwillige: Mit Bergsteigergurt und nicht mehr als zwei simplen Haken an einem vertrauenerweckend dünnen und rostigen Drahtseil befestigt eine Seilbahnfahrt nach der anderen über den subtropischen Wald hinweg zu unternehmen. Doch spätestens nach der zweiten Fahrt mit unglaublichem Blick auf das Grün des Waldes, durchzogen von schmalen silbernen Flüssen war das Vertrauen jedes Freiwilligen in die ecuadorianische Technik gewonnen und wir ließen uns sogar mit Begleitung der Guides zu weiterem Nervenkitzel am Seil hinreißen, wie dem „Mariposa“ (Kopfüber-hängend, mit gespreizten Armen und Beinen einen Schmetterling imitierend) oder dem „Superman“ (der Name sagt alles, spricht man hier, wie ein Deutscher, der nie Englisch gehört hat). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit Adrenalin vollgepumpt und von dem Abenteuer begeistert verließen wir schließlich mit Hilfe der letzten und schnellsten Seilbahn das Gelände und machten uns in unserem treuen Gefährt auf die Nahrungssuche. Das fanden wir auch schon bald in einem sehr westlich angehauchten Restaurant in Mindo, in dem es neben Hamburgern und Pommes für den Teil unter Entzug stehender Freiwilliger auch frischen Lachs aus den Flüssen Mindos gab, den ich nur empfehlen kann. Nach der kurzen Stärkung ließen wir uns dann zum Wanderpart des Nachmittages fahren.&lt;br /&gt;Doch bevor wir damit beginnen konnten, den Nebelwald zu Fuß zu erkunden, mussten wir erst noch auf den gegenüberliegenden Berg übersetzen.&lt;br /&gt;Und wie es sich für Mindo und Umgebung gehört, natürlich nicht mit dem Auto, sondern mit Hilfe einer Gondel, die per Drahtseil und Dieselmotor alle Wanderwilligen auf die andere Seite beförderte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dieser Fahrt 50 Meter über die Palmen und Schlingpflanzen hinweg machten wir uns schließlich auf den schmalen und schlammigen Pfaden des Nebelwaldes auf zu den Wasserfällen, für die Mindo berühmt ist. Zeitweise bewahrten uns nur algig-glitschige Seile davor, in den undurchsichtigen Nebelwald gleich neben dem Pfad zu fallen, von dem man nur wusste, dass es sehr weit nach unten gehen würde. Immer wieder hörten wir Vögel und auch andere Tiere, ohne jedoch auch nur einmal eines zu Gesicht zu bekommen. Nur das Rascheln im Gebüsch und die plötzliche Bewegung der Äste eines Baumes zeugten von der Anwesenheit der Tiere. Doch was an Tieren fehlte, machte die Natur locker wett. &lt;br /&gt;Unglaublich viele verschiedene Pflanzen zogen die Blicke auf sich, das Grün immer wieder durchbrochen von den Blüten der hier wachsenden Blumen. Jeder Baum ist behangen mit Moos, Flechten und Schlingpflanzen, welche die Sicht neben dem freigehackten Pfad unmöglich machten.&lt;br /&gt;Doch trotz der Schönheit dieses Teils von Ecuador und der Tatsache, dass er als einer der artenreichsten Orte der Welt gilt und als offizielles Naturschutzgebiet Ecuadors deklariert ist, verhindert es nicht, dass wir an vielen Ecken Müll fanden. Und das trotz der aufgestellten Mülleimer. &lt;br /&gt;Doch das mangelnde Naturschutzbewusstsein der Ecuadorianer in dieser Hinsicht wäre noch nicht so tragisch, wenn man nicht wüsste, dass die größte Ölpipeline Ecuadors sich ihren Weg mitten durch dieses ökologische Gebiet schneidet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese tristen Gedanken wurden jedoch weggespült, als wir die Wasserfälle erreichten. Und uns prompt ins Wasser stürzten, dass sogar eine angenehme Temperatur besaß. Bei dem Versuch den Wasserfall schwimmend zu erreichen, sind wir jedoch alle gescheitert, was jedoch weniger an unseren -besonders meinen- nicht vorhandenen Schwimmkünsten lag, sondern vielmehr an der unglaublichen Gewalt des herabstürzenden Wassers.&lt;br /&gt;Nass und geschafft, jedoch glücklich und begeistert machten wir uns anschließend auf den Rückweg, über nasse Hängebrücken und schlammige Pfade, bis es nach einer Rückfahrt mit der Gondel schließlich wieder Richtung Heimat ging. Hier machte auch der Nebelwald seinem Namen alle Ehre und bescherte unserem Busfahrer eine dicke Nebelsuppe, was diesen jedoch nicht davon abhielt, mit allem was das Auto hergab Richtung Quito zu brettern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einige gewagte Überholmanöver und schlechte Witze auf Englisch später erreichten wir das Terminal Rio Coca  und ich verließ den Bus noch viel gespannter auf den hoffentlich bald folgenden Trip in den echten Regenwald des Oriente, denn: Wenn der Nebenwald schon so unglaublich schön ist, wie wird es dann erst im Dschungel?!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bilder sind in Arbeit&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Musik: In Extremo - Spielmannsfluch&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-2394244519770149452?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/2394244519770149452/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=2394244519770149452' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/2394244519770149452'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/2394244519770149452'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/09/mindo-oder-grn-grn-grn-ist-alles-was.html' title='Mindo oder „Grün, Grün, Grün ist alles was ich seh&apos;“'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-601827171481771155</id><published>2008-09-18T04:30:00.004+02:00</published><updated>2008-09-18T04:47:27.310+02:00</updated><title type='text'>Gegenanzeige</title><content type='html'>Aus dem Kommentar zu meinem letzten Blogeintrag entnehme ich, dass meine Darstellung arg negativ rüberkommt... Dafür dann mal direkt die Gegendarstellung:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anekdoten und Tipps für den geneigten Ecuadorfahrer - Part II&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Numero Seis: Bars und Menschen&lt;br /&gt;a) Es gibt hier in Quito einen Haufen Bars und Discos. Und fast jede ist es wert besucht zu werden. Nicht unbedingt aufgrund des Ambientes, den hübschen Kellnerinnen und schon gar nicht wegen des Bieres.&lt;br /&gt;Aber dafür umso mehr für die Menschen, die in jeder Bar sitzen und nicht zögern, dich an ihren Tisch einzuladen und sich dann auch für Stunden mit dir unterhalten können. Oder versuchen, besonders beliebt bei den Frauen, deinem ungelenken Salsahüftschwung mehr Eleganz zu verleihen.&lt;br /&gt;b) Was die manchmal ein bisschen verrückt anmutenden Conductores (siehe Part I) sich verscherzen, dass macht dann der Rest des freundlichen ecuadorianischen Völkchens wieder wett. Mit herzlicher Gastfreundschaft, aufrichtiger Wärme und nicht zuletzt einer unglaublichen Liebe zu ihrem Land bei einer humoristischen Abneigung gegenüber allem, das Politik auf den Fahnen stehen hat.&lt;br /&gt;c) Und nicht zuletzt: In welcher europäischen Bar kosten Cocktails 1-2$ ? Wo bekommt man ein Schokoladeneis, das tatsächlich Schokolade enthält für 60 Ct die Kugel? Und das dazu mit einer Bedienungsfreundlichkeit, die manchem Kellner daheim gut zu Gesicht stände...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;...to be continued...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Musik: Eisregen - Dreizehn&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-601827171481771155?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/601827171481771155/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=601827171481771155' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/601827171481771155'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/601827171481771155'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/09/gegenanzeige.html' title='Gegenanzeige'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-5189066661430951126</id><published>2008-09-16T05:10:00.002+02:00</published><updated>2008-09-16T05:35:37.618+02:00</updated><title type='text'>Anekdoten und Tipps für den geneigten Ecuadorfahrer</title><content type='html'>Das hatte ich mir schon seit längerem vorgenommen, mal so einen Post auf den Blog zu stellen und hier ist es allso nun. Sehnsüchtig erwartet und lange vermisst:&lt;br /&gt;Einige Anekdoten und Tipps aus dem täglichen Leben eines Freiwilligen in Ecuador!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Numero Uno: Essen&lt;br /&gt;a) Iss niemals in der Straße!&lt;br /&gt;b) Iss auch keine Ceviche in der Straße!&lt;br /&gt;c) Erst recht nicht, wenn du dabei feiernderweise Bier trinkst!&lt;br /&gt;Die Flge dieses Verhaltens ist grundsätzlich ein wunderschönes Wochenende mit Fieber, Bett und Kotzerei. Außerdem verlassen sämtliche Nahrungsmittel den Körper für die nächste Woche ausschließlich in flüssiger Form.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Numero Dos: Busfahren&lt;br /&gt;a) Fahre viel und häufig Bus, da du sonst auf Taxis angewiesen bist - Dazu später mehr.&lt;br /&gt;b) Es gibt gute Busse - Und es gibt böse Busse. Niemand weiß, ob der Bus in den er einsteigt ein guter oder ein böser ist, aber spätestens an der Fahne des Busfahrers oder dem sorgfältigen Bedenken des Marienplakats im Bus mit Gebeten von allen Seiten merkst du: Dies ist ein böser Bus!&lt;br /&gt;c) In bösen Bussen hilft nur: Hoffen und Beten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Numero Tres: Menschen im Bus&lt;br /&gt;a) Jeder fährt Bus&lt;br /&gt;b) Wo viele Menschen, da viel Geld&lt;br /&gt;c) Wo viel Geld, da viele Verkäufer&lt;br /&gt;d) Wundere dich nicht über Zeitungsverkäufer im Bus. Warum auch, sind geschäftstüchtige Leute. Auch nicht über Mandarinenverkäufer. &lt;br /&gt;Aber der Bonbonverkäufer ist doch etwas seltsam. Und was bitte, versucht DER den Leuten anzudrehen? Ganz zu schweigen von dem Hobbyprediger dahinter...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Numero Cuatro: Taxi fahren&lt;br /&gt;a) Fährst du mit dem Taxi, mach dich nach Ankunft auf Diskussionen über den Preis mit dem Taxifahrer gefasst&lt;br /&gt;b) Verhandelst du den Preis vor Fahrtantritt, gewöhn dich an umfassende Beschwerden über die Entfernung während der gesamten Fahrt. Und stell dich auf eine Preisdiskussion am Ende ein.&lt;br /&gt;c) Gehe nie, NIEMALS auf die Beschwerden des Fahrers während der Fahrt ein. Solange du nichts dazu kommentierst ist es nur Standardgelaber. Wenn er jdeoch am Ende der Fahrt gereizt ist - Jeder Fahrer hat eine Waffe im Auto.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Numero Cinco: Schule&lt;br /&gt;a) Der Unterricht beginnt, wenn der Lehrer da ist. Was im allgemeinen soviel heißt, wie 10 bis 20 Minuten nach der Schulklingel.&lt;br /&gt;b) Inhaltliche Struktur ist unnötig und vollkommen überbewertet.&lt;br /&gt;c) Frontalunterricht ist toll!&lt;br /&gt;d) Die Schummelkultur der hiesigen Schüler ist vergleichbar mit der Beteiligung. Quasi nicht vorhanden. Es wird laut hörbar vorgesagt - Falsch natürlich. Ergebnisse werden in die Hand geschrieben (ganz geschickt) und unter den Augen des Lehrers abgelesen. &lt;br /&gt;Soviel Blödheit kann dann auch keiner mehr noch zusätzlich bestrafen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;To be continued...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-5189066661430951126?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/5189066661430951126/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=5189066661430951126' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/5189066661430951126'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/5189066661430951126'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/09/anekdoten-und-tipps-fr-den-geneigten.html' title='Anekdoten und Tipps für den geneigten Ecuadorfahrer'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-3869152541127625285</id><published>2008-09-07T16:54:00.002+02:00</published><updated>2008-09-07T17:23:29.175+02:00</updated><title type='text'>Eine Woche im Buen Pastor</title><content type='html'>Die erste "Arbeitswoche" in meiner Schule ist vorbei und ich bin sehr zufrieden mit meiner Arbeit hier in Ecuador.&lt;br /&gt;Nach der Willkommens- und Einführungsobligatorik, die hauptsächlich aus der Eröffnungszeremonie der Schule (bei der ich prompt meinen Einsatz Aufzustehen verpasste) und zahlreichen Gesprächen mit dem Englischlehrer Diego, der jetzt für das nächste Jahr mein Mentor an der Schule sein wird, bestand, ging meine Arbeit dann auch schon los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Arbeit bestand zu Anfang nur aus dem Mitlaufen mit Diego, Vorstellen auf Spanisch und anschließend kleineren Hilfsdiensten, wie Ausprache korrigieren und ein wenig Aufpassen.&lt;br /&gt;Das änderte sich jedoch, als sich Diego in einer Pause "Gimme five minutes!" mit seinem Handy entschuldigte, aber nach Ende der Pause weit und breit nirgendwo zu finden war. So ging ich kurz entschlossen allein in die Klasse, in der wir Unterricht hatten und zog das Programm eben allein durch.&lt;br /&gt;Was auch kein großes Problem war, bedenkt man, dass die Mädels hier selbst in der achten-neunten Klasse (zumindest in der ersten Woche) nicht mehr machen, als sich auf Englisch vorzustellen.&lt;br /&gt;Und so vergingen meine ersten Englischstunden in jeder Klasse mit den selben Fragen, den selben Antworten, den selben Übungen:&lt;br /&gt;"How old are you?" - "I have 17 years old!" - "No, en ingles esta: ..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die Sportstunden liefen bislang recht locker ab, meine erste hatte ich noch zusammen mit Diego, aber mangels eines Stundenkonzeptes und Unterrichtsmaterialien mussten sich die Mädchen 40 Minuten lang aufwärmen und dehnen... &lt;br /&gt;Was mich gleich zu einem großen Problem der Schule bezüglich des Sportunterrichts bringt. Das im Buen Pastor überhaupt Sport unterrichtet wird, ist nur dem Curriculum zu verdanken, da die Nonnen von dieser Art Unterricht eigentlich überhaupt nichts halten.&lt;br /&gt;Da Sport aber unterrichtet werden muss, bleibt ihnen nichts, als einfach keine Unterrichtsmatrialien anzuschaffen, um das ganze wenigstens ein bisschen zu blockieren. So kommt es, dass die Schule zwar einen Basketball-, Fußball- und sogar Volleyballplatz hat, aber insgesamt nur einen einzigen Basketball...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Laut Dominik, einem Volunteer, der vor zwei Jahren im selben Projekt war, muss es zwar irgendwo noch die Bälle geben, die er damals mit einer anderen Freiwilligen besorgt hat, doch sie blieben unauffindbar und auch die Nonnen wollen nichts von ihnen wissen.&lt;br /&gt;Bis zu meiner letzten Sportstunde, Freitag, letzte Stunde. Da tauchten nämlich neben dem besagten einzigen Basketball auch noch ein weiterer Basketball, zwei Volleybälle und ein Fußball auf... Leider alle platt.&lt;br /&gt;Also wird meine nächste Aufgabe daraus bestehen, eine Pumpe ausfindig zu machen, wobe ich da jedoch recht optimistisch bin, Auch Diego hat mir versprochen, nächste Woche eine Ballpumpe mitzubringen, aber er hat mir auch schon Montag versprochen, Kopien des Stundenplans und seines Unterrichtskonzeptes zu machen - Die ich bis heute nicht bekommen habe. Versprechen von Ecuadorianern eben :D&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wobei ich mittlerweile bezweifle, den Stundenplan überhaupt zu wollen, da die Schule eine enorme Diskrepanz zwischen offiziellem Stundenplan und dem enthält, was tatsächlich unterrichtet wird. &lt;br /&gt;So bin ich Donnerstag in die Schule gekommen und habe mich zu Diego in den Unterricht gesetzt, woraufhin er mich entgeistert angeschaut hat und mich fragte, was ich denn hier wolle, schließlich habe er jetzt Informatik und nicht Englisch. Ganz im Gegensatz zu dem, was auf dem Stundenplan stand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles in allem gibt es hier zahlreiche Dinge, die sehr ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig sind, seien es &lt;br /&gt;der seltsame Stundenplan (die Mädchen haben 1 Stunde Sport und 2 Stunden Englisch in der Woche, dafür aber Vormittageweise "Practica", was soviel wie Werken bedeutet)&lt;br /&gt;die Disziplinlosigkeit (es gehört für Lehrer uns Schüler zum guten Ton, den Unterricht 10-20 Minuten später zu beginnen)&lt;br /&gt;oder die Methoden zum Vorsagen (es wird einfach möglichst laut im Flüsterton die Antwort gewispert, die jedoch zu allem Überfluss auch noch meistens falsch ist)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich denke, dass die Arbeit hier im Buen Pastor eine angenehme wird, nicht zuletzt, da die Nonnen sehr lieb sind und auf meinen Wunsch tatsächlich einige Bälle für den Sportunterricht anschaffen werden. Auch Diego ist ein sehr angenehmer Zeitgenosse, mit dem ich Freitag nach der Schule noch kurz in einer Tienda einen Trinken war und mit dem ich mich sehr gut verstehe.&lt;br /&gt;Also: Kein Grund sich Sorgen zu machen, bis zum nächsten Mal!&lt;br /&gt;Kai&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-3869152541127625285?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/3869152541127625285/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=3869152541127625285' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/3869152541127625285'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/3869152541127625285'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/09/eine-woche-im-buen-pastor.html' title='Eine Woche im Buen Pastor'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-8081643392861069156</id><published>2008-09-05T04:38:00.002+02:00</published><updated>2008-09-05T04:40:27.530+02:00</updated><title type='text'>Technisches Update #2</title><content type='html'>Soooo... Da ich keinen Schimmer habe, wie ich den Direktlink mit dem schönen Titelbild in die rechte Gadgetzeile eingefügt habe, gibt es jetzt einfach einen Link zu meiner öffentlichen Picasagalerie, wo ihr euch alle meine Fotos zumindest ein wenig größer anschauen könnt.&lt;br /&gt;Bildunterschriften/Kommentare gibts gleich dazu. Viel Spaß damit!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-8081643392861069156?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/8081643392861069156/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=8081643392861069156' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/8081643392861069156'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/8081643392861069156'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/09/technisches-update-2.html' title='Technisches Update #2'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-4882154612652303929</id><published>2008-09-04T21:32:00.004+02:00</published><updated>2008-09-04T22:08:34.025+02:00</updated><title type='text'>Touriprogramm und eine lustige Busfahrt</title><content type='html'>Endlich mal wieder Zeit zum Bloggen.&lt;br /&gt;Letztes Wochenende war ein von Gina voll verplantes und ausgefülltes Wochenende, an dem wir Freitag mit ihr ins Centro Historico gefahren sind, Samstag mit Tato Otavalo und Peguche abgeklappert und am selben Abend noch eine große Party mit sämtlichen Volunteers (und Kai :P ) gestartet haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurzer Einwurf:&lt;br /&gt;Das mit den Links zu den Picasa-Alben funktioniert vorne und hinten nicht, deshalb habe ich sie jetzt als Diashows eingefügt. Die Bilder gibts dann in groß und guter Qualität in einem Jahr...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Tag im Centro Historico war sehr interessant, weil wir die klassische Altstadt Quitos, die als erste Altstadt der Welt zum Weltkulturerbe erklärt wurde, besichtigt haben. Es ging durch die Companía de Jesus, eine der ältesten Kirchen Ecuadors, die der Jungfrau Maria gewidmet ist und im Inneren mit ca 7 Tonnen Blattgold ausgekleidet ist. Leider hatten wir an diesem Tag kaum Sonne, normalerweise ist das Innere der Kirche durch die Reflexion der Sonnenstrahlen im Gold hell ausgeleuchtet. Und das mit nur acht kleinen Fenstern... Ich muss mal an einem sonnigen Tag wiederkommen.&lt;br /&gt;Von der Companía ging es dann über ein kleines Wachskabinett, dass den Unabhängigkeitskampf Quitos darstellte in den Palast des Präsidenten. Nach einigen Sicherheitsvorkehrungen seitens der präsidentialen Garde durften wir dann auch in den Palast, jedoch nur mit Führer und permanent in ordentlicher Doppelreihe aufgestellt (woran wir uns jedoch nicht so recht gehalten haben - und das mit 95% Deutschen ;) ). Leider hat just im Palast meine Kamera den Geist aufgegeben, so dass ich nur Pauls Fotos einstellen kann.&lt;br /&gt;Im Anschluss dann ging es noch in eine vollständig nach historischem Vorbild restaurierte Straße, in der wir gigantische Empanadas gegessen und Canelasso - ein heißes Getränk auf Basis  von Orangensaft mit einigen Gewürzen und ortstypischem SChnaps versetzt - getrunken haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag machten wir uns dann um 9:00 Uhr morgens mit Tato und Parviz in einem gemieteten Kleinbus auf den Weg nach Otavalo. Dort findet regelmäßig ein großer Indigenenmarkt statt, auf dem man alle möglichen handgemachten Gegenstände aber auch moderne Markenware -natürlich gefälscht- kaufen kann.&lt;br /&gt;Doch bevor wir Otavalo erreichten, erzählte uns Tato während der Fahrt Interessantes über Ecuador mit der Drohung, auf der Rückfahrt eine Abfrage des Erzählten zu starten. Mit zwei Zwischenstopps, an einem sehr schönen Aussichtspunkt mit Blick auf die Anden und an einer Bäckerei, die regionaltypische Bizcoches -eine gebackene Blätterteigstange mit eingebackenem Käse- , erreichten wir dann schließlich Otavalo.&lt;br /&gt;Nachdem wir uns alle mit mehr oder minder großem Erfolg im Feilschen geübt hatten und ich einen touritypischen Panamahut erstanden hatte (siehe rechts), ging es weiter zum Wasserfall von Peguche.&lt;br /&gt;Schon von fern hörten wir das Rauschen des Wasserfalls und standen bald mitten in einem Wald von "Gigantes de los Andes" auf einer Brücke unterhalb der donnernden Wassermassen.&lt;br /&gt;Kurz entschlossen entledigten wir uns -zumindest ein paar-  unserer Kleidung bis auf die Badehose und wateten Richtung Wasserfall. Eine halbe Stunde später tauchten wir nass, aber vollgepumpt mit Adrenalin und glücklich wieder aus dem Wasserfall auf und können jetzt stolz von uns behaupten, schon einmal unter einem Wasserfall geduscht zu haben.&lt;br /&gt;Nach diesem Abenteuer hatte keiner mehr so recht Interesse am eigentlich geplanten letzten Programmpunkt, dem Besuch eines Marktes für Lederwaren. Also wurde noch schnell das vom Essen übrig gebliebene Geld in einen landestypischen Schnaps investiert und so ging es dann mit weniger Abfragen, als mit zahlreichen "Salud" und "Viva Ecuador"-Rufen im Bus Richtung Heimat.&lt;br /&gt;Nach drei Stunden Rückfahrt, dem einen oder anderen Schluck Zhumir und einer Salsaeinlage von Parviz und Tato waren wir dann endlich wieder daheim und konnten uns für den Abend in der Mariscal ausruhen...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-4882154612652303929?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/4882154612652303929/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=4882154612652303929' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/4882154612652303929'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/4882154612652303929'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/09/touriprogramm-und-eine-lustige-busfahrt.html' title='Touriprogramm und eine lustige Busfahrt'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-6662847824730969323</id><published>2008-09-02T21:43:00.000+02:00</published><updated>2008-09-02T21:44:01.743+02:00</updated><title type='text'>Technisches Update</title><content type='html'>Da ich heute mal ausnehmend viel Freizeit und nichts zu tun hatte, habe ich mich mal in das Posten von Webalben via picasa eingearbeitet ;) und es gibt neue Fotos...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-6662847824730969323?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/6662847824730969323/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=6662847824730969323' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/6662847824730969323'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/6662847824730969323'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/09/technisches-update.html' title='Technisches Update'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-4266469220698908985</id><published>2008-08-28T16:33:00.002+02:00</published><updated>2008-08-28T16:55:45.838+02:00</updated><title type='text'>Seminar oder Bald gehts los!</title><content type='html'>So, es wird mal langsam wieder Zeit den Blog zu aktualisieren, weil in der Zwischenzeit doch das eine oder andere Neue passiert ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So sind die neuen Freiwilligen eingetroffen, die ebenfalls sechs bis zwoelf Monate mit uns hier in Ecuador verbringen werden. &lt;br /&gt;Einige von ihnen haben wir dann gemeinsam mit Tato auch vom Flughafen abgeholt, andere haben wir dann erst auf dem Seminar getroffen.&lt;br /&gt;Die Neuen sind alle so Flug fuer Flug hier reingetroepfelt, bis dann Dienstag alle da waren und wir in Quito mit einem Seminar begonnen haben...&lt;br /&gt;Noch ein Seminar...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles in allem war es keine schlechte Zeit, wir haben viel ueber Erwartungen und auftretende Probleme gesprochen, aber wirklich gebracht hat es - wie die meisten Seminare bislang - nicht viel.&lt;br /&gt;Kann natuerlich auch daran liegen, dass wir 4 (Pau, Jakob, Kai und Ich) jetzt auch schon seit drei Wochen hier in Quito sind und damit viele Informationen einfach ueberfluessig waren, weil wir es schon selbst erlebt hatten.&lt;br /&gt;Immerhin haben wir noch eine kleine Einheit zum Unterrichten in Schulen gemacht, was wenigstens mal etwas mit dem zu tun hatte, was wir die naechsten 10 Monate hier in Ecuador machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ansonsten gabs noch die obligatorische interkulturelle Nacht, bei der jedes Land eine kleine Praesentation zu ihrem Land vorstelle sollte.&lt;br /&gt;Die Idee war ja an und fuer sich nicht schlecht, wenn nicht 14 der 18 Freiwilligen Deutsche waeren.&lt;br /&gt;Aber immerhin hatte Blanca eine ecuadorianische Tanzgruppe organisiert und so verging der Abend neben Schweizer Schokolade, der amerikanischen Nationalhymne und einem finnischen Video mit ecuadorianischer Musik zu der alle durch den Raum getanzt sind und kraeftig irgendeinen scharfen ecuadorianischen Schaps getrunken haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die unglaubliche Praesentation von uns vieren bestand dann aus der imoprovisierten Darstellung von Haensel&amp;Gretel... Wobei wir irgendwie eine ganz eigene Version dieses Maerchens vorgespielt haben, dass relativ wenig mit der Ursprungsgeschichte zu tun hatte... Aber immerhin lustig wars.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt ist das Seminar auch schon wieder fast vorbei und wir muessen uns gleich nur noch zwei weitere Vortraege anhoeren, bevor es dann fuer die anderen zum ersten Mal in die Gastfamilien geht und wir wohl auch zuhause chillen werden.&lt;br /&gt;Am Montag geht es dann aber endlich los, die Schulferien sind vorbei und damit koennen unsere projekte endlich starten.&lt;br /&gt;Mittlerweile habe ich auch richtig Lust darauf und hoffe, dass der Einstieg ins Projekt gut verlaeuft.&lt;br /&gt;Aber das wird schon ;)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-4266469220698908985?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/4266469220698908985/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=4266469220698908985' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/4266469220698908985'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/4266469220698908985'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/08/seminar-oder-bald-gehts-los.html' title='Seminar oder Bald gehts los!'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-6637004051388349766</id><published>2008-08-22T19:26:00.002+02:00</published><updated>2008-08-22T19:44:30.378+02:00</updated><title type='text'>Ein Abend bei Tato</title><content type='html'>Leute, Leute, Leute&lt;br /&gt;Was nen Abend :D&lt;br /&gt;Nach einem eher wenig ereigisreichen Tag mit Spanischunterricht und letzten Nachwehen meiner Krankheit (ja, mich hatte es dann letztendlich auch mit Hals- und Kopfschmerzen erwischt) hattenw ir uns vorgenommen, Tato zu besuchen.&lt;br /&gt;Renato, kurz Tato, ist so etwas wie der Drumherumorganisator, Fahrer etc. unserer Organisation und hilft einfach immer aus, wenn es brennt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er hatte uns eingeladen, ihn mal in seinem Bed&amp;Breakfast in Cumbaya zu besuchen und so fuhren wir dann (ich für meinen Teil ohne allzu große Erwartungen) nach Cumbaya, um einen entspannten Abend mit dem einen oder anderen Bier bei ihm zu verbringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Busbahnhof von Parviz abgeholt, machten wir uns auf den Weg durch typisch staubige Straßen, an alten Verkaufsständen und Straßenkindern vorbei, Richtung Tato.&lt;br /&gt;Umso näher wir seinem Haus kamen, desto sauberer und luxuriöser wurde die Gegend, bis wir ein Tor samt Security passierten und schließlich vor einer großen Mauer mit 2 Garagentoren und einer großen Eingangstür standen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der erste Eindruck, als wir reingingen war - bombastisch.&lt;br /&gt;Man geht eine Treppe hinaus und steht mitten in einem riesigen Garten, mit exotischen Pflanzen, dann eine breite Treppe zur Einganstür die -wir Tato uns dann später sagte- aus einem Holz ist, dass es in Ecuador kaum mehr gibt, und wo uns Tato erwartete.&lt;br /&gt;Durch einen großen Flur, ein Zimmer mit Bar geht es in das Hauptwohnzimmer von geschätzten 45 Quadratmetern PLUS einen Ausbau mit Whirlpool.&lt;br /&gt;In diesem wohnzimmer haben wir dann den ganzen Abend entspannt mit unserem Bier gesessen und uns über alles mögliche unterhalten.&lt;br /&gt;Zwischenzeitlich ging es dann mal in die Hängematten im Atrium des Hauses, dass nach altem spanischen Kolonialstil gebaut ist...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem dann jeder von uns in seinem eigenen Zimmer, im eigenen Doppelbett, mit eigenem Badezimmer übernachtet hatte, gab es noch ein sehr umfangreiches Frühstück und dann ab nach Hause. Vorher kam dann noch der äußerst gastfreundliche Spruch "Mi casa es su casa!" von Tato, so dass wir sicherlich noch das eine oder andere Mal bei ihm vorbeischauen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nächstes Mal nehme ich auch meine Kamera mit, aber ich versuche mal das eine oder andere Foto von Paul zu ergattern...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mamma mia, was ne Hütte :D&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-6637004051388349766?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/6637004051388349766/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=6637004051388349766' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/6637004051388349766'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/6637004051388349766'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/08/ein-abend-bei-tato.html' title='Ein Abend bei Tato'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-7660105975282025211</id><published>2008-08-21T18:07:00.009+02:00</published><updated>2008-08-21T18:23:13.731+02:00</updated><title type='text'>Bilder von Papallacta</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SK2Uw785DvI/AAAAAAAAADM/72VZemH96RU/s1600-h/100_1027.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SK2Uw785DvI/AAAAAAAAADM/72VZemH96RU/s320/100_1027.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5237005510149476082" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Fluss, der direkt neben den einzelnen Becken vorbeifließt - Und im Gegensatz zum Wasser im Becken eiskalt ist&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SK2UhiDl1pI/AAAAAAAAADE/hkxaO4Zsv2M/s1600-h/100_1032.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SK2UhiDl1pI/AAAAAAAAADE/hkxaO4Zsv2M/s320/100_1032.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5237005245500216978" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gringotruppe bei Neubefüllung eines Beckens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SK2UKgTPg0I/AAAAAAAAAC8/Vtf6Wj7Xy2Q/s1600-h/100_1031.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://1.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SK2UKgTPg0I/AAAAAAAAAC8/Vtf6Wj7Xy2Q/s320/100_1031.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5237004849892000578" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man beachte den Dampf ... Der Zulauf der heißesten Quelle hatte geschätzte 45-50 Grad&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SK2TvheeO8I/AAAAAAAAAC0/wgyEod0rfJg/s1600-h/100_1033.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SK2TvheeO8I/AAAAAAAAAC0/wgyEod0rfJg/s320/100_1033.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5237004386351070146" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eines der Thermal- becken von Papa- llacta in denen wir den ganzen Tag rumgefläzt ;) haben&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SK2TUSvpLXI/AAAAAAAAACs/KTZ_qaKVeRk/s1600-h/100_1029.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://2.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SK2TUSvpLXI/AAAAAAAAACs/KTZ_qaKVeRk/s320/100_1029.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5237003918540090738" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die heißeste Quelle in Papallacta&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-7660105975282025211?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/7660105975282025211/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=7660105975282025211' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/7660105975282025211'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/7660105975282025211'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/08/der-fluss-der-direkt-neben-den.html' title='Bilder von Papallacta'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SK2Uw785DvI/AAAAAAAAADM/72VZemH96RU/s72-c/100_1027.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-2551135969290058957</id><published>2008-08-16T03:48:00.004+02:00</published><updated>2008-08-16T03:58:54.404+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SKYz9f9brtI/AAAAAAAAACE/-Byz-vr9_kQ/s1600-h/100_1011.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://1.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SKYz9f9brtI/AAAAAAAAACE/-Byz-vr9_kQ/s320/100_1011.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5234928748508982994" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Kai und Paul mit Kindern behangen...&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SKYziqdszVI/AAAAAAAAAB8/FqZhElsHZmE/s1600-h/100_1009.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SKYziqdszVI/AAAAAAAAAB8/FqZhElsHZmE/s320/100_1009.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5234928287472209234" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Unsere" Kinder auf der Schaukel: Besonders beliebt war "TIOOOOO, JUGA MEEEE!!"&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SKYzCihV_qI/AAAAAAAAAB0/YhqeuaGsdP8/s1600-h/100_1007.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SKYzCihV_qI/AAAAAAAAAB0/YhqeuaGsdP8/s320/100_1007.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5234927735584194210" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alsoo: Erste Bilder vom Projekt REMAR&lt;br /&gt;Kai mit Kind ;)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-2551135969290058957?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/2551135969290058957/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=2551135969290058957' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/2551135969290058957'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/2551135969290058957'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/08/kai-und-paul-mit-kindern-behangen.html' title=''/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SKYz9f9brtI/AAAAAAAAACE/-Byz-vr9_kQ/s72-c/100_1011.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-5185591484797118922</id><published>2008-08-16T00:31:00.002+02:00</published><updated>2008-08-16T00:59:40.062+02:00</updated><title type='text'>Trabajo</title><content type='html'>Kinder, Kinder, Waisenkinder...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tja, jetzt arbeiten wir schon seit vier Tagen in der Fundacion REMAR und haben da einen durchorganisierten, strukturierten, vollkommen vollgepackten Tagesablauf -NICHT- und arbeiten mit den Kindern bzw im Haus selbst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An und fuer sich ist es eine lustige Arbeit, schliesslich ist man staendig mit den Kindern zusammen, spielt mit ihnen, hoert sich das TioTioTio-Geplaerre an (Tio heisst Onkel) und muss die Kleinen staendig durch die Gegend tragen oder sonstwie beschaeftigen.&lt;br /&gt;Aber wenn man mal von den wenigen Zeiten absieht, wo innerhalb des Hauses mitgeholfen wird (und selbst das ist nur Putzen) empfindet man sich weder als wichtig fuer das Projekt, noch in der Position etwas zu bewirken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafuer zeigt einem diese Arbeit noch einmal ganz deutlich, wo man sich befindet und wie es hier in Ecuador in den aemeren Schichten abgeht.&lt;br /&gt;Aber erstmal generell zur Arbeit:&lt;br /&gt;Das Haus in dem wir arbeiten ist ein grosses, sehr sauberes Gebaeude, wobei die meisten Raeume nur zum Schlafen gedacht sind und sich alle eigentlich immer auf einem der beiden Hoefe aufhalten. &lt;br /&gt;Gleich am ersten Tag bekamen wir die Aufgabe, die Vorratskammer aufzuraeumen und was es da zu sehen gab ist in Deutschland, glaube ich, nicht moeglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Waere es nach mir gegangen, haetten wir den Raum leer geraeumt, ausgebrannt, desinfiziert und danach nur noch als Muellkippe benutzt.&lt;br /&gt;Da faulten Kohlkoepfe in brackigem Tropfwasser auf den Regalen, die Zwiebeln schimmelten langsam vor sich hin, mit dem Brot haette man Armeen erschlagen - oder optional auch mit den Schimmelsporen vergiften - koennen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber die Kinder mit denen wir in dem Raum gearbeitet hatten haben nicht etwa alles weggeworfen. Da wurden Lebensmittel noch fuer gut befunden, die bei uns ein Grund fuer die Schliessung eines Ladens waeren.&lt;br /&gt;Wenn man etwas wegwerfen wollte, wurde meistens nur ein fauliges Stueck abgeschnitten und der Rest wieder zum "Essbaren" gelegt.&lt;br /&gt;Kurz gesagt, die Armut ist dermassen spuerbar, dass man sich fast schaemt, nach dem Arbeiten in Quito essen zu gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir mit den Kindern spielen, sind sie immer ganz begeistert, weil ihre Eltern arbeiten muessen und sie deshalb wohl nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen, wie es wohl in Deutschland der Fall waere.&lt;br /&gt;Aber erstmal muss ich kurz die Struktur des Hauses erklaeren.&lt;br /&gt;Grundsaetzlich werden alle Menschen aufgenommen, die um Hilfe bitten, und so wohnen in dem Haus mehrere Familien, aber auch viele Waisenkinder.&lt;br /&gt;Die im Haus lebenden Eltern (meistens alleinerziehende Muetter) arbeiten den Tag ueber im Haus. Was genau, weiss keiner, aber wahrscheinlich putzen sie, rauemen auf, kochen und stellen Dinge fuer den Verkauf her.&lt;br /&gt;Waehrend dessen spielen die Kinder im Hof bzw. fegen oder helfen in der Kueche. &lt;br /&gt;Weil die Eltern beschaeftigt sind oder einfach nicht da sind, sind die Kinder auch immer so begeistert, wenn Freiwillige da sind, mit denen sie spielen koennen.&lt;br /&gt;Noch extremer ist es mit einem Kind, dass etwa 2 Jahre alt ist und sich ueber die kleinsten Dinge freut, die man mit ihm macht. Das liegt daran, dass die Mutter sich kaum um das Kind kuemmert (es nicht waescht, die Kleidung nicht sauber haelt, sich ganz generell nicht um das Kind kuemmert), weil sie von ihmre Vater vergewaltigt wurde und schwanger geworden ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das sind eben die Dinge, die man hier mitbekommt, die einfach absolut schockierend sind und die ich - ehrlich gesagt - ziemlich verdraenge oder nicht viel darueber nachdenke. &lt;br /&gt;Man versucht hier, den Kindern das mitzugeben, was man kann, was aber leider nicht sehr viel ist, da momentan Ferien sind und also kein strukturiertes Programm vorhanden ist, in dem man sich engagieren koennte.&lt;br /&gt;So bleibt es dabei, mit den Kindern zu spielen, mit ihnen zu malen und den Aelteren dabei die einen oder anderen Buchstaben beizubringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hoffe, der Einblick in meine momentane Arbeit war einigermassen tiefgreifend, Bilder kommen spaeter...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-5185591484797118922?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/5185591484797118922/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=5185591484797118922' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/5185591484797118922'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/5185591484797118922'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/08/trabajo.html' title='Trabajo'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-264593608714839053</id><published>2008-08-15T04:33:00.002+02:00</published><updated>2008-08-15T04:40:35.813+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SKTr4vPAR4I/AAAAAAAAABs/ZDTS7qkhy0g/s1600-h/100_0878klein.bmp"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://1.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SKTr4vPAR4I/AAAAAAAAABs/ZDTS7qkhy0g/s320/100_0878klein.bmp" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5234568026895959938" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Und das ist dann - mal völlig unchronologisch - ein Bild aus unserem Zwischenstopp in Atlanta. Illegalerweise haben wir einfach die jeweils mit zwei Matratzen bestückten Betten auseinandergenommen, Julia aufs Sofa verfrachtet (ein Arm ist rechts im Bild :D ) und haben alle wunderbar geschlafen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-264593608714839053?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/264593608714839053/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=264593608714839053' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/264593608714839053'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/264593608714839053'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/08/und-das-ist-dann-mal-vllig.html' title=''/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SKTr4vPAR4I/AAAAAAAAABs/ZDTS7qkhy0g/s72-c/100_0878klein.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-5444554961039484740</id><published>2008-08-15T04:25:00.002+02:00</published><updated>2008-08-15T04:33:16.823+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SKTqO9HmP8I/AAAAAAAAABk/Rb1bQnNgy9U/s1600-h/100_0881klein.bmp"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SKTqO9HmP8I/AAAAAAAAABk/Rb1bQnNgy9U/s320/100_0881klein.bmp" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5234566209556856770" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Tjaaa... So ist das: Mein Bett und in Ausschnitt meines überbelichteten Zimmers hier in Ecuador. Das einzig seltsame ist, dass das gesamte Zimmer nur mit Bett, kommode und Schrank eingerichtet ist...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-5444554961039484740?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/5444554961039484740/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=5444554961039484740' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/5444554961039484740'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/5444554961039484740'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/08/tjaaa.html' title=''/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SKTqO9HmP8I/AAAAAAAAABk/Rb1bQnNgy9U/s72-c/100_0881klein.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-692530200656698037</id><published>2008-08-15T04:21:00.000+02:00</published><updated>2008-08-15T04:25:00.697+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SKTo2e7jB9I/AAAAAAAAABc/Kz42l1VAdK8/s1600-h/100_0950klein.bmp"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SKTo2e7jB9I/AAAAAAAAABc/Kz42l1VAdK8/s320/100_0950klein.bmp" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5234564689624762322" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das tolle Panorama auf die Berge im Süden Quitos&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-692530200656698037?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/692530200656698037/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=692530200656698037' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/692530200656698037'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/692530200656698037'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/08/das-tolle-panorama-auf-die-berge-im.html' title=''/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SKTo2e7jB9I/AAAAAAAAABc/Kz42l1VAdK8/s72-c/100_0950klein.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-6057534029377248521</id><published>2008-08-15T04:08:00.000+02:00</published><updated>2008-08-15T04:18:53.124+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SKTnUqCPVwI/AAAAAAAAABU/tcDTbO2rPns/s1600-h/100_0934klein.bmp"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SKTnUqCPVwI/AAAAAAAAABU/tcDTbO2rPns/s320/100_0934klein.bmp" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5234563008978441986" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ein Muli auf dem teleferrico, auf dem man eine Führung hätte mitmachen können, aber es war leider sehr teuer... Sonst wäre ich in den Genuss meines ersten STurzes von einem Vierbeiner gekommen :D&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-6057534029377248521?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/6057534029377248521/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=6057534029377248521' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/6057534029377248521'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/6057534029377248521'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/08/ein-muli-auf-dem-teleferrico-auf-dem.html' title=''/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SKTnUqCPVwI/AAAAAAAAABU/tcDTbO2rPns/s72-c/100_0934klein.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-7265657563649350800</id><published>2008-08-15T03:25:00.002+02:00</published><updated>2008-08-15T04:08:34.295+02:00</updated><title type='text'>Bilder vom Teleferico</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SKTdx_TthBI/AAAAAAAAABM/JXjnTgRl_8Y/s1600-h/100_0942klein.bmp"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SKTdx_TthBI/AAAAAAAAABM/JXjnTgRl_8Y/s320/100_0942klein.bmp" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5234552517788795922" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;So, da haben wir dann endlich mal ein Bild.&lt;br /&gt;Ich habe es endlich geschafft, die Bilder auf eine passende Größe zu bringen, also steht dem Bilder hochladen nichts mehr im Wege...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-7265657563649350800?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/7265657563649350800/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=7265657563649350800' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/7265657563649350800'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/7265657563649350800'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/08/bilder-vom-teleferico.html' title='Bilder vom Teleferico'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_11-bZPgHheQ/SKTdx_TthBI/AAAAAAAAABM/JXjnTgRl_8Y/s72-c/100_0942klein.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-5286633841522838388</id><published>2008-08-11T23:45:00.002+02:00</published><updated>2008-08-12T00:03:00.828+02:00</updated><title type='text'>Klassengeselllschaft und Nachtleben</title><content type='html'>Auch wenn es sich ein wenig so liest, als waere die Ueberschrift inhaltlich nicht kohaerent: Am Nachtleben merkt man manchmal extremst die Klassenunterschiede in Ecuador.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber zunaechst mal ganz generell...&lt;br /&gt;Man liest es ueberall, aber wenn man es selber erlebt ist es einfach Nummern krasser:&lt;br /&gt;Ich gehe morgens los aus meinem Haus mit Haushaelterin, in dem es LapTops und W-Lan gibt, raus aus dem grossen Garten, der von zwei Schaeferhunden bewacht wird und von einer drei Meter hohen Mauer umzauent ist zur Bushaltestelle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle schauen mich an, weil ich weiss bin, und Weiss heisst Geld.&lt;br /&gt;Im Bus muss ich meinen Rucksack vor mich nehmen, weil ich sonst um einen Rucksackinhalt aermer bin, wenn ich aussteige.&lt;br /&gt;Passiert der Bus die Grenze von Quito wird das Strassenleben immer extremer.&lt;br /&gt;Zwischen Porsche und BMW fahren kleine Roller, waehrend Strassenkinder an jeder Ampel versuchen, den Fahrern Kaugummi und Lutscher anzudrehen.&lt;br /&gt;Immer wieder steigen Strassenverkaeufer in den Bus und bringen Zeitungen und Regenschirme an den Mann.&lt;br /&gt;Spaeter esse ich in der Mariscal -dem Touriviertel von Quito- zu Mittag, in einem Einkaufszentrum, in dem die schwer bewaffnete Security Strassenkinder draussen haelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachts gehts in Bars oder Clubs, wobei man als Gringo nur manchmal Eintritt bezahlen muss, waehrend die Ecuadorianer grundsaetzlich beahlen muessen und kontrolliert werden. Gibt es eine Schlange vor dem Club, dann geht man als Weisser daran vorbei - Schliesslich hat man das Geld.&lt;br /&gt;Der erste Gruss des einen Kopf kleineren, dafuer aber doppelt so breiten und dreimal so schweren Tuerstehers ist auf die Auskunft, dass man aus Deutschland ist: "Heil Hitler!", wobei es keinen Zweck hat, ihn darauf hinzuweisen, dass man Hitler Scheisse findet und er zu allem Ueberfluss auch schon seit ueber 60 Jahren tot ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Begibt man sich auf die Tanzflaeche (die gleichbedeutend mit dem ganzen Club ist), ist man keine fuenf Minuten alleine. Als Gruppe von Weissen, die alle ein bis drei Koepfe groesser sind als der Rest, hat man sofort Gesellschaft.&lt;br /&gt;Von Ecuadorianern, die Gringos toll finden, von anderen Volunteers, von Maedels.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist ein unglaubliches Ding, hier in Ecuador weiss zu sein, und es ist auch nicht wirlich toll. Das Begaffen geht einem auf die Nerven, die Eintrittspreise sind ungerecht den Ecuadorianern gegenueber und man ist grundsaetzlich -ob man will oder nicht- privilegiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles in allem ist es natuerlich auch irgendwo ein krasses Gefuehl, dermassen bevorzugt zu werden, aber wie gesagt: Frueher doer spaeter geht es auf die Nerven und richtig vereinbaren kann ich es auch nicht mit meinem Sinn fuer Gerechtigkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vamos a ver, ich denke, in den naechsten monaten wird noch viel passieren, der naechste Blogeintrag und die ersten Fotos kommen bald.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-5286633841522838388?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/5286633841522838388/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=5286633841522838388' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/5286633841522838388'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/5286633841522838388'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/08/klassengeselllschaft-und-nachtleben.html' title='Klassengeselllschaft und Nachtleben'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-2740471760059907431</id><published>2008-08-11T23:33:00.003+02:00</published><updated>2008-08-11T23:45:39.064+02:00</updated><title type='text'>Touriprogramm</title><content type='html'>So, weiter gehts, wenn ich schonmal hier bin und nichts anderes zu tun habe, kann ich auch den Blog auf den aktuellsten Stand bringen.&lt;br /&gt;Auch wenn ich bezweifle, dass sich jemand durch alle Blogeintraege kaempft, die ich geschrieben habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also das Touriprogramm...&lt;br /&gt;Es werden auf jeden Fall noch Fotos kommen, vllt auch das eine oder andere Video, aber da muss ich schauen, ob ich das von zuhause aus gebacken bekomme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als erstes waren wir auf dem Teleferico, der Radiostation von Quito, von der aus man einen unglaublichen Blick auf das Andenpanorama rund um Quito und natuerlich auch auf Quito selbst hat.&lt;br /&gt;Das kann man kaum beschreiben, Fotos werden nachgereicht.&lt;br /&gt;Erwaehnenswert ist vielleicht noch, dass der Teleferico auf ca 4500 Metern liegt und uns allen da oben ziemlich die Puste ausgegangen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann waren wir noch am Mitad del Mundo, am Mittelpunkt der Welt.&lt;br /&gt;Dieser Ort ist mit einem Denkmal der Franzosen gekennzeichnet und markiert den Aequator. Im "Museum" Inti Ñan haben wir dann einige Experimente durchgefuehrt, um zu beweisen, dass es wirlich der Aequator ist.&lt;br /&gt;So laeuft zB das Wasser auf der Nordhalbkugel im Uhrzeigersinn ab, auf der Suedhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn. Und das alles nur ein paar Meter voneinander entfernt. &lt;br /&gt;Noch krasser war das Experiment mit einem Globus, dessen Aequatorlinie genau ueber den Aequator ausgerichtet war.&lt;br /&gt;Wir haben uns auf beiden Seiten des Aequators aufgestellt und den Globus betrachtet, waehrend die Fuehrerin ihn gedreht hat.&lt;br /&gt;Obwohl sie den Globus in eine Richtung gedreht hat, hat sich die Nordhalbkugel im uhrzeigersinn und die Suedhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn gedreht.&lt;br /&gt;Unterstuetzt von den Correoliskraeften konnten wir auch Eier auf einem Nagel balancieren und lustige Kraftspielchen machen. Fuer alle Frauen: Kommt zum naechsten Wiegen zum Aequator, hier wiegt ihr alle ein Kilo weniger :D&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-2740471760059907431?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/2740471760059907431/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=2740471760059907431' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/2740471760059907431'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/2740471760059907431'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/08/touriprogramm.html' title='Touriprogramm'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-6266675145828570138</id><published>2008-08-11T23:19:00.003+02:00</published><updated>2008-08-11T23:33:07.278+02:00</updated><title type='text'>Lebensgefuehl in Quito</title><content type='html'>So, wo war ich stehen geblieben?&lt;br /&gt;Achja, die Menschen hier...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also, wenn man mal von den Taxi- und Busfahrern absieht, sind die alle echt nett und toll. Mit den Conductores sollte man es sich nicht verscherzen, und muss als Gringo aber trotzdem imer darauf achten, nicht mit den fahrpreisen uebers Ohr gehauen zu werden.&lt;br /&gt;Es ist mir heute schon zweimal passiert (man vermag es kaum zu glauben), dass die fiesen Busschaffner mir fast das Doppelte des fahrpreises abgeknoepft haben.&lt;br /&gt;Was aber bei nem Fahrpreis von 25 cent nicht wirklich tragisch ist.&lt;br /&gt;Es ist dann immer lustig zu beobachten, wie sie sich darueber freuen, dem reichen Gringo mal wieder ein paar Cent mehr abgeluchst zu haben xD&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von einem ganz anderen Schlag ist unsere Haushaelterin Emma (Achja, eine haushaelterin gabs gleich dazu, ich werde hier wohl nie mein Zimmer aufrauemen oder sonstige Arbeiten verrichten muessen, wenn man mal von etwas Abwasch absieht, wenn Emma schon zuhause ist - *mal nach Dingens schiel* :D)&lt;br /&gt;Also Emma: Sie ist tooooooootal lieb und vesucht immer eifrig und absolut geduldig, sich mit mir auf Spanisch zu unterhalten, auch wenn das bislang nicht von allzuviel Erfolg gekroent ist.&lt;br /&gt;Aber es ist echt unglaublich, wie schnell man Fortschritte in einer Sprache macht, wenn man sie nur den ganzen Tag hoert und dazu gezwungen ist (zumindest ausserhalb der Familie) Spanisch zu sprechen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So war es dann auch kein allzu grosses Problem, die erstn Busfahrten allein zu unternehmen, auch wenn ich in Ermangelung der spanischen Woerter fuer: "Ich muss hier raus!" einmal aus dem fahrenden Bus springen musste.&lt;br /&gt;Es ist sowieso krass, wie wenig Zeit man hat, aus dem Bus zu steigen und wie wenig das hier interessiert, ob du jetzt raus willst oder nicht.&lt;br /&gt;Entweder du kommst puenktlich an der Haltestelle aus dem Bus, oder du faehrst eben eine weiter.&lt;br /&gt;Oder du springst raus...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dagegen ist das Taxifahren recht entspannt, zumindest, wenn man ein Taxi gefunden hat, dass einen fuer einen annehmbaren Preis (nach ecuadorianischen Massstaeben) nach Hause bringt. Abends ab 21.00 Uhr &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;muss&lt;/span&gt; man mit dem Taxi nach Hause fahren, weil keine Busse mehr fahren, oder es einfach zu gefaehrlich ist.&lt;br /&gt;Ein Taxi von Quito nach Tumbaco (Vorort von Qutio, etwa 30 Minuten Fahrt) kostet bei geschicktem Feilschen 10 Dollar, der Fahrer faengt aber grundsaetzlich bei gringo-angepassten 30 Dollar an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grundsaetzlich wird nachts nicht nach Taxameter gefahren, sondern nach ausgehandeltem Festpreis, der natuerlich immer hoeher liegt. Dafuer wird man dann aber auch bis vor die Haustuer gebracht, egal in welchem Winkel des Vorortes man wohnt, den man als Zielort genannt hat.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-6266675145828570138?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/6266675145828570138/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=6266675145828570138' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/6266675145828570138'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/6266675145828570138'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/08/lebensgefuehl-in-quito.html' title='Lebensgefuehl in Quito'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-1656019298223967991</id><published>2008-08-11T23:05:00.002+02:00</published><updated>2008-08-11T23:19:06.021+02:00</updated><title type='text'>Erste Tage in Quito</title><content type='html'>Jajaja, ich wolte eigentlich direkt weiterschreiben, nachdem ich den letzten post gesetzt hatte, aber dann ist das Internet abgestuertzt, mein Trafo hat nicht funktioniert, der Akku war leer und meine Familie wollte mit mir weg ... Kurz gesagt, alles war dagegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;dafuer sitze ich jetzt aber ind er Universidad de San Francisco und schreibe hier gemein und illegal von einem Studenten-PC aus an meinem Blog weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also, was gibts:&lt;br /&gt;Erste Eindruecke von Quito, auch wenn das jetzt schon ewig her ist, waren:&lt;br /&gt;Gechillt (und zwar extremst)&lt;br /&gt;Super herzlich&lt;br /&gt;und ein bisschen desorganisiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Flughafen (ich war der Einzige, dessen Gepaeck ordnungsgemaess angekomen ist :D ) sind wir von einem Mitarbeiter der Fundacion und unseren Gastfamilien abgeholt worden, wobei mich nur meine beiden Brueder empfangen haben. Duerfte daran liegen, dass meine beiden Elternteile arbeten muesen und wir mit einem tag Verspaetung angekommen sind.&lt;br /&gt;Nach einer, von gewagten Ueberholmanoevern und Hupkonzerten gepraegten, Fahrt nach Tumbaco kamen wir dann an meinem zukuenftigen Zuhause an.&lt;br /&gt;Erstmal Schock.&lt;br /&gt;Ein riesiges Haus, drei meter hohe Mauern drumherum, dann durch das grosse Tor durch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich aussteigen wollte, haben mich meine Gastbrueder prompt nicht rausgelassen, weil ihr Wachhund mich sonst angefallen haette.&lt;br /&gt;Naja, nach einigen Anfangsproblemen mit meiner Gastmutter (ich sollte nur Deutsch mit meinen gastbruedern reden, damit sie es besser lernen oO) verstehe ich mich jetzt mit allen echt gut und freue mich darueber, auch zuhause Internet zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu wohne ich in einem ziemlich grossen Zimmer mitsamt begehbarem Kleiderschrank und eigener Toilette &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;mit&lt;/span&gt; (und das muss man hier betonen) warmer Dusche und funktionierender Spuelung.&lt;br /&gt;Die anderen haben nicht ganz so viel Glueck gehabt, Paul und Jakob wohnen in einer recht aermlichen Gegend, Kais Familie lebt wohl etwa auf dem selben Standard wie meine.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile habe ich mich sogar mit Jack (sprich: Dschaak :D), dem Wachhund der Familie so weit angefreundet, dass er mich, wenn ich allein nach Hause komme, nur noch anbellt und nicht versucht mir etwas anzutun.&lt;br /&gt;Die englischen Namen sind hier ein seltsames Phaenomen, das wird einfach alles ausgesprochen, als waere es Spanisch. Meine Handyfirma heisst Movistar (sprich: Mobistaa), Jack hat nichts mehr mit Jack zu tun...&lt;br /&gt;Naja, ist halt ein ganz besonderes Voelkchen hier :D&lt;br /&gt;Aber ale total freundlich und herzlich :)&lt;br /&gt;So, versuchen wir es nochmal mit posten und dann weiterschreiben, sonst wirds so lang...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-1656019298223967991?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/1656019298223967991/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=1656019298223967991' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/1656019298223967991'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/1656019298223967991'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/08/erste-tage-in-quito.html' title='Erste Tage in Quito'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-1290682983498040163</id><published>2008-08-07T01:10:00.000+02:00</published><updated>2008-08-07T01:22:31.799+02:00</updated><title type='text'>Endlich angekommen...</title><content type='html'>...oder: Un vuelo horrible&lt;br /&gt;Wenn das Spanisch da überhaupt richtig ist :D&lt;br /&gt;So denn, es gibt da wohl einiges nachzubloggen.&lt;br /&gt;Wo fange ich an?&lt;br /&gt;Vorne ist am besten:&lt;br /&gt;Also, der Flug ging Montag morgen um 9.45 von Frankfurt aus. Da lief auch noch alles erwartungsgmäß, ich habe meine beiden Kumpanen Jakob und Kai direkt am Gate getroffen und der Flug nach Atlanta war zwar lang, aber durchaus in Ordnung. Dadurch dass es ja mein erster Flug war, konnte ich es auch richtig genießen, die Welt mal richtig von oben zu sehen und die Wolkenberge vorbeiziehen zu sehen - toll :D&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ab Atlanta gingen dann nach einigen schönen Erlebnissen die Probleme los.&lt;br /&gt;Wir haben dort noch zwei andere vom ICJA Seminar getroffen, Moritz, der nach Costa Rica geht und Volker, Kolumbien. Dann hat sich noch Julia angeschlossen, eine Studentin, die mit demselben Flieger gekommen ist, wie Kai, Jakob und ich und mitbekommen hat, dass wir ebenfalls nach Quito wollen.&lt;br /&gt;Nachdem wir uns dann von Volker und Moritz verabschiedet hatten, haben wir einige Zeit lang am Gate darauf gewartet, endlich boarden zu können, aber irgendwie tat sich nichts, bis irgendwann:&lt;br /&gt;"Attencion, Attencion, ATTENCION!" ein Hispanic das Mikro ergriff und uns eröffnete, dass ein Vulkan bei Quito ausgebrochen ist und aufgrund der Asche kein Flug nach Quito möglich wäre.&lt;br /&gt;Wir also nichts wie los zum Ticketcounter, um unseren Flug umzubuchen, haben aber nach stundenlangem Anstehen und Hinundhergerenne nichts anderes bekommen, als einen Flug für Donnerstag.&lt;br /&gt;Ich will gar nicht erst beschreiben, wie lange wir insgesamt durch den Flughafen gerannt sind und versucht haben noch an unser Gepäck zu kommen, aber es war lange!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach insgesamt 25 Stunden auf den Beinen sind wir dann endlich ins Hotel gefahren und sind alle nach einem amerikanischen Pizzaabendessen ins Bett gefallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen ging es dann nach einm wenig gehaltvollen American Breakfast wieder an den Flughafen, weil wir noch einmal nach unserem Gepäck fragen wollten. Aber anstelle unseres Gepäcks bekamen wir die Anweisung, unverzüglich ans Gate E36 zu gehen, da eine Ersatzmaschine in 10 Minuten starten sollte.&lt;br /&gt;Ich glaube, es ist noch nie ein Fluggast so schnell quer durch den Flughafn von Atlanta und sämtliche Security-Points durchgekommen, wie wir an diesem Morgen :D&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immerhin dieser Flug hat dann vernünftig funktioniert und wir sind pünktlich und ohne Probleme in Quito angekommen.&lt;br /&gt;Erstmal posten, gleich gehts weiter...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-1290682983498040163?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/1290682983498040163/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=1290682983498040163' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/1290682983498040163'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/1290682983498040163'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/08/endlich-angekommen.html' title='Endlich angekommen...'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-5876958803353771023</id><published>2008-07-28T22:19:00.000+02:00</published><updated>2008-07-28T22:25:49.415+02:00</updated><title type='text'>Seminar und so...</title><content type='html'>So, habe mal eben zwei-drei Minuten Zeit hier den Blog auf den neuesten Stand zu bringen... Auch wenn das hier der einzige öffentliche rechner ist und ich den wohl nicht allzu lange belegen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also, was steht an?&lt;br /&gt;Ne Menge Dinge durchgesprochen auf dem Seminar, von denen manche sinnvoll, andere schwachsinnig waren, was es jetzt letztendlich bringt, wird die Zeit in Ecuador zeigen.&lt;br /&gt;Ansonsten ist es echt sehr lustig, die Hitze ist zwar pervers, aber sowohl die anderen Zivis, als auch die Teamer (also Leiter der jeweiligen Seminarsteile) sind ziemlich gut drauf. Macht also alles in allem schon Spaß ;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Haupthematisch haben wir bislang von Diskriminierung von Minderheiten über Migration bis Rassismus einiges behandelt. Wie schon gesagt - was es bringt, zeigt die Zeit.&lt;br /&gt;Es geht die Tage dann noch nach Sachsenhausen, auch wenn mir in KZ-Besuch auf einem Vorbereitungsseminar für ein Auslandsjahr irgendwie Spanisch vorkommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Visumsgeschichte hat sich immerhin aufgeklärt, mdie Dokumente aus Ecuador, die un schon seit Wochen versprochen wurden, sind endlich angekommen und wir können Mittwoch auf die Botschaft und erhalten dort unser Visum...&lt;br /&gt;Von daher sollte der ganzen Sache nur noch die restlichen Seminarstage im Wege stehen... toitoitoi ;)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-5876958803353771023?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/5876958803353771023/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=5876958803353771023' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/5876958803353771023'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/5876958803353771023'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/07/seminar-und-so.html' title='Seminar und so...'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-2083343190791369510</id><published>2008-07-22T23:32:00.002+02:00</published><updated>2008-07-22T23:40:37.799+02:00</updated><title type='text'>Taumel, Taumel, Abschiedstrauma</title><content type='html'>So, anlässlich der Weitergabe meiner Blogadresse an die Stufe und des ersten Kommentars hat es sich auch mal gelohnt ein schönes LayOut zu suchen und drauf zu laden.&lt;br /&gt;Außerdem ist der letzte Post schon so lange her ;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tja, lustige Spanischstunden liegen hinter mir und ich bin zumindest mal so weit beruhigt, dass ich nicht sprachlos vor meiner Gastfamilie stehe und kein Wort rausbringe. Spanisch ist gar nicht so schwer wie sich das Lispeln manchmal anhört. Aber Lispeln muss ich ja glücklicherweise sowieso nicht... Latino-America lässt grüßen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ansonsten ist die Woche dermaßen vollgepackt mit Abschieden und letzten Vorbereitungen, dass einem kaum Zeit bleibt, sich über alle bewusst zu werden. Als Hobbypsychologe bescheinige ich mir schonmal Verdrängung und im Vorhinein ein Trauma - s. Titel ;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was bleibt?&lt;br /&gt;Die Hoffnung auf eine trotz allem schöne letzte Woche, die Gewissheit, dass ich nach Berlin komme (habe ne Mitfahrgelegenheit gefunden) und das Wissen, dass alle, die daran interessiert sind, auf jeden Fall über diesen Blog mit mir in verbindung bleiben können.&lt;br /&gt;So, in Cumbaya haben wir zwar erst 16:40 Uhr, aber trotzdem ist hier Schluss...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-2083343190791369510?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/2083343190791369510/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=2083343190791369510' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/2083343190791369510'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/2083343190791369510'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/07/taumel-taumel-abschiedstrauma.html' title='Taumel, Taumel, Abschiedstrauma'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-4542330652698505739</id><published>2008-07-15T20:09:00.003+02:00</published><updated>2008-07-15T20:14:43.096+02:00</updated><title type='text'>Neue Infos zu Ecuador</title><content type='html'>Ja, man vermag es nicht zu glauben, aber es sind wirklich noch weitere Informationen dazugekommen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß jetzt zumindest so viel über meine Gastfamilie, dass sie in direkter Umgebung zu meinem Projekt wohnt und ich die erste Nacht direkt bei ihnen übernachte (wer auch immer was anderes vermutet hatte...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Naja, immerhin beruhigend zu wissen, dass ich eine Familie habe und in Empfang genommen werde. &lt;br /&gt;Habe denn auch prompt mal mit meinen Spanischvorbereitungen angefangen.&lt;br /&gt;Das kann ja nicht bei einem gestammelten "Me llamo es..." bleiben. Denke ich.&lt;br /&gt;Deshalb bin ich dann nächst Woche auch nachmittagelang in Einzelstunden bei meiner lieben Spanischlehrerin zu finden. Freue mich schon drauf, mich auf -mehr oder weniger miserablem- Spanisch mit ihr zu unterhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Thats it, warten wir mal alle weiteren Unwägbarkeiten ab.&lt;br /&gt;Kleine Kainotiz zum Ende:&lt;br /&gt;Muss noch irgendwie nach Berlin kommen oO&lt;br /&gt;Und noch verdammt viel einkaufen...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-4542330652698505739?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/4542330652698505739/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=4542330652698505739' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/4542330652698505739'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/4542330652698505739'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/07/neue-infos-zu-ecuador.html' title='Neue Infos zu Ecuador'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-1748446481049768842</id><published>2008-07-11T14:54:00.002+02:00</published><updated>2008-07-11T15:01:57.768+02:00</updated><title type='text'>Mein Projekt ist da!!!!</title><content type='html'>Juhuu!&lt;br /&gt;Ich weiß endlich über mein Projekt Bescheid. Unten im vorherigen Post ist die Karte drin, leider kann man meine Schule nicht sehen... bzw. finden.&lt;br /&gt;Aber das macht mir ja nicht großartig was aus, hauptsache ich weiß:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich lande an meinem Zweitwunsch der Projektwahl:&lt;br /&gt;Colegio Buen Pastor&lt;br /&gt;Eine katholische Mädchenschule.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob mich das jetzt freuen soll, oder ich eher anfangn muss zu weinen, sehe ich dann.&lt;br /&gt;Wir schauen einfach mal, wie es wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tjaja, aber gut... Meine Ansprechpartnerin ist "Madre Cindy", was das auch immer für Vorstellungen wecken mag. &lt;br /&gt;Damit weiß ich endlich wohin ich komme und womit ich rechnen kann.&lt;br /&gt;Cumbaya ist ja schönerweise in direkter Nähe zu Quito (soweit ich weiß 20 Minuten per Bus) und damit ist auch meine Furcht vor dem Andendorf im Hinterland von Hinterecuador ausgeräumt. &lt;br /&gt;In der Projektbeschreibung ist auch angegeben: "The volunteer lives in a host family in the same town as the project." womit ich auch definitiv in Cumbya untergebracht bin. Schönschön...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist dann also auch mein erster Textpost für meinen Ecuadorblog, die Vorfreude ist auf jeden Fall schon rapide gestiegen, als ich erste Bilder von Cumbaya gesehen habe...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will da hin! :D&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-1748446481049768842?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/1748446481049768842/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=1748446481049768842' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/1748446481049768842'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/1748446481049768842'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/07/mein-projekt-ist-da.html' title='Mein Projekt ist da!!!!'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1117830578605073598.post-2685060971599514495</id><published>2008-07-11T14:47:00.003+02:00</published><updated>2008-07-11T14:53:57.238+02:00</updated><title type='text'>Projektkarte</title><content type='html'>&lt;iframe marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;amp;hl=de&amp;amp;geocode=&amp;amp;q=cumbaya&amp;amp;sll=51.151786,10.415039&amp;amp;sspn=26.815956,76.992188&amp;amp;ie=UTF8&amp;amp;ll=-0.188913,-78.424702&amp;amp;spn=0.002596,0.004699&amp;amp;t=h&amp;amp;z=14&amp;amp;output=embed&amp;amp;s=AARTsJpRbaZ2WeDN68kqTsGIdjE9nqjq7g" scrolling="no" width="425" frameborder="0" height="350"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;&lt;a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;amp;hl=de&amp;amp;geocode=&amp;amp;q=cumbaya&amp;amp;sll=51.151786,10.415039&amp;amp;sspn=26.815956,76.992188&amp;amp;ie=UTF8&amp;amp;ll=-0.188913,-78.424702&amp;amp;spn=0.002596,0.004699&amp;amp;t=h&amp;amp;z=14&amp;amp;source=embed" style="color: rgb(0, 0, 255); text-align: left;"&gt;Größere Kartenansicht&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1117830578605073598-2685060971599514495?l=kai-ecuador.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/feeds/2685060971599514495/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1117830578605073598&amp;postID=2685060971599514495' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/2685060971599514495'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1117830578605073598/posts/default/2685060971599514495'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kai-ecuador.blogspot.com/2008/07/projektkarte.html' title='Projektkarte'/><author><name>Kai@Ecuador</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11462713403457170787</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
